Alle Storys
Folgen
Keine Story von Kerntechnik Deutschland e.V. mehr verpassen.

Kerntechnik Deutschland e.V.

Kernkraftwerke garantieren Versorgungssicherheit

Berlin (ots)

Die deutschen Kernkraftwerke haben immer wieder,
zuletzt während der außergewöhnlichen Hitzeperiode im Sommer 2003,
entscheidend zur Sicherung der Stromversorgung beigetragen. Im
Gegensatz zu Energieträgern wie Wind und Laufwasser, deren
Verfügbarkeit in lang andauernden wind- und regenarmen
Hochdruckwetterlagen stark eingeschränkt ist, produzierten die im
Betrieb befindlichen Reaktoren im August diesen Jahres insgesamt
13,16 Mrd. Kilowattstunden (kWh). Damit übertrafen sie die
Stromproduktion aus dem August des vergangenen Jahres (11,94 Mrd.
kWh) um etwa 10 Prozent. Die Kernenergie deckt gegenwärtig knapp die
Hälfte der Grundlaststromversorgung der Bundesrepublik. Weitere 44
Prozent werden durch Braunkohle erzeugt.
Diese Bilanz führt die Aussage des Bundesumweltministers
anlässlich des Atomrechtssymposiums in Köln, Atomkraft gefährde die
Versorgungssicherheit, ad absurdum. Vielmehr hat die Entwicklung der
vergangenen Monate einmal mehr deutlich gemacht, dass ideologisch
motivierte Ausstiegsszenarien eine nachhaltige Energieversorgung, die
Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit
gleichermaßen berücksichtigen muss, unmöglich machen. Notwendig ist
ein ausgewogener Energiemix, zu dem alle Energieträger ihren Beitrag
leisten müssen.
Die Frage der Endlagerung radioaktiver Reststoffe ist in der
Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den
Energieversorgungsunternehmen vom 11. Juni 2001 geregelt. Zu Gorleben
wurde vereinbart, dass die Erkundungsarbeiten - unbeschadet der auch
von der Bundesregierung bestätigten Eignungshöffigkeit - zur Klärung
konzeptioneller Fragen für mindestens drei und maximal zehn Jahre (ab
Oktober 2000) unterbrochen werden. Zu Konrad wurde vereinbart, eine
gerichtliche Überprüfung des Planfeststellungsbeschlusses durch die
Rücknahme des Antrags auf Sofortvollzug zu ermöglichen. Die Erkundung
weiterer Standorte bzw. die generelle Neuentwicklung eines Verfahrens
zur Suche von alternativen Standorten stehen damit nicht im Einklang.
Vor diesem Hintergrund hält das Deutsche Atomforum (DAtF) eine
Kostenbeteiligung der Energieversorgungsunternehmen an zusätzlichen
Standorterkundungen für sachwidrig und ungerechtfertigt.
Der Vorschlag des BMU zur Konzentration der Atomaufsicht beim Bund
ist nicht zielführend. Ein solches Vorgehen führt nach Auffassung des
DAtF dazu, dass der notwendige Sachverstand auf Länderebene
ausgehöhlt wird und verloren geht. Sowohl im Hinblick auf den Betrieb
der Anlagen als auch für deren spätere Stilllegung sind dezidierte
Kenntnisse der jeweiligen Anlage und damit lokales Know-how
erforderlich. Derartige verfassungsrechtliche Überlegungen bedürfen
darüber hinaus einer Grundgesetzänderung. Wir gehen nicht davon aus,
dass die hierfür erforderlichen Mehrheiten sowie die
Bundesratszustimmung gewonnen werden können.

Pressekontakt:

Christian Wilson
Tel.: 030 498555-21
christian.wilson@datf.de
www.kernenergie.de

Original-Content von: Kerntechnik Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Kerntechnik Deutschland e.V.
Weitere Storys: Kerntechnik Deutschland e.V.
  • 30.09.2003 – 08:38

    Drei Jahre Moratorium Gorleben: Die Uhr tickt

    Berlin (ots) - Die ersten drei Jahre des über die Salzstockerkundung in Gorleben verhängten Moratoriums sind verstrichen, ohne dass Deutschland auf dem Weg zur Realisierung eines Endlagers für hochaktive Reststoffe auch nur einen Schritt voran gekommen ist. Im Gegenteil: Durch die Zwangspause in der Endlagersuche droht das umfangreiche Know-how in diesem Forschungsbereich Stück für Stück wegzubrechen. Am 1. ...

  • 20.05.2003 – 09:34

    Internationaler Kernenergie-Kongress im Zeichen der Akzeptanz

    Berlin (ots) - Unter dem Motto "Akzeptanz - Schlüssel zum Erfolg" hat heute in Berlin die diesjährige Jahrestagung Kerntechnik des Deutschen Atomforums und der Kerntechnischen Gesellschaft begonnen. Zu diesem Fachkongress, der international zu den größten auf seinem Gebiet zählt, werden rund 1.000 Teilnehmer aus aller Welt erwartet. Im Mittelpunkt des ...

  • 18.05.2003 – 16:31

    Deutsches Atomforum: Schweiz folgt nicht deutschem Sonderweg

    Berlin (ots) - Die Schweizer Bürgerinnen und Bürger haben den beiden Kernenergie-Ausstiegsinitiativen "Strom ohne Atom" und "MoratoriumPlus" eine klare Absage erteilt. Damit hat die Bevölkerung den von einer Minderheit geforderten Ausstieg aus der Kernenergienutzung abgelehnt. Das Deutsche Atomforum e. V. (DAtF) betrachtet das Abstimmungsergebnis als Votum für eine vernünftige Energiepolitik. Die schweizerische ...