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Alzey baut Energieunabhängigkeit aus

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Alzey setzt auf eigene Stromerzeugung - und hat in den vergangenen zwei Jahren bereits acht Photovoltaikanlagen mit rund 450 kWp Gesamtleistung installiert und zusätzlich vier Stromspeicher mit etwa 81 kWh Kapazität integriert

Steigende Energiepreise und unsichere Märkte machen auch vor Kommunen nicht halt. Die Stadt Alzey setzt deshalb auf nachhaltige, lokale Lösungen und macht einen großen Schritt in Richtung Energieunabhängigkeit: In den letzten zwei Jahren wurden in der 20.000-Einwohner-Stadt insgesamt acht Photovoltaikanlagen mit rund 450 kWp Gesamtleistung installiert, und zusätzlich vier Stromspeicher mit etwa 81 kWh Kapazität integriert – ein weiterer Speicher mit ca. 39 kWh folgt noch.

Die Anlagen verteilen sich auf städtische Gebäude wie die Stadtverwaltung, mehrere Kindertagesstätten, die Feuerwache, das Freibad, den Bauhof sowie die Grundschule im Stadtteil Weinheim. Durch die Kombination von Photovoltaik und Stromspeicher kann die Stadt einen größeren Teil des selbst erzeugten Stroms direkt nutzen – ein wichtiger Beitrag zu Klimaschutz und Energieeffizienz. „Wir konnten dank sehr guter Angebote sogar mehr PV-Anlagen installieren als ursprünglich geplant: Statt 350 kWp sind es nun 450 kWp“, berichtet Klimaschutzmanager Marcel Klotz. Die Projekte wurden durch die Verwaltung selbst geplant, ausgeschrieben und nun betreut. Die Investitionen von rund 550.000 Euro wurden überwiegend aus Mitteln des KIPKI-Förderprogramms des Landes finanziert.

Strombilanzkreis für höhere Eigennutzung

Besonders innovativ: der Strombilanzkreis. Überschüssiger Strom wird so innerhalb kommunaler Liegenschaften verteilt – auch an Gebäude ohne eigene PV-Anlage. Grundlage hierfür ist eine intelligente Steuerung, die auf einer viertelstündlichen Messung von Stromerzeugung und -verbrauch basiert. Das trägt dazu bei, den Eigenverbrauch deutlich zu erhöhen. Aktuell erzeugen die Photovoltaikanlagen jährlich rund 220.000 kWh Stromüberschuss, der zum Teil in den kommunalen Liegenschaften und zusätzlich in zwei Kindertagesstätten in Trägerschaft der evangelischen Kirche genutzt wird. „Mit den PV-Anlagen, Speichern und Strombilanzkreis kommen wir auf einen Eigenverbrauch von rund 50 Prozent“, schätzt Klotz. Damit lassen sich jährlich Energiekosten in Höhe von rund 60.000 Euro einsparen und gleichzeitig reduziert die Stadt ihre Abhängigkeit von fossilen Energieimporten und schwankenden Energiepreisen.

Mit diesem ganzheitlichen Ansatz unterstreicht Alzey seine Vorreiterrolle bei der kommunalen Energiewende und zeigt, dass Klimaschutz und wirtschaftliche Entlastung Hand in Hand gehen können.

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Ansprechpartnerin:
Sabine Werle / Pressereferentin
Tel.: 0631 - 34371-173 
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