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BKA-Dunkelfeldstudie zeigt Defizite beim Gewaltschutz

BKA-Dunkelfeldstudie zeigt Defizite beim Gewaltschutz
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BKA-Dunkelfeldstudie zeigt Defizite beim Gewaltschutz

Zonta fordert Gesamtstrategie mit Fokus auf Prävention

Die aktuelle Dunkelfeldstudie des Bundeskriminalamtes (BKA) zeigt eine hohe Zahl nicht angezeigter Taten und deutliche Lücken beim Schutz von Betroffenen – insbesondere bei Gewalt in (Ex-)Partnerschaften. Für die Union deutscher Zonta Clubs bestätigt dies vor allem: Nachhaltiger Gewaltschutz kann nur durch eine abgestimmte Gesamtstrategie gelingen – mit Prävention als zentralem Ansatz.

Die Ergebnisse der Studie „LeSuBiA“ zu Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag zeigen, dass Gewalt gegen Frauen und Mädchen in Deutschland weiterhin ein massiv unterschätztes gesellschaftliches Problem ist. Weniger als fünf Prozent der Fälle partnerschaftlicher Gewalt werden angezeigt.

Kluft zwischen erlebter Gewalt und öffentlicher Wahrnehmung

„Die Studie macht deutlich, wie groß die Kluft zwischen erlebter Gewalt und öffentlicher Wahrnehmung ist. Wenn Gewalt überwiegend im Dunkelfeld bleibt, greifen Schutzmaßnahmen oft zu spät – mit erheblichen Folgen für Sicherheit, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Vertrauen in staatliche Schutzstrukturen. Das ist ein Warnsignal für unsere demokratische Gesellschaft“, erklärt Antje Buch, Präsidentin der Union deutscher Zonta Clubs.

Gewaltschutz muss früher ansetzen

Für Zonta zeigt die Studie: Gewaltschutz muss früher ansetzen. Dafür braucht es eine abgestimmte Gesamtstrategie mit klarem Fokus auf Prävention. „Gewalt wirksam zu bekämpfen, bedeutet vor allem, sie gar nicht erst entstehen zu lassen. Dazu gehören frühzeitige Prävention, gesellschaftliche Sensibilisierung sowie konsequente Täterarbeit“, betont Susanne von Bassewitz, Advocacy-Beauftragte der Union deutscher Zonta Clubs. Diese Maßnahmen müssten systematisch in Bildung, Behörden, Justiz, Gesundheitswesen und Gesellschaft verankert werden.

Zonta tritt seit vielen Jahren gemeinsam mit Partnerorganisationen – unter anderem im Deutschen Frauenrat, in der Berliner Erklärung sowie mit der WirAlle-Initiative – für die konsequente Umsetzung der Istanbul-Konvention ein. Im Rahmen von Zonta Says No unterstützt Zonta bundesweit Präventionsprojekte, fördert Aufklärungsarbeit und stärkt Netzwerke zwischen Zivilgesellschaft, Politik und Institutionen, um Gewalt möglichst frühzeitig vorzubeugen.

Mit dem Gewalthilfegesetz wurde erstmals ein bundesweiter Anspruch auf Schutz und Beratung geschaffen – ein wichtiger Fortschritt, zu dem zivilgesellschaftliche Initiativen maßgeblich beigetragen haben. Aus Sicht von Zonta ist es nun dringend, die notwendigen Schutz-, Präventions- und Täterprogramme bundesweit finanziell abzusichern.

Gewalt gegen Frauen ist ein strukturelles Problem

Gewalt gegen Frauen betrifft alle gesellschaftlichen Gruppen und ist ein strukturelles Problem, das weit über Sicherheits- und Sozialfragen hinausreicht. Eine Studie des Europäischen Instituts für Gleichstellungsfragen (EIGE) schätzt die gesellschaftlichen Kosten geschlechtsbezogener Gewalt allein für Deutschland auf weit über 60 Milliarden Euro jährlich – etwa durch Gesundheitsfolgen, Arbeitsausfälle und langfristige soziale Belastungen.

„Geschlechtsbezogene Gewalt entsteht nicht im luftleeren Raum“, erklärt Susanne von Bassewitz. „Sie steht häufig in Zusammenhang mit strukturellen Ungleichheiten – etwa wirtschaftlicher Abhängigkeit.“ Nachhaltiger Gewaltschutz erfordert deshalb auch Fortschritte bei Gleichstellung sowie politischer und wirtschaftlicher Teilhabe.

Karin Lange Kommunikation
PR Management und Redaktion
Pressesprecherin der Union deutscher Zonta Clubs (Zonta International Germany)
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