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Universität zu Köln

VolkswagenStiftung fördert Projekt zu zivilgesellschaftlichen Organisationen

VolkswagenStiftung fördert Projekt zu zivilgesellschaftlichen Organisationen

Multidisziplinäres, vergleichendes Forschungsprojekt von Professorin Angelika Nußberger zur Regulierung von zivilgesellschaftlichen Organisationen wird mit 1,4 Millionen Euro gefördert / Kooperation mit Partner*innen aus Wissenschaft und Gesellschaft

Das Kuratorium der VolkswagenStiftung hat in seiner Sitzung Ende Juni neue Projekte in der Förderinitiative „Transformationswissen über Demokratien im Wandel“ bewilligt. Darunter ist das Projekt “The ‚Good‘, the ‚Bad‘, and the (Un)democratic: Regulating Civil Society in Democracies under Change“ von Professorin Dr. Angelika Nußberger, Leiterin der Akademie für europäischen Menschenrechtsschutz der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln. Das Projekt wird mit rund 1,4 Millionen Euro über fünf Jahre gefördert. Daran beteiligt sind außerdem Professorin Dr. Gwendolyn Sasse am Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) in Berlin, Professorin Dr. Silvia von Steinsdorff an der Humboldt-Universität zu Berlin, sowohl zwei nicht-akademische Partnerorganisationen: Transparency International EU (Brüssel) und Democracy Reporting International (Berlin).

Das Forschungsprojekt geht davon aus, dass zivilgesellschaftliche Organisationen Demokratien stärken können, etwa, wenn sie Missstände aufdecken oder Bürgerbeteiligung fördern. Gleichzeitig können zivilgesellschaftliche Akteure die Demokratie schwächen, unter anderem dann, wenn sie selbst zu demokratischen Erosionsprozessen beitragen. Das Team untersucht deshalb, wie Staaten solche Organisationen regulieren und welche Folgen das für demokratische Entwicklungen hat. Gemeinsam mit Transparency International und Democracy Reporting International analysieren die Forschenden Gesetze und politische Maßnahmen in Deutschland, Georgien, dem Vereinigten Königreich und der Ukraine sowie auf EU‑Ebene, und führen Interviews durch. Sie entwickeln Kriterien, mit denen sich einschätzen lässt, wie und wann zivilgesellschaftliche Organisationen demokratische Prozesse beeinflussen können, ob und wann Regulierung notwendig sein kann, und wie diese aussehen sollte.

Frau Professorin Dr. Nußberger sagt: „Demokratien brauchen eine starke Zivilgesellschaft, die an politischen Prozessen teilnimmt und sie mitgestaltet. Allerdings besteht in Zeiten des Populismus auch die Gefahr, dass eine (fremd)gesteuerte Zivilgesellschaft demokratische Entscheidungsfindung unterminiert und delegitimiert. Die großzügige Finanzierung der VolkswagenStiftung für ein interdisziplinäres Forschungsprojekts ermöglicht es, zusammen mit zwei internationalen NGOs – Transparency International EU und Democracy Reporting International - an fünf Länderbeispielen über Modelle einer demokratieförderlichen Regulierung nachzudenken.“

Der Rektor der Universität zu Köln, Professor Dr. Joybrato Mukherjee erklärt: „Ich gratuliere Frau Professorin Nußberger zur erhaltenen Förderung. Damit wird ein wichtiges Signal für exzellente Forschung an der Schnittstelle von Menschenrechten, Demokratie und gesellschaftlichem Wandel gesetzt. Die Unterstützung würdigt zugleich die wissenschaftliche Bedeutung und Reichweite der Forschung an der Akademie für Europäischen Menschenrechtsschutz.“

In den von der VolkswagenStiftung geförderten Kooperationsprojekten forschen Wissenschaftler*innen mit Partner*innen aus der (Zivil-)Gesellschaft innerhalb einer klar begrenzbaren Fragestellung zu akuten Herausforderungen von Demokratie in Deutschland oder auf der EU-Ebene über einen Zeitraum von maximal fünf Jahren. Sie nehmen Herausforderungen für demokratische Transformationsprozesse fundiert und im Detail in den Blick. Das Ziel dieser tiefgehenden Analysen ist die Generierung von evidenzbasierten Forschungsergebnissen, die in konkrete Handlungsempfehlungen umgesetzt werden.

Inhaltlicher Kontakt:

Professorin Dr. DDr. Angelika Nußberger

Akademie für europäischen Menschenrechtsschutz

akademie-menschenrechtsschutz@uni-koeln.de

+49 221 470 5575

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470 2396
r.hahn@verw.uni-koeln.de
Chief Communications Officer:
Dr. Elisabeth Hoffmann
+49 221 470 2202
e.hoffmann@verw.uni-koeln.de 
V.i.S.d.P.: Dr. Elisabeth Hoffmann