Digitale Lehrmaterialien fördern Comicforschung
Digitale Lehrmaterialien fördern Comicforschung
Comicforschung.nrw stellt digitale Lehrmaterialien für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Comics zur Verfügung / Projekt unter Kölner Beteiligung wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.
Ab sofort steht Lehrenden und Studierenden in Nordrhein-Westfalen mit dem Projekt Comicforschung.nrw ein kostenfreies Angebot an digitalen Bildungsmaterialien zur Verfügung. Die offenen Lehr-Lern-Materialien wurden von Expertinnen und Experten aus den Geisteswissenschaften der Universitäten Köln, Bonn, Düsseldorf und Duisburg-Essen entwickelt. Sie bieten eine praxisnahe, aktuelle und flexible Wissensvermittlung zu Comics, Manga, Graphic Novels und weiteren Formen der sequenziellen Kunst. Dank der offenen Lizenzierung können die Inhalte von Lehrenden frei genutzt und angepasst werden.
Das Angebot besteht aus vier umfassenden Kursen zu den Themen Comicgeschichte, Comicanalyse, Comicforschung und Comicdidaktik. Alle Inhalte sind kostenfrei über das Landesportal für Studium und Lehre ORCA.nrw abrufbar und können individuell angepasst werden. „Unsere Kurse beinhalten interaktive Übungen, Videos, Podcasts, Schaubilder und mehr. Vieles davon wurde eigens für unser Projekt gestaltet“, erklärt die wissenschaftliche Koordinatorin des Projekts, Dr. Nina Eckhoff-Heindl von der Universität zu Köln.
Die Materialien eignen sich für alle geisteswissenschaftlichen Studiengänge. Auch angehende Lehrerinnen und Lehrer profitieren von den Inhalten. Der Kurs zur Comicdidaktik richtet sich speziell an die Deutschdidaktik und vermittelt, wie Comics im Schulunterricht eingesetzt werden können. „Comicforschung spielt quer durch die Geisteswissenschaften eine Rolle“, betont Professor Dr. Stephan Packard von der Universität zu Köln, der das Projekt geleitet hat. „Wir wünschen uns, dass das Material vielfältig genutzt, in verschiedenen Fächern verwendet und weiterentwickelt wird. Es ist möglich, den Kurs 1:1 einzusetzen, ebenso wie einzelne Elemente herauszugreifen und sie einzeln zu nutzen. Die Einheiten eignen sich auch für das Selbststudium.“ Das Team begrüßt Rückmeldungen aus der Praxis zu diesen Nutzungsszenarien.
Das Projekt wurde vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen der OERContent.nrw-Initiative gefördert. OERContent.nrw ist die größte bundesweite Förderlinie für offene Bildungsressourcen. Mit einem Fördervolumen von 27 Millionen Euro wurden durch die Digitale Hochschule NRW und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in drei Ausschreibungsrunden seit 2019 insgesamt 47 Projekte gefördert. „Wir sind stolz, dank der großzügigen Förderung des Landes so hochwertige Materialien präsentieren zu können,“ so PD Dr. Markus Deimann, Geschäftsführer von ORCA.nrw. Durch die Förderlinie werde der Nutzen von offenen Bildungsmaterialien erkennbar und erfahrbar.
Inhaltlicher Kontakt:
Prof. Dr. Stephan Packard
Institut für Medienkultur und Theater der Universität zu Köln
+49 221 470 7115
packard@uni-koeln.de
Presse und Kommunikation: Robert Hahn +49 221 470 2396 r.hahn@verw.uni-koeln.de
Chief Communications Officer: Dr. Elisabeth Hoffmann +49 221 470 2202 e.hoffmann@verw.uni-koeln.de
V.i.S.d.P.: Dr. Elisabeth Hoffmann