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Zur Sommerreise-Saison: Menschen in Deutschland unterschätzen Kosten für medizinische Behandlung im Ausland um das Siebenfache

Zur Sommerreise-Saison: Menschen in Deutschland unterschätzen Kosten für medizinische Behandlung im Ausland um das Siebenfache
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Hamburg (ots)

  • Gleichzeitig ist Urlaub als Erholung vom stressigen Alltag für die meisten wichtiger denn je (56 Prozent).
  • Bewusste Vorfreude: Mehr als jeder Dritte möchte sich die Reiselust durch Risiken und Sorgen nicht verderben lassen.
  • Rund vier von zehn Befragten vertrauen darauf, dass ihnen im Urlaub "schon nichts passieren wird".

Reisen hat für die Menschen in Deutschland einen ungebrochen hohen Stellenwert. Die Mehrheit möchte sich im Urlaub etwas gönnen, auch wenn alles teurer wird (57 Prozent). Was die eigene Absicherung anbelangt, starten jedoch viele Reisende mit einem trügerischen Gefühl von Sicherheit in den Urlaub - und unterschätzen massiv die finanziellen Folgen, die entstehen können, wenn sie im Urlaub medizinische Unterstützung benötigen. Das zeigt die aktuelle Reisestudie "Hand in Hand on Tour"*, eine repräsentative YouGov-Erhebung im Auftrag der HanseMerkur.

Wer verreist, tut das in der Hoffnung, einige unbeschwerte Tage zu verbringen. Die Menschen hierzulande legen dabei in puncto persönlicher Risikoeinschätzung einen bemerkenswerten Optimismus an den Tag: 43 Prozent der Befragten vertrauen darauf, dass ihnen im Urlaub "schon nichts passieren wird". Am stärksten zeigt sich diese Zuversicht bei den 18- bis 24-Jährigen: Fast sechs von zehn aus dieser Altersgruppe (59 Prozent) teilen diese Haltung. Auffällig ist jedoch, dass selbst unter denjenigen, die im Urlaub kaum Risiken erwarten, 39 Prozent Reisen heute als unsicherer empfinden als früher. Als Gründe nennen diese Befragten vor allem geopolitische Konflikte und eine angespannte Sicherheitslage, die bei knapp zwei Dritteln (64 Prozent) die Vorfreude auf Reisen mindern. Dennoch haben mehr als drei Viertel der Menschen hierzulande für 2026 mindestens eine Reise geplant oder schon durchgeführt. In der Gesamtbevölkerung möchte sich mehr als jeder Dritte (34 Prozent) die Reiselust durch Risiken und Sorgen nicht verderben lassen.

Insgesamt hat Reisen für die Menschen in Deutschland nach wie vor einen hohen Stellenwert - für mehr als die Hälfte (56 Prozent) ist Urlaub als Erholung vom stressigen Alltag wichtiger denn je. Gerade Jüngere sparen für Urlaub eher im Alltag und messen Reisen trotz steigender Kosten eine höhere Bedeutung zu als Ältere.

Kosten für medizinische Hilfe im Ausland dramatisch unterschätzt

Bei den medizinischen Kosten für alltägliche Erkrankungen im Ausland zeigt sich jedoch, wie weit Vorstellungen und Realität auseinanderliegen: Die Behandlung einer Atemwegserkrankung, beispielsweise in Ägypten, wird im Schnitt auf 200 Euro (Median) geschätzt, während die durchschnittlichen Kosten mehr als das Siebenfache der angenommenen Summe betragen können. Auch bei den Kosten für einen medizinischen Rücktransport per Ambulanzflug von Spanien nach Deutschland gehen viele von deutlich geringeren Beträgen aus: Vier von zehn Befragten (42 Prozent) schätzen die Kosten auf unter 5.000 Euro. Tatsächlich liegen diese im Schnitt fast fünfmal so hoch.

"Die Ergebnisse zeigen: Die Menschen in Deutschland sehnen sich nach unbeschwerten Urlaubsmomenten, Reisen steht weiterhin hoch im Kurs", erklärt Katrin Rieger, Bereichsdirektorin Reisevertrieb Deutschland der HanseMerkur. Bei manch einem rückt dabei die persönliche Risikoabsicherung in den Hintergrund. "Vielen Reisenden ist nicht bewusst, welche Summen im Ausland selbst bei vermeintlich harmlosen Erkrankungen entstehen können. Deshalb kann ich nur jede und jeden ermutigen, sich frühzeitig mit der eigenen Absicherung auseinanderzusetzen. Wir als Reiseversicherungsbranche geben Reisenden weltweit verlässlichen Schutz und entlasten im Notfall finanziell sowie organisatorisch."

Deutliche Wissenslücken beim Thema Absicherung

Nur jeder Dritte (33 Prozent) weiß, dass auch für Reisen innerhalb Europas eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung notwendig ist, um ausreichend abgesichert zu sein. In Bezug auf medizinische Rücktransporte herrscht ebenfalls große Unsicherheit: 21 Prozent glauben fälschlicherweise, die gesetzliche Krankenversicherung übernehme im Notfall die Kosten für einen Rücktransport nach Deutschland, weitere 41 Prozent hatten schlichtweg keine Vorstellung. Auch geht etwa jeder Vierte (26 Prozent) davon aus, ein medizinischer Rücktransport nach Deutschland sei in Reiseversicherungen immer abgedeckt. Tatsächlich gehört diese Leistung in vielen Tarifen zum Standard - die konkreten Bedingungen können sich jedoch unterscheiden, etwa bei der Frage, ob ein Rücktransport nur bei medizinischer Notwendigkeit übernommen wird oder auch dann, wenn er medizinisch sinnvoll ist. Umso wichtiger ist es, die eigenen Versicherungsleistungen zu kennen: 31 Prozent der Befragten fühlen sich gut abgesichert, auch wenn sie nicht genau wissen, welche Leistungen ihre Versicherung tatsächlich umfasst.

Wie sich Reisende im Krankheitsfall oder bei einem Notfall im Ausland richtig verhalten und worauf es ankommt, zeigt der Beitrag "Krankheit, Verletzung oder Notfall im Urlaub - was tun? Die wichtigsten Schritte im Überblick".

* Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2.018 Personen zwischen dem 29.05. und 01.06.2026 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. Die aktuelle HanseMerkur Reisestudie "Hand in Hand on Tour" knüpft an bereits zwei erfolgte Ausgaben der Studie in den Jahren 2022 und 2023 an.

Pressekontakt:

HanseMerkur Krankenversicherung AG
Leitung Unternehmenskommunikation
Birte Ayhan-Lange
Tel.: 040 4119-1357
E-Mail: presse@hansemerkur.de

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