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Universität Kassel

Perspektive für Innenstädte: Wohnen und arbeiten im ehemaligen Ladenlokal

Perspektive für Innenstädte: Wohnen und arbeiten im ehemaligen Ladenlokal
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Perspektive für Innenstädte: Wohnen und arbeiten im ehemaligen Ladenlokal

Wie können leerstehende Geschäfte wieder mit Leben gefüllt werden? Eine Antwort gibt ein Projekt der Universität Kassel mit der Stadt Kassel: Mit dem Reallabor WOHN:LOKAL und der Plattform LeAn-Match entstehen neue Ideen, um freie Ladenlokale in der Innenstadt in Orte zum Wohnen, Arbeiten und für kreative Projekte zu verwandeln – und so die Kasseler Innenstadt für alle attraktiver zu machen. Ein Projekt mit Beispielcharakter.

In einem leer stehenden Ladenlokal in der Kasseler Treppenstraße wird ab Mai ausprobiert, wie sich Geschäftsgebäude neu nutzen lassen: Studierende der Universität Kassel testen dort gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt über mehrere Wochen, wie Wohnen und Arbeiten auf solchen Flächen funktionieren kann. „Mit Projekten wie diesem wollen wir zeigen, wie aus ungenutzten Flächen wieder lebendige Orte zum Wohnen, Arbeiten und kreativen Austausch entstehen können. Gerade für unsere Innenstadt eröffnet das neue Perspektiven – flexibel, praxisnah und gemeinsam mit engagierten Akteurinnen und Akteuren vor Ort. So schaffen wir Lösungen, die unsere Stadt langfristig stärken und vielfältiger machen werden“, ist sich Oberbürgermeister Dr. Sven Schoeller sicher.

Das Fachgebiet „Entwerfen im städtebaulichen Kontext“ am Fachbereich Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung der Universität Kassel unter der Leitung von Prof. Dr. Verena Brehm führt das Reallabor WOHN:LOKAL durch. Es bildet den Auftakt zu einer Forschungsreihe, die sich mit neuen – auch temporären – Nutzungsformen innerstädtischer Räume befasst, insbesondere mit dem Potenzial des Wohnens in ehemaligen Ladenlokalen.

In Workshops und einer Bauwoche für die Studierenden entstehen verschiedene Ideen, die direkt vor Ort umgesetzt und erprobt werden. Dabei bleibt es nicht bei Konzepten: Die Studierenden leben und arbeiten zeitweise selbst in den umgestalteten Räumen und prüfen, was im Alltag wirklich funktioniert. Im Fokus steht, wie sich die oft schwierigen Grundrisse – tief geschnitten und meist nur einseitig belichtet – mit flexiblen, rückbaubaren und kostengünstigen Lösungen anpassen lassen, ohne in die Bausubstanz oder Gebäudetechnik eingreifen zu müssen.

Plattform gegen Leerstand

Ein wichtiges Werkzeug, um leerstehende Räume wieder zu nutzen, ist die städtische Plattform LeAn-Match: Sie bringt Eigentümerinnen und Eigentümer freier Ladenlokale mit Menschen zusammen, die Flächen für Projekte, Geschäfte oder kulturelle Ideen suchen und erleichtert so neue Nutzungen in der Innenstadt. „Viele Flächen stehen nicht leer, weil es an Ideen fehlt, sondern weil Angebot und Nachfrage nicht zusammenfinden. LeAn-Match setzt genau hier an: Die Plattform vereinfacht die Vermittlung und macht auch innovative Zwischennutzungen deutlich schneller und unkomplizierter möglich“, erklärt die für das Baudezernat zuständige Stadtklimarätin Simone Fedderke.

Neben klassischen gewerblichen Konzepten sind ausdrücklich auch kulturelle Initiativen, Kreative und Pop-up-Projekte eingeladen, ihre Gesuche auf der Plattform www.LeAn-Match.de zu registrieren. Die Nutzung der Plattform ist kostenfrei.

Jeder kann mithelfen

Für die praktische Umsetzung der Wohnmodule ist das Projekt auf Unterstützung angewiesen: Die Universität Kassel ruft dazu auf, Materialspenden wie Plattenwerkstoffe, Holzreste oder weitere geeignete Baumaterialien zur Verfügung zu stellen, die im Rahmen der Bauwoche verwendet werden können. Spenderinnen und Spender können sich für weitere Informationen und Terminierung der Übergabe direkt an brehm@uni-kassel.de wenden.

Die Stadt Kassel unterstützt das Projekt finanziell und nutzt die gewonnenen Erkenntnisse für das Innenentwicklungsmanagement. Ziel ist es, herauszufinden, für welche Zielgruppen das Wohnen in der Innenstadt attraktiv ist und welche räumlichen Voraussetzungen dafür erforderlich sind.

Kontakt:

Prof. Dr.-Ing Verena Brehm

Universität Kassel

Telefon: +49 561 804-7755

E-Mail: brehm[at]uni-kassel[dot]de

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Ihr Ansprechpartner in der Pressestelle der Universität Kassel:
Sebastian Mense
Universität Kassel
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Tel.: +49 561 804-1961
E-Mail:  presse@uni-kassel.de
 www.uni-kassel.de

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Die Universität Kassel hat rund 21.000 Studierende (Wintersemester). Sie versteht sich als eine Universität, an der Offenheit, Initiative, fächerübergreifendes und unkonventionelles Denken gewünscht und gefördert werden. Mehr als 300 Professuren sind in elf Fachbereichen (inkl. Kunsthochschule) organisiert. Zahlreiche neue Studiengänge entstehen derzeit, u.a. im Bereich der Nachhaltigen Transformationen.
 
Nachhaltigkeitsstudiengänge:  www.uni-kassel.de/go/unikassel360grad
Alle Studiengänge:  www.uni-kassel.de/go/studium
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