Hösbacher Hilfe für Südostasien – Global Micro Initiative e.V. entwickelt neue Strategien für die Zukunft
Wie verändert der Tourismus die Hilfe auf Lombok? Und wie können Kleinbauern auf den Philippinen nachhaltig unterstützt werden? Hilfe zur Selbsthilfe ist kein starres Konzept. Deshalb traf sich der Vorstand der Global Micro Initiative e.V. in Hösbach zu einem Strategie-Workshop. Ziel war es, Hilfe dort zu intensivieren, wo sie am nötigsten ist.
Hösbach. Der Vorstand der Hösbacher Hilfsorganisation Global Micro Initiative e.V. nahm sich bewusst Zeit, aktuelle Entwicklungen der Projekte in Südostasien auszuwerten. Im Mittelpunkt standen für Tobias Schüßler, Achim Krämer und Silvia Schüßler die sich verändernde Situation auf Lombok sowie der Start eines neuen Förderprogramms für Kleinbauern in der philippinischen Subic-Region. Das Fazit des gemeinsamen Austauschs: Der Erfolg der Arbeit der Hilfsorganisation zeigt sich besonders dort, wo ihre Hilfe zur Selbsthilfe nicht mehr benötigt wird.
Aktuelle Entwicklungen in Indonesien und auf den Philippinen
Im Workshop ging es vor allem um die unterschiedlichen Entwicklungen in den Projektregionen Südostasiens.
In der Subic-Region auf den Philippinen möchte die Hilfsorganisation die wirtschaftliche Situation von Kleinbauern nachhaltig verbessern. Deren Einnahmen reichen oft nicht für den täglichen Bedarf aus. Medizinische Versorgung ist schwer erreichbar und für viele Familien nicht bezahlbar. Kinder können häufig die Schule nicht besuchen, weil sie auf den Feldern helfen müssen oder das Geld für Schulmaterial fehlt. Familien fehlt das Wissen darüber, wie Krankheiten und Verletzungen im Alltag vermieden werden können. Viele Menschen haben nur geringen Zugang zu Bildung, grundlegendes Wissen zu Hygiene und Gesundheit ist deshalb kaum vorhanden. „Die Folgen sind direkt spürbar“, erklärt Vorstandsvorsitzender Tobias Schüßler. „Wer krank ist, kann nicht arbeiten. Ohne Arbeit kein Einkommen. Fällt das Einkommen weg, betrifft das die gesamte Familie. Gesundheit ist damit keine Nebensache, sondern eine entscheidende Voraussetzung für wirtschaftliche Stabilität.“
Deshalb wurde ein besonderes Programm mit Schulungen zu Gesundheit, Hygiene und nachhaltigem Anbau entwickelt, das nun umgesetzt werden soll.
Dieses neue Programm wird überwiegend durch den Kleinprojektefonds der Schmitz-Stiftungen gefördert, der maßgeblich aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt wird, sowie durch die Stiftung WissenWecken gGmbH.
Der Vorstand sprach auch über die sich verändernde wirtschaftliche Situation auf der indonesischen Insel Lombok: Durch den zunehmenden Tourismus entstehen neue Einkommensmöglichkeiten, viele Kleinstunternehmer erzielen höhere Umsätze. Gleichzeitig zeigt sich die Wirkung der bisherigen Unterstützung: Schulungen und individuelle Beratungen halfen, Einnahmen besser zu planen und Betriebe stabil zu führen. In der Folge sinkt die Nachfrage nach Non-Profit-Mikrokrediten und begleitenden Schulungen in der Region. Diese Entwicklung wirft wichtige Fragen auf: Wo wird Unterstützung weiterhin benötigt? Und in welchen Regionen kann die Arbeit sinnvoll weitergeführt oder neu ausgerichtet werden?
Neue Perspektiven: Ausbau und Weiterentwicklung der Projekte
Auch über die mögliche Erschließung neuer Standorte wurde diskutiert. Auf der indonesischen Insel Sumba werden derzeit erste Kontakte geknüpft. In der Region leben viele Menschen in Armut, ohne verlässlichen Zugang zu Strom und fließendem Wasser.
„Der Workshop hat uns gezeigt, wie unterschiedlich sich unsere Projekte entwickeln“, erklärt Vorstandsvorsitzender Tobias Schüßler. „Auf Lombok sehen wir gerade einen Effekt, den wir bereits von der Insel Nusa Penida kennen: Stark wachsender Tourismus schafft neue Jobs und Einkommen. Gleichzeitig zeigt sich, dass viele Kleinstunternehmer durch unsere Schulungen und individuellen Beratungen ihr Geschäft heute stabiler führen und besser mit ihren Einnahmen umgehen. Wenn unsere Non-Profit-Mikrokredite dadurch überflüssig werden, ist das für uns ein Erfolg – denn Hilfe zur Selbsthilfe ist dann am besten, wenn sie am Ende nicht mehr gebraucht wird. Das gibt uns die Freiheit, unsere Kapazitäten dorthin zu verlagern, wo der Bedarf noch groß ist, zum Beispiel auf die Insel Sumba oder in die philippinische Subic-Region.“
Deshalb haben sich die Vorstandsmitglieder vorgenommen, die weitere Entwicklung auf Lombok genau im Blick zu behalten. Zusätzlich möchten sie die mögliche Ausweitung der Arbeit auf Sumba weiter prüfen. In Bezug auf die Philippinen werden Strategien zu Werbung und Spendengenerierung entwickelt und umgesetzt.
Über Global Micro Initiative e.V.
Global Micro Initiative e.V. ist eine gemeinnützige Hilfsorganisation, deren Ziel die Bekämpfung von Armut in Indonesien und auf den Philippinen ist. Mit Non-Profit-Mikrokrediten in Verbindung mit kostenlosen Schulungen und Beratungen unterstützt die Organisation Menschen dabei, ihre Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern und ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
Tobias Schüßler, Gründer der Hilfsorganisation, steht gerne für Interviews und weiterführende Fragen zur Verfügung. Für Medienanfragen und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Silvia Schüßler, unsere Ansprechpartnerin für Öffentlichkeitsarbeit.
Wir freuen uns, wenn Sie über unsere Arbeit berichten. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite – dort können Sie uns auch durch eine Spende unterstützen.
Spendenkonto:
Global Micro Initiative e.V. Raiffeisen-Volksbank Aschaffenburg, Zweigniederlassung der Frankfurter Volksbank Rhein/Main eG IBAN DE58 5019 0000 0000 4739 01 BIC: FFVBDEFF
Kontakt für Medien:
Silvia Schüßler, Öffentlichkeitsarbeit Global Micro Initiative e.V. Weißenbergerstraße 6 63768 Hösbach www.global-micro-initiative.de Silvia.Schuessler@global-micro-initiative.de
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