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BdSt NRW mahnt: Druck auf Grundsteuer-Hebesätze verringern

BdSt NRW mahnt: Druck auf Grundsteuer-Hebesätze verringern
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Der Bund der Steuerzahler NRW sieht in den aktuellen Zahlen von IT.NRW zur Grundsteuer B zwei deutliche Signale: Die Kommunen in Nordrhein-Westfalen haben sich 2025 mit Beginn der Grundsteuer-Reform im Grundsatz an die Aufkommensneutralität gehalten – und im Gesamtaufkommen sogar weniger eingenommen als 2024. Das erste halbe Jahr 2026 zeigt aber, dass diese Nachricht längst überholt ist. Dies zeigte die Trenderhebung des BdSt NRW vom Februar dieses Jahres.

Grundsteuer 2025: Zahlen der NRW-Kommunen zeigen zwei Seiten einer Medaille

Nur vernünftige Aufgabenverteilung und angemessene Finanzausstattung der Kommunen wird Bürger dauerhaft entlasten

„Die Kommunen haben im Schnitt auf Geld verzichtet, die versprochene Aufkommensneutralität wurde zunächst gehalten, allerdings hatten bereits 2024 – also im Jahr vor der Grundsteuerreform – viele Kommunen die Steuer auf Vorrat erhöht", sagt Rik Steinheuer, Vorsitzender des BdSt NRW. „Gleichwohl: Es gibt dennoch zum Teil erhebliche Erhöhungen und viele Kommunen werden im laufenden Jahr mehr als nur nachsteuern.“

Monheim am Rhein beispielsweise erhöhte die Grundsteuer massiv und verdreifachte nahezu deren Aufkommen von rund 5,3 Millionen Euro 2024 auf rund 15,1 Millionen Euro 2025. Auch die Stadt Attendorn erhöhte das Aufkommen mit über 1,1 Millionen Euro um 36%, gefolgt von Erkelenz mit 31%. Anders zum Beispiel Leverkusen und Mülheim an der Ruhr. Diese Städte verzichteten im Jahr 2025 auf über 12,5 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. In der Summe nahmen die NRW-Kommunen 4,4% weniger ein als im Jahr vor der Reform. "Trotzdem ist und bleibt Nordrhein-Westfalen ein Hochsteuerland, was sich dieses Jahr leider noch verschärfen wird", so Steinheuer.

„Die kommunale Finanzlage ist weiterhin sehr schwierig“, erklärt Steinheuer. „Wenn die Städte und Gemeinden ihre Haushalte nicht dauerhaft stabilisieren, wird der Druck auf weitere Hebesatzerhöhungen wachsen. Eine immer höhere Grundsteuer B darf aber nicht zur Dauerlösung für strukturelle Finanzprobleme werden.“

Der Bund der Steuerzahler NRW fordert Bund und Land auf, endlich für eine sinnvolle Aufgabenverteilung und eine angemessene Finanzausstattung der Kommunen zu sorgen. Die Kommunen ihrerseits sind gefordert, Einsparpotenziale konsequent zu nutzen und Steuererhöhungen möglichst zu vermeiden. Die Belastungen der Bürgerinnen und Bürger sind ohnehin bereits viel zu hoch.

Düsseldorf, den 8. Mai 2026

Über den Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (BdSt NRW):
Der BdSt NRW ist seit 1949 die unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung der Steuerzahler in Nordrhein-Westfalen. Der Landesverband mit Sitz in Düsseldorf setzt sich dafür ein, die Steuer- und Abgabenlast auf ein faires Maß zu senken, Steuergeldverschwendung zu stoppen, Staatsverschuldung abzubauen und Bürokratie zu reduzieren. Finanziert durch Mitgliedsbeiträge und Spenden, engagiert sich der BdSt NRW aktiv für eine verantwortungsvolle Finanzpolitik im Sinne der Bürger und Unternehmen. Mehr Informationen:  steuerzahler.de/nrw.
Kontakt:
Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen e.V.
Pressestelle
Bärbel Hildebrand
Tel. 0211 99175-26, Fax: -50              
E-Mail:  hildebrand@steuerzahler-nrw.de
Sie finden die BdSt-Presseinformationen auch auf unserer Internetseite  www.steuerzahler.de/nrw und  www.facebook.com/steuerzahlernrw
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