EVG Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft
EVG | Warnstreik Vossloh | Auswirkungen auf Bahnsanierung
EVG | Warnstreik Vossloh | Auswirkungen auf Bahnsanierung
In den Tarifverhandlungen mit Vossloh Rail Services Deutschland GmbH hat der Arbeitgeber nach drei Verhandlungsrunden noch immer kein akzeptables Gesamtangebot vorgelegt.
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) ruft daher am Donnerstag, 23. April 2026, deutschlandweit zu einem ersten Warnstreik auf.
Vossloh ist als Bahninfrastrukturunternehmen von entscheidender Bedeutung bei den aktuellen Sanierungsmaßnahmen im Schienenverkehr. Durch den Streik sind Verzögerungen bei laufenden Sanierungsmaßnahmen zu erwarten.
Hinweis für tagesaktuelle Berichterstattung:
Der Warnstreik wird Vossloh Rail Services in Nürnberg, Leipzig, Hamburg, Hannover und Bützow betreffen. An allen Orten sind auch Ansprechpersonen für Pressestatements verfügbar.
Anfragen bitte via Mail an benjamin.koester@evg-online.org.
Zitat EVG-Sprecher:
„Das marode Schienennetz in Deutschland muss dringend saniert werden und dafür braucht es die Kolleginnen und Kollegen von Vossloh. Allein für die Sanierung der Strecke Hamburg – Berlin hat Vossloh 400.000 Meter Schiene geliefert. Die Kolleginnen und Kollegen leisten harte körperliche Arbeit, für die es eine faire Bezahlung braucht. Der Arbeitgeber nimmt dieses berechtigte Anliegen leider nicht ernst. Damit lässt er Respekt von den eigenen Beschäftigten vermissen und gefährdet die erfolgreiche Sanierung der Schieneninfrastruktur in Deutschland. Der erste Warnstreik ist ein deutliches Zeichen, wie ernst es seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist.“
Hintergrund zu den Tarifverhandlungen:
Die EVG fordert für die Beschäftigten bei Vossloh eine Erhöhung des Monatstabellenentgelts um 12 Prozent, die Einführung einer Zusatzvergütung für Schichtarbeitende unter besonderen Belastungen, eine moderate Erhöhung von verschiedenen Zulagen sowie die Flexibilisierung von Urlaubsregelungen. Nach mehreren Verhandlungsrunden ohne akzeptables Angebot seitens des Arbeitgebers sind die Tarifverhandlungen nun unterbrochen.
Pressekontakt
Benjamin Köster
Pressesprecher der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG)
Reinhardtstr. 23 // 10117 Berlin
Tel. 0173/406 52 02