Alle Storys
Folgen
Keine Story von Universitätsklinikum Essen AöR mehr verpassen.

Universitätsklinikum Essen AöR

Bessere Therapie gegen Lymphdrüsenkrebs: Essener Forschungsteam untersucht Schwachstellen von Tumorzellen

Bessere Therapie gegen Lymphdrüsenkrebs: Essener Forschungsteam untersucht Schwachstellen von Tumorzellen
  • Bild-Infos
  • Download

Bessere Therapie gegen Lymphdrüsenkrebs

Essener Forschungsteam untersucht Schwachstellen von Tumorzellen

Schnell wachsende Lymphome gehören zu den schwer behandelbaren Formen von Lymphdrüsenkrebs. Neue Immuntherapien haben die Behandlung zwar deutlich verbessert, dennoch profitieren viele Betroffene nicht dauerhaft von diesen Verfahren. Wissenschaftler:innen der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen untersuchen deshalb im Zuge des Verbundprojekts ERASE, wie es Krebszellen gelingt, der körpereigenen Abwehr zu entkommen. Sie suchen gezielt nach Schwachstellen. Ihre Erkenntnisse sollen helfen, Immuntherapien so weiterzuentwickeln, dass sie dauerhaft wirksamer und gleichzeitig schonender sind. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Vorhaben für drei Jahre mit 1,58 Millionen Euro.

Das Verbundprojekt ERASE („Das Immun-Micromillieu als Zielstruktur in der Behandlung aggressiver Lymphome“) wird von einem Team um Prof. Dr. Christian Reinhardt von Essen aus koordiniert. Er arbeitet als Direktor der Klinik für Hämatologie und Stammzelltransplantation am Universitätsklinikum Essen. Gemeinsam mit Partner:innen aus mehreren deutschen Krebszentren untersuchen die Forschenden die sogenannte Tumor-Mikro-Umgebung. Damit ist die direkte Umgebung von Krebszellen gemeint, das heißt Immunzellen, Botenstoffe und Gewebe, die beeinflussen können, ob eine Therapie wirkt oder versagt.

Um besser zu verstehen, warum manche Lymphome empfindlich auf Immuntherapien reagieren, während andere resistent werden, analysieren die Forscher:innen Gewebe- und Blutproben von Patient:innen. Sie entschlüsseln die molekularen Eigenschaften von Tumoren und verfolgen, wie Krebs- und Immunzellen kommunizieren.

Ein Schwerpunkt liegt auf CAR-T-Zellen. Das sind körpereigene Immunzellen, die im Labor neu programmiert werden und Tumore bekämpfen sollen. Das ERASE-Team möchte herausfinden, wie sich diese Abwehrzellen leistungsfähiger und ausdauernder machen lassen. Im Fokus stehen die Signalwege TET2 und p38-MAPK, die wichtige Prozesse in Immunzellen steuern. „Erste Daten deuten darauf hin, dass die gezielte Hemmung der beiden Signalwege die Wirksamkeit der Therapie erhöhen könnte“, sagt Professor Reinhardt.

Projektpartner:innen:

Charité – Universitätsmedizin Berlin

Universitätsklinikum Düsseldorf

Universitätsklinikum Essen

Universitätsklinikum Frankfurt

Universitätsklinikum Freiburg

Goethe-Universität Frankfurt

Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München

Technische Universität München

Comprehensive Cancer Center München

Comprehensive Cancer Center SüdWest

Universitätsklinikum Tübingen

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Christian Reinhardt, Westdeutsches Tumorzentrum Essen, Direktor der Klinik für Hämatologie und Stammzelltransplantation des Universitätsklinikums Essen, christian.reinhardt@uk-essen.de, Tel. 0201/723-3136

Pressekontakt 
Martin Rolshoven, M.A.
Referat für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Dekanat der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen
E-Mail: martin.rolshoven@uk-essen.de 
Telefon: 0201/723-6274 
Internetseite: www.uni-due.de/med 
Social Media:  Instagram |  Facebook |  LinkedIn
Über die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen 
Die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) ist auf dem Campus des Universitätsklinikums Essen angesiedelt. Wissenschaftler:innen verschiedener Disziplinen arbeiten hier gemeinsam am medizinischen Fortschritt und geben ihr Wissen an den Nachwuchs weiter. Das Ziel: Forschung auf internationalem Spitzenniveau und eine exzellente Ausbildung zukünftiger Wissenschaftler:innen, Ärzt:innen und Pflegefachpersonen. 

Zu den Forschungsschwerpunkten zählen Herz- und Kreislauferkrankungen, Immunologie und Infektiologie, Onkologie, Translationale Neuro- und Verhaltenswissenschaften sowie Transplantation. Eine Reihe in Essen entwickelter diagnostischer und therapeutischer Verfahren ist weltweiter Standard. Die Core Facilities der Medizinischen Fakultät unterstützen die Forschungsarbeiten der rund 1.500 Wissenschaftler:innen im klinischen und grundlagenwissenschaftlichen Bereich.

Das Studium umfasst naturwissenschaftliche und medizinische Grundlagen, klinische Fächer sowie Psychologie und Soziologie. Es verknüpft die Theorie und Anwendung am individuellen Krankheitsfall. Die Medizinische Fakultät der UDE entwickelt die Lehre durch regelmäßige Evaluationen sowie ein strukturiertes Qualitätsmanagement kontinuierlich weiter. 
Über die Essener Universitätsmedizin 
Die Essener Universitätsmedizin (UME) umfasst das Universitätsklinikum Essen sowie 15 Tochterunternehmen, darunter die Ruhrlandklinik, das St. Josef Krankenhaus Werden, die Herzchirurgie Huttrop und das Westdeutsche Protonentherapiezentrum Essen. Die UME ist mit etwa 1.700 Betten und rund 11.000 Mitarbeitenden das führende Gesundheitskompetenzzentrum des Ruhrgebiets und deckt die ganze Bandbreite einer umfassenden medizinischen Versorgung ab: von der Geburtshilfe über die Kinderheilkunde bis zum Behandlungsspektrum der inneren Medizin sowie der Unfall- und Notfallversorgung. Wesentliche Grundlage für die klinische Leistungsfähigkeit ist die Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen.
Weitere Storys: Universitätsklinikum Essen AöR
Weitere Storys: Universitätsklinikum Essen AöR