Überquellende Altkleidercontainer stören das Stadtbild
Gut erhaltene Klamotten gehören in die Second-Hand-Läden der Heilsarmee
Köln (ots)
Verstreute Kleidungsstücke und aufgerissene Säcke an überquellenden Altkleidercontainern prägen das Bild in vielen Städten. Eine EU-Richtlinie, die seit Januar gilt, hat die Lage verschärft: Alte Kleidung muss jetzt getrennt gesammelt werden. Für hochwertige Stücke gibt es eine sinnvolle Alternative zum Container: Wer Pullover, T-Shirts oder Schuhe weitergeben möchten, kann sich an die Second-Hand-Läden der Heilsarmee wenden.
In Deutschland gibt es immer mehr alte Kleidung. Gleichzeitig steckt die Altkleider-Branche in einer Krise. Viele Sammelstellen und Sortierbetriebe haben Probleme, weil die Kleidung oft kaputt, schmutzig oder von schlechter Qualität ist. Deshalb sind gut erhaltene Kleiderspenden besonders wichtig. In den Second-Hand-Läden der Heilsarmee wird die Kleidung an Menschen mit wenig Geld weitergegeben. Gleichzeitig unterstützt die Heilsarmee mit den Einnahmen soziale Projekte, zum Beispiel für wohnungslose oder bedürftige Menschen. Kleiderspenden helfen hier also doppelt: Sie schonen die Umwelt und unterstützen Menschen in Not.
"Wir nehmen gerne saubere und tragbare Kleidungsstücke, zum Beispiel Jacken, Hosen, Blusen, T-Shirts oder Schuhe", sagt Heike Oesterlen, die in Solingen einen Second-Hand-Laden der Heilsarmee leitet. Auch Handtücher oder Bettwäsche seien gern gesehen.
Kaputte, stark verschmutzte oder nasse Textilien nimmt sie nicht an. Sie gehören in den Restmüll. Heike Oesterlen appelliert, schon beim Einkauf der Kleidung auf die Qualität zu achten. "Fast Fashion ist billig, hält nicht lange und wird schnell weggeworfen", sagt sie. "Wer nicht so viel Geld für hochwertige Klamotten ausgeben kann, ist mit Second-Hand-Kleidung gut bedient."
Die Heilsarmee unterhält im Bundesgebiet mehr als ein Dutzend Second-Hand-Läden, in der überwiegend Ehrenamtler arbeiten. Die Heilsarmee ist eine evangelische Freikirche mit einem starken diakonischen Anspruch. Sie ist in 29 deutschen Städten präsent.
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