Universitätsklinikum Essen AöR
Medizinische Fakultät will Potenziale durch Wissens- und Technologietransfer heben
Medizinische Fakultät will Potenziale durch Wissens- und Technologietransfer heben
Die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) stärkt den universitätsmedizinischen Standort Essen nun auch in Hinblick auf den Transfer von Wissen und Technologien in die Wirtschaft und Gesellschaft. Die Bedeutung dieser Aufgabe betont ein 2024 eigens hierfür eingerichtetes Prodekanat. Dessen Leitung hat Prof. Dr. Dr. h.c. Tienush Rassaf inne, Direktor der Klinik für Kardiologie und Angiologie am Westdeutschen Herz- und Gefäßzentrum. Im November 2025 hat der Fakultätsrat zur weiteren Stärkung beschlossen, eine eigene Kommission einzurichten. Dieser gehören Professor:innen, Mitarbeitende aus dem wissenschaftlichen Mittelbau und Studierende an. Eine neu eingerichtete Stabsstelle koordiniert das gesamte Thema.
„Essen ist in der Medizin ein besonders forschungsstarker Standort. Im NRW-Vergleich zählen unsere Wissenschaftler:innen bei der Publikation neuer Erkenntnisse zur Spitzengruppe. Unser Ziel ist, das enorme Potenzial unserer medizinischen und lebenswissenschaftlichen Forschungsergebnisse in die Anwendung zu bringen“, erklärt Prof. Dr. Dr. h.c. Tienush Rassaf, Prodekan für Wissens- und Technologietransfer. Dies steht in direktem Einklang mit der Mitte 2025 vom Bundeskabinett beschlossenen „Hightech Agenda Deutschland“. Sie unterstreicht die strategische Schlüsselposition von Biotech- und Gesundheitsforschung in der Grundlagenforschung deutlich, aber vor allem auch den damit verbundenen Transfer und die Nutzbarmachung in der Praxis. Der aktuelle „Startup Report NRW“ zeigt zudem: In der Gründerszene ist die Position des Ruhrgebiets sichtbar, aber noch ausbaufähig. Der Flaschenhals sind häufig die fehlende Verstetigung von Maßnahmen und Initiativen direkt vor Ort.
Wissens- und Technologietransfer erfüllt wichtige Aufgaben
Vor diesem Hintergrund ist es daher genau der richtige Schritt, dass die Medizinische Fakultät einen besonderen Fokus auf den Wissens- und Technologietransfer legt: Er überführt Forschungsergebnisse schnell in konkrete medizinische Anwendungen. So verbessern sich Diagnosen und Therapien. Innovationen werden schneller verfügbar. Und öffentliche Forschungsgelder kommen wirkungsvoll zum Einsatz. Zugleich erfüllt die Universitätsmedizin mit dem Wissens- und Technologietransfer ihren gesellschaftlichen Auftrag: Sie sorgt dafür, dass neues Wissen möglichst vielen Menschen zugutekommt. Sie stärkt auf diese Weise aber ebenso die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Klinik und Wirtschaft. Darüber hinaus fördert der universitätsmedizinische Standort Essen damit Ausgründungen und erhöht seine Wettbewerbsfähigkeit – zum direkten Nutzen für Patient:innen sowie die gesamte Gesellschaft.
Eigene Stabsstelle für Wissens- und Technologietransfer
Die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen möchte auf die Bedarfe gründungsinteressierter Mediziner:innen und Forscher:innen am Universitätsklinikum Essen zielgruppenspezifisch reagieren und bietet daher auf dem Campus eine durchgängig verfügbare Anlaufstelle an: Seit Oktober 2025 ist die Stabsstelle für Wissens- und Technologietransfer eingerichtet. Als Ansprechpartnerin für alle Phasen des Transfers wird sie Unterstützungsangebote für alle Ideengeber:innen und Gründungsinteressierten vor Ort entwickeln. Dabei ist das Ziel, sowohl bei der Identifikation von Projekten zu helfen, als auch bei deren Begleitung. „Mein klares Ziel ist es, bestehende Angebote für Gründungsinteressierte der Medizinischen Fakultät zusammen mit der Universität und dem Universitätsklinikum gezielt weiter auszubauen und den Medizinstandort Essen als attraktiven Gründungsstandort im Healthtech-Bereich nachhaltig zu stärken“, erklärt Dr. Anne Draeseke, die die Leitung der Stabsstelle übernimmt. Sie arbeitet im engen Schulterschluss mit dem Zentrum für Gründungen und Innopreneurship der Universität Duisburg-Essen (GUIDE).
Neue Kommission hat erstmals getagt
Im November 2025 hatte der Fakultätsrat, auch zur weiteren Stärkung des universitätsmedizinischen Standorts, die Einrichtung einer eigenen Kommission für Wissens- und Technologietransfer beschlossen. Zu ihren Mitgliedern aus dem Kreis der Hochschullehrer:innen zählen Prof. Dr. Arzu Oezcelik, Prof. Dr. Lale Umutlu, Prof. Dr. Ken Herrmann, Prof. Dr. Dr. Jens Kleesiek und Prof. Dr. Karl Lang. Darüber hinaus nimmt Hendrik Schürmann für die Gruppe der wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen an der Kommission teil und Felix Gerach für die Studierenden. Das neu etablierte Gremium unter der Leitung von Prof. Tienush Rassaf tagte erstmals am 9. Dezember 2025 und wird künftig bis zu dreimal pro Semester zusammenkommen. Die Kommission wird bei der Identifikation von vielversprechenden Ideen und Maßnahmen wichtige Impulse geben. Darüber hinaus wird sie bei der Umsetzung begleiten, zur Standardisierung von noch zu etablierenden Prozessen beitragen sowie Hinweise zur Passgenauigkeit der Angebote für Wissenschaftler:innen und Ärzt:innen liefern. Externes Know-how soll nutzbar gemacht werden, indem externe Expert:innen regelhaft eingebunden werden.
Weitere Informationen erhalten Interessierte auf https://www.uni-due.de/med/stabsstelle_wissens_und_technologietransfer
Pressekontakt Dr. Milena Hänisch Dekanat, Referat für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen E-Mail: milena.haenisch@uk-essen.de Telefon: 0201/723-1615 News-Seite: www.uni-due.de/med Social Media: www.facebook.com/medessen | https://www.instagram.com/medizinischefakultaet/
Über die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen Wissenschaft und Forschung auf höchstem internationalem Niveau und eine herausragende, exzellente Ausbildung zukünftiger Ärzt:innen: Diese Ziele hat sich die Medizinische Fakultät gesteckt und verfolgt sie mit Nachdruck. Wesentliche Grundlage für die klinische Leistungsfähigkeit ist die Forschung an der Fakultät mit ihrer klaren Schwerpunktsetzung in Herz- und Kreislauferkrankungen, Immunologie und Infektiologie, Onkologie, Translationaler Neuro- und Verhaltenswissenschaften sowie Transplantation. Der 2014 bezogene Neubau des Lehr- und Lernzentrums bietet den Studierenden der Medizinischen Fakultät exzellente Ausbildungsmöglichkeiten.
Über die Essener Universitätsmedizin Die Essener Universitätsmedizin umfasst das Universitätsklinikum Essen sowie 15 Tochterunternehmen, darunter die Ruhrlandklinik, das St. Josef Krankenhaus Werden, die Herzchirurgie Huttrop und das Westdeutsche Protonentherapiezentrum Essen. Die Essener Universitätsmedizin ist mit etwa 1.700 Betten das führende Gesundheits-Kompetenzzentrum des Ruhrgebiets und seit 2015 auf dem Weg zum Smart Hospital. 2020 behandelten unsere rund 10.000 Beschäftigten etwa 64.000 stationäre und 300.000 ambulante Patient:innen. Mit dem Westdeutschen Tumorzentrum, einem der größten Tumorzentren Deutschlands, dem Westdeutschen Zentrum für Organtransplantation, einem international führenden Zentrum für Transplantation, in dem unsere Spezialist:innen mit Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse, Herz und Lunge alle lebenswichtigen Organe verpflanzen, sowie dem Westdeutschen Herz- und Gefäßzentrum, einem überregionalen Zentrum der kardiovaskulären Maximalversorgung, hat die Universitätsmedizin Essen eine weit über die Region reichende Bedeutung für die Versorgung von Patient:innen. Wesentliche Grundlage für die klinische Leistungsfähigkeit ist die Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen mit ihrer Schwerpunktsetzung in Herz- und Kreislauferkrankungen, Immunologie und Infektiologie, Onkologie, Translationale Neuro- und Verhaltenswissenschaften sowie Transplantation.


