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Windenergie zum Anfassen: Bremerhavener Studierende entwickeln Miniatur-Windkraftanlage auf Helgoland

Windenergie zum Anfassen: Bremerhavener Studierende entwickeln Miniatur-Windkraftanlage auf Helgoland
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Zwei Studierende der Hochschule Bremerhaven haben eine Miniatur-Windenergieanlage konstruiert, die künftig als Lehrmodell die Funktion der Technik veranschaulichen soll. Auf Helgoland testeten Alisa Küther und Kjell Banck, die beide den ingenieurswissenschaftlichen Studiengang Meerestechnik und Windenergie studieren, ihr Modell und sammelten wertvolle Erfahrungen – nicht nur technisch, sondern auch im Umgang mit Teamarbeit und Projektmanagement.

Zwei Studierende der Hochschule Bremerhaven haben eine Miniatur-Windenergieanlage konstruiert, die künftig als Lehrmodell die Funktion der Technik veranschaulichen soll. Auf Helgoland testeten Alisa Küther und Kjell Banck, die beide den ingenieurswissenschaftlichen Studiengang Meerestechnik und Windenergie studieren, ihr Modell und sammelten wertvolle Erfahrungen – nicht nur technisch, sondern auch im Umgang mit Teamarbeit und Projektmanagement.

„Wir haben eine Miniaturwindenergieanlage gebaut, die später als Lehrmodell und Ausstellungsstück in der Lehre weiterverwendet werden soll“, erklärt Alisa Küther, die wie ihr Projektpartner Kjell Banck im vierten Semester Ingenieurwesen mit der Fachvertiefung Meerestechnik und Windenergie an der Hochschule Bremerhaven studiert. Ursprünglich als Team mit drei Personen gestartet, mussten sie sich nach dem Ausstieg eines Mitstreiters neu organisieren. „Das hatte auch einen signifikanten Einfluss darauf, wie gut wir arbeiten konnten. Man musste Aufgaben neu verteilen und lernen, damit umzugehen“, beschreibt Kjell Banck die nötige Flexibilität für ihre Forschung, die sie auch in ihrem späteren Berufsleben leisten können müssen.

Studierende konstruieren komplette Anlage selbständig

Die Aufgabenstellung war klar: „Es ging darum, den Winkel der Rotorblätter verstellen zu können, sodass die Anlage starten und stoppen kann und wir einen kleinen Generator damit betreiben können“, erklärt Alisa Küther. Die Anlage besteht aus einem Turm, einer Gondel, drei Rotorblättern und einem Servomotor, der die Blätter gleichzeitig dreht. „Wir haben alles von Grund auf selbst konstruiert – den Schubmechanismus in der Nabe, das System in der Gondel mit Generator und Servomotor sowie die Kabelführung, die durch den Turm zu den Messgeräten verläuft“, ergänzt ihr Kommilitone Kjell Banck. Unterstützt wurden sie dabei von ihren Dozenten Jörn Böcker und Prof. Dr. Carsten Fichter. Beide lehren im Studiengang Ingenieurwesen die Vertiefung Meerestechnik und Windenergie. Er umfasst u.a. die Themenfelder Entwicklung, Betrieb und Wartung von Windenenergieanlagen an Land und auf See Die Studierenden erlangen praxisnah und anwendungsorientiert fundierte Kenntnisse in den Bereichen Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften und maritime Technologien, um später in der Windenergie oder der Meerestechnik spannende Projekte bearbeiten zu können.

Studierende erweitern fachliches Wissen und organisatorischen Fähigkeiten in der Praxis

Die größte Herausforderung lag für die beiden angehenden Ingenieur:innen aber nicht in der Konstruktion der Einzelteile, sondern in deren Zusammenfügung. „In der Theorie war alles ganz klar und einfach, aber in der Praxis muss man alles zusammenfügen – und das ist oft komplizierter als gedacht“, erinnert sich Alisa Küther. Kjell Banck schätzt vor allem die gewonnenen Kenntnisse im Bereich (Selbst-)Organisation: „Wie geht man an eine Projektarbeit ran? Wie organisiert man sich über einen längeren Zeitraum, sowohl untereinander als auch für sich selbst?“

Auf Helgoland arbeiteten die beiden nicht allein. Zeitgleich waren noch drei in Bremerhaven Studierende aus dem sechsten Semester vor Ort, die in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt an einem Katamaran mit Sensoren und Steuerungen gearbeitet haben. Untergebracht waren alle beim Alfred-Wegener-Institut (AWI), wo sie auch Zugang zu Laborräumen und einer Werkstatt hatten. „Wir konnten die Räumlichkeiten des Labors für die Gastforschung nutzen und hatten sogar die Möglichkeit, mit einem Forschungskutter aufs Meer zu fahren.“

Ihr neuerworbenes Wissen haben sie im Hörsaal Komiliton:innen vorgestellt

Ein Highlight der Exkursion waren die Vorträge, die den Horizont der Studierenden erweiterten. „Wir haben Vorträge von zwei DLR-Mitarbeitenden gehört, von den anderen Studierenden und auch von Biolog:innen und Chemiker:innen des AWI. Das waren oft sehr biologische Themen, aber trotzdem spannend, weil wir ja direkt am Meer waren“, erinnert sich Kjell Banck. Er und Alisa Küther haben wiederum ihre Forschungsergebnisse Studierenden vorgestellt, die aktuell im zweiten Semester Ingenieurwesen mit der Vertiefung Meerestechnik- und Windenergie studieren.

Technisch gesehen funktioniert die Anlage der beiden Studierenden bereits: „Wir haben mit dem Generator begonnen und die Rotorblätter drangebaut. Wenn die Anlage im Wind steht, wandelt sie kinetische Energie in elektrische Energie um. Man könnte damit eine LED oder einen kleinen Motor betreiben, um zu demonstrieren, dass Strom erzeugt wird.“ Dennoch gibt es noch Nachbesserungen: Der Servomotor gab am letzten Tag den Geist auf und muss ausgetauscht werden. Zudem sollen die bisher 3D-gedruckten Wellen durch stabilere Aluminiumteile ersetzt werden. „Die Maße haben wir selbst erstellt“, sagt Kjell Banck, der sich für das Projekt auch mit der dafür nötigen Programmierung beschäftigt hat. Auch eine visuelle Verbesserung ist geplant: „Vielleicht bauen wir ein Lämpchen ein, damit man sehen kann, dass Strom erzeugt wird.“ So könnte die kleine Testanlage beispielsweise beim Campus-Tag im Januar Interessierten gezeigt werden.

„Man nimmt nur Positives mit!“

Die Arbeit auf Helgoland hat den zwei Studierenden nicht nur technisch, sondern auch zwischenmenschlich viel gebracht. „Helgoland hat gezeigt, wie intensive Arbeit und Alltag das Team zusammenwachsen lassen und die Kommunikation immer besser wird. Die Motivation steigt, und das war von außen sehr schön zu beobachten“, erinnert sich Alisa Küther. „Man wächst zusammen und lernt, sich gegenseitig zu überprüfen – das ist später im Job bei Projektarbeiten extrem wichtig.“ Beide legen ihren jüngeren Kommiliton:innen ans Herz, an einer solchen Exkursion teilzunehmen, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet. „Man nimmt nur Positives mit“, sind sich beide einig.

Ob sie noch einmal nach Helgoland zurückkehren, um weitere Tests durchzuführen? „Theoretisch läuft das Projekt auf Helgoland mit dem AWI einmal im Jahr. Im sechsten Semester hätten wir die Möglichkeit, nochmal teilzunehmen. Aber aktuell ist nicht geplant, unser jetziges Projekt nochmal dort zu testen.“ Doch das ist kein Problem: „Hier in Bremerhaven haben wir genug Wind. Wir können die Anlage aufs Dach stellen und weiter testen.“

Bis zum 15. August für einen Studienplatz bewerben

Derzeit läuft die Bewerbungsphase für ein Studium an der Hochschule Bremerhaven. Auch der Bachelorstudiengang Ingenieurwesen nimmt neue Studierende auf. Die Bewerbungsfrist ist der 15. August. Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren für Bachelorstudiengänge unter www.hs-bremerhaven.de/bachelorbewerbung. Wer Interesse an einem Masterstudium hat, findet weitere Informationen unter https://www.hs-bremerhaven.de/masterbewerbung.

Mit Begeisterung studieren, lehren und forschen – dafür steht die Hochschule Bremerhaven. In mehr als 20 praxisnahen und innovativen Studiengängen profitieren die rund 3.000 Studierenden von der engen Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft und modernen Lehr- und Lernansätzen. Die zahlreichen Forschungsaktivitäten der „Hochschule am Meer“ wurden bereits vielfach ausgezeichnet und unterstützen nachhaltige Entwicklungen in der Region und darüber hinaus.

Pressekontakt:
Hochschule Bremerhaven
Isabelle Epplé
An der Karlstadt 8
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