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3:2 in Münster! Moral gab den Ausschlag
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Na also, es geht doch! Der VC Wiesbaden zeigte im Auswärtsspiel beim USC Münster, dass es sich lohnt, nach langer Durststrecke mit vier Niederlagen in Folge wieder an die eigenen Stärken zu glauben.
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Sportliche Grüße aus Wiesbaden
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3:2 in Münster! Moral gab den Ausschlag
Na also, es geht doch! Der VC Wiesbaden zeigte im Auswärtsspiel beim USC Münster, dass es sich lohnt, nach langer Durststrecke mit vier Niederlagen in Folge wieder an die eigenen Stärken zu glauben. Im Tiebreak sicherte sich die Mannschaft nach 99 Minuten und fünf Sätzen zwei wohlverdiente Punkte und schob sich nun wieder vor auf Rang 7 der Tabelle der 1. Volleyball Bundesliga Frauen.
Der Satzverlauf in der Sporthalle Berg Fidel (25:17, 13:25, 25:23, 15:25, 15:8) indiziert auch dieses Mal wieder sportliche Volatilität. Aber dieses Mal war eben vieles anders: Selbst schwächere Phasen nahmen den Hessinnen nicht den Glauben an den Sieg. Insbesondere der souverän gestaltete Tiebreak war – vor gewohnt lautstarken 2.112 Münsteraner Fans – eine Demonstration mentaler Stärke.
Beim USC hatte Chefcoach Matthias Pack zuvor mit Blick auf den eingeleiteten Umbruch beim VCW gewarnt: „Geballte Erfahrung – eine gefährliche Kombination“. Er sollte recht behalten. Wiesbadens neuformiertes Betreuerteam mit Interim-Chefcoach Benedikt Frank, dem zunächst bis Saisonende unterstützenden Co Jochen Schöps sowie Stamm-Scout Marcel Frisch hatte der Mannschaft Taktikkniffe mit auf dem Weg gegeben, die sich dann auch in den Köpfen verankerten – und das bis zum süßen Ende. Ein Sieg auf fremdem Geläuf, der allen direkt Beteiligten und auch dem daheim mitfiebernden Anhang unglaublich guttat.
Dank mannschaftlicher Geschlossenheit und über lange Phasen hinweg gut abgestimmter Elemente in Zuspiel, Abwehr, Block und Angriff stand am Ende das beeindruckende 3:2 auf den Anzeigetafeln, bei dem sich vor allem MVP Laura Broekstra (Mittelblock, 16 Punkte, mit 67% beste Angriffsquote aller Spielerinnen) und Außenangreiferin Dagmar Boom bemerkenswert wirkmächtig präsentierten. Letztere lieferte ihre beste Leistung im Trikot des VCW; die Niederländerin steuerte 17 Punkte bei. Der USC startete zwar wesentlich mehr Angriffe als der VCW (139/118) und erzielte insgesamt mehr Punkte (71/67), war aber weniger durchschlagskräftig. Die Gäste agierten über die 99 Minuten hinweg betrachtet disziplinierter.
Die Story zum Spiel ...
Erster Satz (25:17 = 1:0)
Der VCW begann konzentriert und lag bis zum 5:5 dreimal in Führung. Bis dahin hatten sich beide Mannschaften schon vier Aufschlagfehler geleistet. Dann eine kleine Durststrecke (5:9), ehe Laura Broekstra mit Blockabwehr auf 9:9 gleichzog. Das motivierte! Der VCW erspielte sich nun mehrfach Dreipunktevorsprünge (bis 15:12). Aufmerksam in der Abwehr und mit gutem Blick für den freien Raum ging es weiter (17:12, 20:15). Die Blockarbeit? Tadellos. Es machte Spaß zuzuschauen – sofern man mit dem VCW hielt. Zwei von neun Satzbällen wehrte der USC ab, dann war es Diagonale Jimena Fernández Gayoso, die diesem Kapitel und ihrer Mannschaft das Happy End bescherte. Außenangreiferin Cayetana López Rey hatte bis dahin 6 Punkte erzielt – die meisten aller Spielerinnen auf dem Parkett.
Zweiter Satz (13:25 = 1:1)
Würde es so weitergehen? Nein. Denn nun agierten die Gastgeberinnen entschlossen und vor allem wesentlich kompakter als der VCW – Bene Frank nahm beim 4:7 erste Korrekturen vor, aber der Vorsprung des USC wuchs stetig an (5:10, 6:13). Auch im Block gelang nicht mehr viel. Die Sicherheit des ersten Satzes war dahin. Die Angriffe der Green Kalinen kamen hingegen zuverlässig. Beim 7:15 war erstmals Pleun van der Pijl im Spiel, die prompt überlegt ihre ersten Punkte erzielte (8:17). Münster war freilich längst nicht mehr zu ärgern, man wollte möglichst schnell den Satzausgleich erzielen. Dagmar Boom (bis dahin gute 8 Punkte) setzte ihren Aufschlag ins Aus, damit hatten die Gastgeberinnen ihr Zwischenziel ohne großen Gegenwind erreicht. Münsters Außenangreiferin und spätere „Silber-MVP“ Amelie Strothoff hatte sich bis dahin mit 14 Punkten ausgezeichnet (am Ende waren es 16).
Dritter Satz (25:23 = 2:1)
Wilder Beginn! Nach 0:2 ging der VCW mit 6:2 in Führung. Die Energie war wieder da. Eine lange Rallye vollendete Jimena López Gayoso zum 7:4 ... Block zum 10:5 ... Und dann wurde es eng (9:10) – die Münster-Fans standen nun auf den Tribünen. Den wiederholten Ausgleich (11:11, 14:14) nahm der VCW hin, robbte sich aber immer wieder in Front (17:15, 20:19). Zu einem ungünstigen Zeitpunkt ein Servicefehler durch Hannah Clayton (20:20) – und dann lag der USC durch einen Monsterblock vorn (20:21). Aber: Die Wiesbadenerinnen blieben wach! Bene Frank nahm beim 23:22 seine zweite Auszeit. Dagmar Boom sorgte vehement für zwei Satzbälle ... der erste wurde noch abgewehrt, den zweiten setzte der USC schließlich ins Aus. Der VCW hatte dem Druck standgehalten und sich für den hohen Aufwand belohnt!
Vierter Satz (15:25 = 2:2)
Aber nun packte der USC zusätzliche PS aus – und der ratlose VCW lag schnell mit 5:12 zurück, ohne das „Gegengift“ zu finden. Die auf Diagonal eingewechselte Jovana Dordević stellte auf 9:15. Viel kam aber nicht mehr von den Hessinnen, die Gastgeberinnen hatten leichtes Spiel. Beim 13:22 brachte Bene Frank Hanna Weinmann fürs Zuspiel, die sich gleich mit einem Aufschlagfehler einfügte. Und beim 15:24 dann wieder ein zu weit geratener Aufschlag, dieses Mal von Pleun van der Pijl. Der Tiebreak musste nun die Entscheidung bringen.
Fünfter Satz (15:8 = 3:2)
Spannung pur! Der VCW hatte es bis dahin geschafft, das Match ergebnistechnisch offen zu gestalten. Die bange Frage war, ob die Nerven halten würden. Nach dem 3:3 durch Jovana Dordević gingen die Hessinnen mit 4:3 und 7:4 in Front ... Seitenwechsel beim 8:5 ... Zuspielerin Sanne Konijnenberg agierte trickreich am Netz (12:7) ... Pleun van der Pijl traf zum 13:6 und 14:6 ... Und dann war die dicke Kuh nach USC-Fehler tatsächlich vom Eis! Münsters Verantwortliche sprachen nach dem Match von einer „echten Achterbahnfahrt, bei der mehr drin gewesen wäre.“ Die Wiesbadener Seite freute sich hingegen über die mentale Stärke der eigenen Athletinnen. Respekt!
Der VCW geht jetzt gekräftigt die kommenden schweren Spiele gegen Allianz MTV Stuttgart und den SSC Palmberg Schwerin an, bevor man die Rückrunde bei den ETV Hamburger Volksbank Volleys beschließt. Dann folgen die Playoffs.
(Text: Sabine Ursel)
STATEMENTS
VCW-Chefcoach Benedikt Frank: „Das war eine Berg-und-Talfahrt mit Happy End. Die angestrebte Konstanz über alle Sätze hinweg war noch nicht da, aber die Moral war entscheidend. Die Mannschaft hat auch nach Rückständen gezeigt, dass sie nochmal Gas geben kann. Unterstützung kam auch von der Bank durch Pleun van der Pijl und Jovana Dordević. Ich gratuliere dem gesamten Team für den couragierten Auftritt. Wir waren verdienter Sieger in einem wie erwartet kampfbetonten Spiel. Nun wird es für uns ungleich schwerer, aber wir wollen auch die hohen Favoriten aus Stuttgart und Schwerin ärgern.“
Laura Broekstra: „Ich bin unglaublich froh, dass wir uns endlich belohnen konnten. Ich bin stolz auf unsere Teamleistung und die Energie auf dem Feld. Es hat sehr viel Spaß gemacht. Wir haben sehr harte Wochen mit einigen unglücklichen Niederlagen hinter uns. Dieser Sieg war sehr wertvoll, weil wir zeigen konnten, was bei uns gehen kann. Vieles hat funktioniert. Und an manch anderem müssen wir weiterarbeiten.“
VCW-Kader + Statistik
Zuspiel: Sanne Konijnenberg (Niederlande; 3), Hanna Weinmann –
Außenangriff: Pleun van der Pijl (Niederlande; 8), Dagmar Boom (Niederlande; 17), Cayetana López Rey (Spanien; 11) – Mittelblock: Laura Broekstra (15), Hannah Clayton (USA; 5), Marlene Rieger (nicht eingesetzt) – Diagonal: Jimena Fernández Gayoso (Spanien; 6), Jovana Dordević (2) – Libera: Lilly Bietau
TERMINE – 1. Volleyball Bundesliga Frauen
4.3.2026 (Mittwoch)
19:30 Uhr: Allianz MTV Stuttgart – VCW
Stuttgart, SCHARRena
7.3.2026 (Samstag)
18:30 Uhr: VCW – SSC Palmberg Schwerin
Wiesbaden, Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit
14.3.2026 (Samstag)
18:00 Uhr: ETV Hamburger Volksbank Volleys
Hamburg (Stadtteil Neugraben), CU Arena
In den anschließenden Playoffs (21.3. bis 2.5.2026) wird der Deutsche Meister ermittelt.
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Der 1. Volleyball-Club Wiesbaden e.V. wurde 1977 gegründet und ist spezialisiert auf Frauen- und Mädchenvolleyball. Die professionelle Damen-Mannschaft ist seit 2004 ohne Unterbrechung in der 1. Volleyball Bundesliga Frauen vertreten und spielt ihre Heimspiele in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit, im Herzen der hessischen Landeshauptstadt. Die bislang größten sportlichen Erfolge des VC Wiesbaden sind national die Deutsche Vizemeisterschaft (Saison 2009/2010), der Einzug ins DVV-Pokalfinale (2012/2013 und 2017/2018) sowie international der Einzug ins Europapokal-Halbfinale des CEV Volleyball Challenge Cup 2024. Erfolgreiche Nachwuchsarbeit ist DNA des VCW. Aktuell bestehen über 30 Nachwuchs-Teams, die in den vergangenen Jahren zahlreiche Titel bei überregionalen Volleyball-Meisterschaften sowie im Beachvolleyball erkämpften. Als Auszeichnung dafür erhielt der VC Wiesbaden im Jahr 2016 das „Grüne Band“ des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Der VC Wiesbaden ist Lizenzgeber der unabhängigen VC Wiesbaden Spielbetriebs GmbH, die die Erstliga- und Zweitliga-Mannschaft stellt. Der Verein ist zudem Mitglied der Volleyball Bundesliga (www.volleyball-bundesliga.de) sowie des Hessischen Volleyballverbands (www.hessen-volley.de). Das Erstliga-Team wird präsentiert von dem Platin-Lilienpartner ESWE Versorgung (www.eswe.com).
Mit der strategischen Initiative „VCW@2030 – Home for Female Professionals“ verfolgt der Club eine klare Vision: Der VC Wiesbaden will zu einer der führenden Talentschmieden im deutschen Frauenvolleyball werden und gleichzeitig ein Umfeld schaffen, in dem talentierte Sportlerinnen zu starken Persönlichkeiten heranwachsen. Im Mittelpunkt der Strategie stehen sportliche Exzellenz, wirtschaftliche Stabilität, professionelle Strukturen sowie die enge Verzahnung von Profi- und Nachwuchsbereich. Die Ergänzung der sportlichen Talentschmiede um den Bereich Female Growth wird ausgewählte Spielerinnen mit Modulen rund um Ausbildung, Karriereentwicklung, soziale Kompetenz und regionale Vernetzung unterstützen und so eine umfassende Entwicklungs-Plattform für die besten Talente im Frauen-Volleyball bieten.
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