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Initiative Faktor Lebensqualität

Gesundheitsgefahr durch Einsparungen bei Hilfsmittel-Versorgung

Gesundheitsgefahr durch Einsparungen bei Hilfsmittel-Versorgung

Die Initiative „Faktor Lebensqualität“ lehnt die Änderungsvorschläge im GKV-Beitragssatz-Stabilisierungsgesetz der Bundesregierung zur Hilfsmittelversorgung entschieden ab. Für Menschen mit Inkontinenz oder einem Stoma drohen Einschränkungen der Lebensqualität und Gesundheitsgefahren, sollte der Entwurf nicht geändert werden.

Berlin | 19.05.2025 | Die Initiative „Faktor Lebensqualität“ warnt vor Gesundheitsgefahren für Menschen mit Inkontinenz oder einem Stoma durch die geplanten Änderungen im GKV-Beitragssatz-Stabilisierungsgesetz. „Menschen mit einem Stoma oder Inkontinenz sind auf eine individuelle und passgenaue Versorgung mit Hilfsmitteln angewiesen. Die von der Bundesregierung vorgesehene Ausweitung von Festbeträgen in diesem Bereich würde das Leben und Arbeiten der Betroffenen stark einschränken und im schlimmsten Fall deren Gesundheit gefährden“, sagt Christian Lierse von der Initiative „Faktor Lebensqualität“.

Petition „Kein Sparen auf Kosten unserer Lebensqualität!“ gestartet

Die Initiative „Faktor Lebensqualität“ unterstützt daher die Petition „Kein Sparen auf Kosten unserer Lebensqualität!“ der Selbsthilfe Stoma-Welt e.V. und Inkontinenz Selbsthilfe e.V. Die Betroffenen-Verbände haben die Petition auf der Plattform innn.it (https://innn.it/hilfsmittel) gestartet. Sie wird außerdem von den Betroffenen und Aktivist:innen Jana Sophie Gottert, Paolo Häckl, Raul Krauthausen, Jo Maxim sowie der Fachgesellschaft Stoma, Kontinenz, Wunde e.V. (FgSKW) unterstützt.

Festbeträge führen zu unpassender Standardversorgung

Die Betroffenen-Initiativen weisen in ihrer Petition darauf hin, dass Festbeträge regelmäßig zur Auswahl des günstigsten Preises für eine Hilfsmittelversorgung führen. Damit werde der Preis vor die Versorgungsqualität der Menschen mit einem Stoma (künstlicher Darm- oder Blasenausgang), mit Inkontinenz und von Nutzer:innen von Kathetern/Selbstkatheterismus (ISK) gestellt. Die daraus resultierende Standardversorgung werde der notwendigen, individuellen Versorgung nicht gerecht. „Die individuelle Hilfsmittelversorgung ist kein Luxus, sondern ermöglicht Menschen mit Stoma, Inkontinenz und Entleerungsstörungen überhaupt erst ein selbstbestimmtes Leben und die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben“, so Lierse.

Erhebliche Auswirkungen auf den Alltag

Eine Standardversorgung durch die Krankenkassen entspricht nach Angaben der Betroffenen-Initiativen meistens nicht dem Bedarf in der individuellen Krankheitssituation. So könnten Hilfsmittel wie ein Stomabeutel oder ein Katheter für unterschiedliche Personen auch unterschiedlich geeignet sein – und damit entweder zuverlässig oder zu Entzündungen oder Infektionen führend. „Eine solche Standardversorgung durch Festbeträge zwingt Betroffene entweder dazu, eine schlechtere Qualität mit Gesundheitsgefahren hinzunehmen oder aber höhere Preise aus der eigenen Tasche zu bezahlen. Das ist politisch nicht hinnehmbar“, sagt Christian Lierse von der Initiative „Faktor Lebensqualität“.

Unterstützer:innen der Petition

Initiatoren der Petition

  • Die Inkontinenz-Selbsthilfe e.V. ist ein ehrenamtlich tätiger, gemeinnütziger Verein, der seit über 20 Jahren authentische Selbsthilfe von Betroffenen für Betroffene bei Inkontinenz und Entleerungsstörungen leistet.
  • Die Selbsthilfe Stoma-Welt e.V. ist eine bundesweite, gemeinnützige Selbsthilfeorganisation, die sich seit 2010 für die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit einem künstlichen Darmausgang (Enterostoma) oder einer künstlichen Harnableitung (Urostoma) einsetzt.

Kontakt

Kampagnenbüro Initiative Faktor Lebensqualität

c/o Fischoeder Beratung
Kadettenweg 6
12205 Berlin
Telefon:  +49 30 28044697
E-Mail:  lebensqualitaet@fischoeder-beratung.de
 http://www.faktor-lebensqualitaet.de
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