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AOK Rheinland/Hamburg

Mehrheit im Rheinland fordert Klima-Label

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Pressemitteilung

Mehrheit im Rheinland fordert Klima-Label in der Lebensmittelkennzeichnung

AOK-Umfrage zu nachhaltiger Ernährung zeigt auch, dass weiterhin häufig Fleisch gegessen wird.

Düsseldorf, 6. Februar 2024

Nachhaltigkeit bei der Ernährung ist für die meisten Rheinländerinnen und Rheinländer durchaus relevant: Mehr als zwei Drittel (71 Prozent) der Befragten finden es wichtig, bei ihrer Ernährung auf den Klimaschutz zu achten. 73 Prozent würden sich gerne nachhaltiger ernähren. Doch fehlt es den meisten an einer deutlichen Kennzeichnung für klimafreundliche Lebensmittel. Dies zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der AOK Rheinland/Hamburg zum Thema klimaschonende Ernährung. Die Umfrage ergab auch, dass im Rheinland weiterhin häufig Fleisch auf dem Teller landet.

Das Interesse an Informationen auf Lebensmitteln zu Klimafreundlichkeit und Nährwerten ist sehr groß. Die überwiegende Mehrheit der Befragten (80 Prozent) im Rheinland findet, dass sich die Politik für eine verpflichtende und verständliche Lebensmittelkennzeichnung zum Klimaschutz einsetzen sollte. Um gute Kaufentscheidungen treffen zu können, fehlt mehr als jedem Zweiten (59 Prozent) eine aussagekräftige Kennzeichnung von klimafreundlichen Lebensmitteln. Zwei von drei Befragten (69 Prozent) sind Kennzeichnungen für klimafreundliche Lebensmittel sogar unbekannt.

Sabine Deutscher, Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg, sieht hier klaren Handlungsbedarf: „Die Umfrage zeigt, dass sich die meisten Menschen im Rheinland der Problematik bewusst sind und sich mehr Informationen durch eine bessere Kennzeichnung von Lebensmitteln wünschen. Dieses Bedürfnis sollten wir ernst nehmen und ein verbindliches, verständliches Klima-Label einführen. Das ist ein wichtiger Baustein, um die Ernährungskompetenz in der Bevölkerung zu stärken.“ Auch in der Politik ist dieses Thema angekommen: Die Bundesregierung hat es in den Eckpunkten ihres Strategiepapiers für eine gesunde und nachhaltige Ernährung berücksichtigt, allerdings ohne eine klare Vorstellung zu formulieren.

Bei ihrem Wissen zu einer nachhaltigeren Ernährung gibt es in der rheinischen Bevölkerung noch Luft nach oben: Den Begriff „klimaschonende Ernährung“ hat zwar die Mehrheit von 76 Prozent schon gehört, doch fast jede und jeder Dritte (33 Prozent) weiß nicht genau, was damit gemeint ist. Fast ein Viertel (23 Prozent) hat diesen Begriff noch nie gehört. Auch welche Maßnahme bei der Ernährung den größten positiven Nutzen für das Klima erzielen kann, schätzt die Mehrheit der Befragten (69 Prozent) im Rheinland nicht richtig ein. Dass sich ein reduzierter Konsum tierischer Produkte am stärksten positiv auf das Klima auswirkt, wissen nur 30 Prozent der Rheinländerinnen und Rheinländer. Ebenso sind nicht alle Menschen richtig zu einzelnen Bestandteilen einer klimaschonenden Ernährung informiert: Zum Beispiel wissen 36 Prozent nicht, dass Milchalternativen wie beispielsweise Hafermilch klimafreundlicher sind als Kuhmilch.

Für zwei von drei Befragten kommt die Reduktion ihres Fleischkonsums infrage

Trotz der Relevanz von Nachhaltigkeit in der Ernährung hapert es noch an einem dazu passenden Verhalten: Obwohl vegetarische und vegane Gerichte fast zwei Drittel (64 Prozent) der Menschen im Rheinland gut schmecken, kommen Fleischprodukte bei 35 Prozent mindestens vier bis fünf Mal pro Woche und bei jedem Dritten (33 Prozent) zwei bis drei Mal pro Woche auf die Teller. Erfreulich: Den Fleischkonsum zu reduzieren, kommt für 69 Prozent der fleischessenden Befragten im Rheinland in Betracht. Für fast jede und jeden Vierten (24 Prozent) im Rheinland ist das keine Option. Als Grund wird am häufigsten (82 Prozent) genannt, dass Fleisch gut schmeckt.

Ernährungsmythen rund ums Fleisch halten sich hartnäckig

Rund um den Konsum von Fleisch existieren viele Mythen. Fast jeder dritte Rheinländer und jede dritte Rheinländerin (35 Prozent) glaubt, dass Menschen, die viel Fleisch essen, mehr wichtige Nährstoffe und Mineralien aufnehmen als Personen, die darauf verzichten. Und weiter glaubt fast jeder und jede Vierte (22 Prozent), dass nur tierische Produkte den Körper mit ausreichend Eiweiß versorgen können. Dabei ist das auch durch pflanzliche Nahrungsmittel möglich – schon 35 Prozent der Menschen im Rheinland nehmen vermehrt Bohnen, Linsen oder Erbsen zu sich, um den Körper mit Eiweiß zu versorgen.

Um das Wissen zu vertiefen, bietet die AOK Rheinland/Hamburg Hilfestellungen und Inspirationen unter dem Motto „Ernährung 2.0“, wie eine gesunde und klimaschonende Ernährung unabhängig von der Größe des Geldbeutels möglich ist. Das Angebot der AOK beinhaltet drei Videos zum Thema „Iss gesünder“ sowie Newsletter- und Gesundheitsmagazin-Artikel.

Bevölkerung wünscht sich steuerliche Anreize

Zu möglichen steuerlichen Anreizen liefert die AOK-Umfrage ebenfalls Ergebnisse: Um den Verzehr von klimafreundlicher Ernährung zu fördern, sollten nach Meinung der Rheinländerinnen und Rheinländer auch steuerliche Anreize geschaffen werden. 80 Prozent der von Forsa befragten Personen finden, dass die Politik gesunde Lebensmittel niedriger besteuern sollte. Für eine höhere Besteuerung von klimaschädlichen Nahrungsmitteln spricht sich mehr als die Hälfte (63 Prozent) aus.

Hinweis für die Redaktionen:

Kürzlich hat die AOK-Gemeinschaft eine Kampagne zur klimafreundlichen Ernährung gestartet: Bis März werden in Print- und Online-Formaten sowie auf Social-Media-Kanälen zahlreiche Inhalte hierzu veröffentlicht. Das übergeordnete Motto: „So einfach ist nachhaltiges Kochen“. Inspiriert von der Planetary Health Diet, die empfiehlt, auf eine pflanzliche Ernährung zu setzen. Unter www.aok.de/pk/klimafreundliche-ernaehrung sind dazu zahlreiche Artikel, einige Infografiken und ein Quiz zu finden. Zudem gibt es auf dem Youtube-Kanal @AOKDerGesundheitskanal sowie auf den Instagram-Kanälen @aok_bodycheck und @aok_wahnsinn_familie viele thematisch passende Kochvideos.

Antje Kusalik
Pressesprecherin
AOK Rheinland/Hamburg - Die Gesundheitskasse
Pressestelle
Stabsbereich Kommunikation
Pappelallee 22-26
22089 Hamburg 
Telefon: 040 2023 28218
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