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Animal Rights Watch e.V.

1900 Mal getreten, geschleudert, gequält: Brandenburger Tierqual-Entenmast erneut angezeigt

Berlin (ots)

Der RBB berichtet heute mit aktuellem Videomaterial von Animal Rights Watch e.V. (ARIWA) über erneute Tierquälerei in einer brandenburger Entenmast. [1] Gezählt wurden über 1.900 Übergriffe: Enten wurden beim Verladen getreten, geworfen oder an einem Flügel hochgezerrt. Der Betrieb wurde bereits 2023 auffällig: ARIWA hatte damals schwerste Misshandlungen der dortigen Enten öffentlich gemacht. Zusätzlich handelt es sich um eine der wenigen Anlagen in Deutschland, in der Enten auf Gitterboden gehalten werden. [2] Trotz Strafanzeige wurde weder die Staatsanwaltschaft noch das Veterinäramt ausreichend tätig - der Betrieb wurde, wie sich jetzt zeigt, unverändert weitergeführt.

Das aktuelle Videomaterial versteckter Kameras dokumentiert wieder systematische Gewalt gegen die Enten: Über 1.400 Tritte, mehr als 300 Würfe durch die Luft, sowie rund 200 Fälle, in denen Tiere an einzelnen Flügeln hochgezerrt wurden. In mehreren Szenen wird zudem eine schwere Buchtwand mit voller Wucht gegen Entengruppen geschleudert; dabei wird mindestens eine Ente schwer verletzt. "Was hier zu sehen ist, ist keine Ausnahme, sondern systematische Misshandlung", sagt Anna Schubert, Agrarreferentin von Animal Rights Watch. "Diese Praktiken sind derart tierquälerisch, dass sie eindeutig gegen das Tierschutzgesetz verstoßen. Tiere werden wie leblose Gegenstände behandelt - getreten, geworfen und ihre Verletzungen wissentlich in Kauf genommen."

ARIWA erstattet aufgrund des neuen Materials erneut Strafanzeige gegen die Verantwortlichen und fordert die sofortige Schließung des Betriebs sowie den Entzug der Tierhaltegenehmigung für den Betreiber. "Es ist ein Skandal, dass exakt dieselben Misshandlungen zwei Jahre nach unserer ersten Anzeige immer noch stattfinden. Die Behörden haben weggeschaut - und die Tiere zahlen den Preis. Sowas erleben wir immer wieder. Dieser Betrieb darf nicht einen Tag länger wirtschaften," sagt Anna Schubert.

Weiter führt Anna Schubert aus: "Die Haltungsform ist an sich schon extrem tierquälerisch. Die Enten müssen mit ihren empfindlichen Füßen ausschließlich auf Metallgitterböden leben. In der gesamten Anlage gibt es keine Einstreu und keine andere weiche Unterlage, was bei vielen Tieren zu Schmerzen und deformierten Beinen und Füßen führt."

Geschlachtet werden die Enten bei Dithmarscher Geflügel in Brandenburg. Produkte wie die "Brandenburger Barbarieente" dieses Schlachtunternehmens sind unter anderem bei Kaufland zu finden.

Bilder und O-Töne:

  • Fotos: https://www.flickr.com/gp/animalrightswatch/68k9f3k014
  • Das aktuelle Filmmaterial, Interviews und weitere Informationen erhalten Sie jederzeit von unserer Agrarreferentin Anna Schubert - per E-Mail oder telefonisch.
  • Sie dürfen alle Foto- und Videoaufnahmen für Ihre Berichterstattung zu dieser Meldung mit dem Quellenhinweis "Animal Rights Watch e.V." kostenlos verwenden.

Quellen:

Über ARIWA:

Animal Rights Watch e.V. (ARIWA) deckt durch investigativen Journalismus die grausamen Zustände in der Tierwirtschaft auf. Mit bundesweit rund 25 Ortsgruppen setzt sich ARIWA für das Ende jeglicher Tierausbeutung ein. Durch regelmäßige TV- sowie Print- und Online-Veröffentlichungen macht die Tierrechtsorganisation das Leid und die Unterdrückung von landwirtschaftlich genutzten Tieren sichtbar und fordert durch Aufklärungsarbeit Tierrechte statt Reformen.

Pressekontakt:

Anna Schubert
Agrarreferentin, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 01577-6633353
E-Mail: presse@ariwa.org
Web: www.ariwa.org

Original-Content von: Animal Rights Watch e.V., übermittelt durch news aktuell

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