Extremhitze, Blackouts und steigende Treibstoffpreise erschweren Hilfe zur Selbsthilfe auf den Philippinen
44 Grad gefühlte Hitze. Blackouts von zum Teil bis zu sieben Stunden. Seit März mehr als verdoppelte Treibstoffpreise: Das philippinische Team von Global Micro Initiative e.V. berichtet aus dem Projektgebiet auf Luzon und zeigt, warum Hilfe zur Selbsthilfe auf den Philippinen gerade jetzt wichtig ist.
Hösbach/Olongapo. Extremhitze, wiederkehrende Blackouts und stark gestiegene Transportkosten treffen derzeit die Projektarbeit von Global Micro Initiative e.V. auf Luzon. Die Hösbacher Hilfsorganisation begleitet dort Kleinbauernfamilien im Subic-Gebiet und Kleinstunternehmer nahe dem Müllberg von Olongapo. Was für das lokale Team längere Planung, höhere Fahrtkosten und mehr Aufwand bedeutet, verschärft zugleich den Alltag der Projektteilnehmer: Lebensmittel, Wege und Waren werden teurer. Gerade deshalb bleibt verlässliche Hilfe zur Selbsthilfe entscheidend.
Stromausfälle auf Luzon erschweren Hilfe zur Selbsthilfe
Wenn der Strom ausfällt, funktioniert nichts mehr wie geplant. Der Computerbildschirm wird schwarz. Das Handy kann nicht aufgeladen werden. Was noch schwerer wiegt: Die Wasserpumpe läuft nicht mehr. Der Kühlschrank wird warm. Der Ventilator steht still.
„Auch wir sind von den aktuellen Stromausfällen auf Luzon und in anderen Teilen der Philippinen betroffen“, berichtet Joyce, Leiterin des Projektstandortes Philippinen. „Der längste Stromausfall dauerte einen ganzen Tag. Aktuell erleben wir von Zeit zu Zeit Ausfälle von bis zu sechs Stunden am Tag. Diese Situation ist besonders schwierig, weil wir gleichzeitig extrem heißes Sommerwetter erleben.“
Die häufigen Blackouts beeinträchtigen die Gesundheit, den Alltag und die Projektarbeit des Teams ebenso wie das Leben der Projektteilnehmer. Wenn der Strom ausfällt, können Schulungen und individuelle Beratungen nicht vorbereitet werden, Besuche müssen neu geplant werden. Ohne Ventilator staut sich die Hitze in den Räumen. Das belastet den Kreislauf, erschwert konzentriertes Arbeiten und macht selbst einfache Abläufe mühsam.
Steigende Transportkosten treffen Kleinbauern und Kleinstunternehmer
Zusätzlich wirken sich die Folgen des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten auch auf Energie- und Treibstoffpreise aus, mit unmittelbaren Folgen für ein importabhängiges Land wie die Philippinen.
Die Treibstoffpreise haben sich nach Angaben des lokalen Teams seit März von umgerechnet etwa 0,70 Euro auf bis zu 1,68 EUR mehr als verdoppelt. Gemessen an den extrem niedrigen lokalen Einkommen ist Benzin damit für viele Projektteilnehmer unerschwinglich geworden. Auch Fahrten zu den Kleinbauernfamilien ins Subic-Gebiet Sacatihan kosten dadurch heute deutlich mehr als noch im Februar – und die Familien selbst stehen vor demselben Problem: Wer seine Ernte nicht mehr erschwinglich zum Markt transportieren kann, verliert Einkommen, das ohnehin knapp ist.
Noch schwieriger ist die Lage für die Projektteilnehmer, die beim Müllberg von Olongapo leben. Hier treiben die Transportkosten die Preise für einfachste Lebensmittel immer höher. Wenn Reis, Gemüse oder Fahrten zum Markt teurer werden, bleibt Familien ohne regelmäßiges Einkommen kaum Spielraum. Dann geht es nicht nur um das kleine Geschäft, sondern auch um die Frage, wie die nächste Mahlzeit bezahlt werden kann.
„Gerade in solchen Situationen zeigt sich, warum Global Micro Initiative e.V. Non-Profit-Mikrokredite mit Schulungen, individuellen Beratungen und persönlicher Begleitung verbindet: Die Menschen brauchen nicht nur kurzfristige Unterstützung, sondern Werkzeuge, um ihr Einkommen auch unter schwierigen Bedingungen zu stabilisieren“, erklärt Tobias Schüßler, Gründer der Hösbacher Hilfsorganisation.
Über Global Micro Initiative e.V.
Global Micro Initiative e.V. ist eine gemeinnützige Hilfsorganisation, deren Ziel die Bekämpfung von Armut in Indonesien und auf den Philippinen ist. Mit Non-Profit-Mikrokrediten in Verbindung mit kostenlosen Schulungen und Beratungen unterstützt die Organisation Menschen dabei, ihre Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern und ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
Tobias Schüßler, Gründer der Hilfsorganisation, steht gerne für Interviews und weiterführende Fragen zur Verfügung. Für Medienanfragen und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Silvia Schüßler, unsere Ansprechpartnerin für Öffentlichkeitsarbeit.
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