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THA und Hochschule München unterzeichnen Kooperation

THA und Hochschule München unterzeichnen Kooperation
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Gemeinsame Nutzung von Forschungsinfrastruktur im Bereich Massivbau

München, 24. März 2026 – Die Technische Hochschule Augsburg (THA) und die Hochschule München (HM) haben kürzlich eine Kooperationsvereinbarung zur gemeinsamen Nutzung von Forschungsgeräten und -infrastruktur unterzeichnet. Im Zentrum der Zusammenarbeit steht das Technologietransferzentrum (TTZ) Aichach der THA, dessen Maschinen sowie Prüf- und Messeinrichtungen im Bereich Massivbau künftig von beiden Hochschulen kooperativ genutzt werden.

„Wenn sich zwei Top-Hochschulen zusammentun, kann das Ergebnis nur tipptopp sein: Die Technische Hochschule Augsburg und die Hochschule München nutzen künftig hochspezialisierte Forschungsgeräte und die Infrastruktur im TTZ Aichach gemeinsam. Unter dem Leitgedanken ‚Synergien nutzen, Potentiale heben‘ werden Forscherinnen und Forscher, Studierende beider Hochschulen sowie Praxispartner eng zusammenarbeiten – durch Kooperation entsteht hier neue Innovation“, sagte Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume, MdL.

Ziel der Partnerschaft ist es, die anwendungsorientierte Forschung im Massivbau deutlich zu stärken und den Transfer wissenschaftlicher Ergebnisse in die Baupraxis systematisch zu beschleunigen. Die Vereinbarung sieht hierzu eine Intensivierung der akademischen Zusammenarbeit durch gemeinsame Forschungsaktivitäten sowie eine abgestimmte Nutzung der Forschungsinfrastruktur vor. Insbesondere sollen Kompetenzen in den Bereichen Composite-Technologien, neue Bautechnologien, additive Fertigung, alternative Baustoffe – u.a. Ultra-Hochleistungs-Faser-Beton (UHFB) und Carbon-Recyclingbeton – digitale Planungs- und Fertigungsprozesse sowie Nachhaltigkeit und ressourcenoptimiertes Bauen gebündelt und entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Materialentwicklung über die Bauteilprüfung bis zur Anwendung in Infrastruktur- und Hochbauprojekten – weiterentwickelt werden.

Expertenpool am TTZ Aichach wird erweitert

Bisher erfolgten die Forschungsarbeiten getrennt voneinander – zum einen im Technologietransferzentrum für Digitales Planen und Fertigen im Bauwesen der Technischen Hochschule Augsburg (TTZ Aichach) und zum anderen an der Fakultät Bauingenieurwesen der HM im Labor für Massivbau und Konstruktiver Ingenieurbau (LMKI). Durch die Zusammenführung dieser Forschungskompetenzen sowie dem Praxiswissen der beteiligten Kooperationspartner aus Bauwirtschaft und Handwerk wird der Expertenpool am TTZ Aichach erheblich erweitert.

TTZ Aichach verfügt über innovativen Maschinenpark

Den Forschenden beider Hochschulen und den beteiligten Praxispartnern stehen am TTZ Aichach spezialisierte Maschinen, Prüf- und Messeinrichtungen zur Verfügung. Im Forschungsbereich Massivbau kommen insbesondere Prüfeinrichtungen für Großbauteile, Anlagen zur Verarbeitung von Carbon-Recyclingbeton sowie Verfahren des 3D-Betondrucks zur Entwicklung ressourcenschonender Bauteile zum Einsatz. Zur Qualitätssicherung und für Zulassungsverfahren können am TTZ Aichach die Tragfähigkeiten hergestellter Prüfkörper und Bauelemente unter anderem mit spezialisierten Messsystemen (DIC, DFOS etc.), Carbonfaser-Strangzugversuchen sowie weiteren material- und bauteilmechanische Prüfmethoden nachgewiesen werden. Die Nutzung der Geräte erfolgt auf Basis abgestimmter Planungen und wird fachlich begleitet.

THA und HM unterzeichnen symbolisch auf Carbon-Betonplatte

Im Beisein von Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume, MdL unterzeichneten die Vertreter beider Hochschulen symbolisch auf einer eigens entwickelten Carbon-Betonplatte die Kooperationsvereinbarung. Um den Ressourcenverbrauch in Gebäuden zu reduzieren, forscht die THA gemeinsam mit den Firmen LINDERMAYR GmbH & Co. KG und Hitexbau GmbH an querschnittsoptimierten Deckenplatten, die in dieser Form nur mit Carbon-Bewehrung realisiert werden können.

Anlässlich der Unterzeichnung sagte der Vizepräsident für Technologie und Forschung der THA Prof. Dr. Frank Danzinger: „Die gemeinsame Nutzung der Infrastruktur ermöglicht es uns, Forschungsergebnisse deutlich schneller in die Anwendung zu bringen. Gerade im Bauwesen entscheidet die Verknüpfung von Labor, Simulation und realer Produktion über die Innovationsgeschwindigkeit. Mit der Kooperation schaffen wir hierfür einen belastbaren Rahmen für Transferprojekte mit Bauwirtschaft und öffentlicher Hand.“

Prof. Dr.-Ing. Christian Seiler, Dekan an der Fakultät Bauingenieurwesen der HM erklärte: „Für die Fakultät für Bauingenieurwesen der Hochschule München eröffnet die Partnerschaft einen direkten Zugang zu experimentellen Fertigungs- und Prüfverfahren. Studierende und Forschende können Entwurf, Konstruktion und Materialverhalten künftig unter realen Bedingungen zusammenführen – ein entscheidender Schritt hin zu einer digital unterstützten und nachhaltigen Baupraxis.“

Forschung kommt am TTZ Aichach direkt zur Anwendung

Das Technologietransferzentrum (TTZ) der Technischen Hochschule in Aichach ist spezialisiert auf die Themen digitales Planen und Fertigen im Bauwesen, um einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Bauindustrie zu leisten. Die am TTZ Aichach entwickelten Innovationen in den Forschungsfeldern Massivbau und digitaler Holzbau für reale Bedarfe der Bauwirtschaft und des Handwerks kommen unmittelbar in den Betrieben zur Anwendung. Durch die Kooperation der beiden Hochschulen wird das bereits bestehende Partnernetzwerk des TTZ Aichach, zu dem Bauunternehmen und Handwerksbetriebe, Kammern, Innungen und Forschungscluster zählen, erweitert. In neuen gemeinsamen Kooperationsprojekten werden weitere Praxispartner mitwirken.

Weitere Informationen finden Interessierte auf der Website der THA.

Gerne vermitteln wir einen Interviewtermin mit Prof. Dr.-Ing. Christian Seiler.

Kontakt: Ralf Kastner unter T 089 1265-1922 oder per Mail.

Hochschule München
Die  Hochschule München ist mit über 500 Professorinnen und Professoren, 820 Lehrbeauftragten und über 18.500 Studierenden eine der größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften Deutschlands. In den Bereichen Technik, Wirtschaft, Soziales und Design bietet sie rund 100 Bachelor- und Masterstudiengänge an. Exzellent vernetzt am Wirtschaftsstandort München, arbeitet sie eng mit Unternehmen und Institutionen zusammen und engagiert sich in praxisnaher Lehre und anwendungsorientierter Forschung. Die HM belegt im Gründungsradar des Stifterverbands deutschlandweit erneut den ersten Platz unter den großen Hochschulen und Universitäten. Neben Fachkompetenzen vermittelt sie ihren Studierenden unternehmerisches und nachhaltiges Denken und Handeln. Ausgebildet im interdisziplinären Arbeiten und interkulturellen Denken gestalten ihre Absolventinnen und Absolventen eine digital und international vernetzte Arbeitswelt mit. In Rankings zählen sie bei Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern zu den Gefragtesten in ganz Deutschland.  hm.edu