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Hilfe für in Armut lebende Menschen Südostasiens

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Durch seine Mitarbeit bei einer Hilfsorganisation kam er zum ersten Mal mit extremer Armut in Berührung. Zurück daheim in Deutschland suchte Tobias Schüßler nach einer Möglichkeit, Menschen in solchen Situationen zu helfen, und gründete zusammen mit Silvia Schüßler und Marion Schwierz die Hilfsorganisation Global Micro Initiative e.V. (GMI). Als Vorstandsvorsitzender ist der 27-Jährige bis heute für die Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen vor Ort, die Betreuung der Projekte und die Koordination der Ehrenamtlichen verantwortlich

Mit dunkelroter Kapuzenjacke und schwarzen Sneakern tritt Tobias Schüßler aus seiner Wohnung in Sulzbach im Taunus. Er geht die Straße seiner Wohngegend entlang und biegt um die Ecke in eine Seitenstraße, die schließlich in einen Schotterpfad mündet. Spaziergänge wie dieser gehören bei Schüßler zur Mittagspause dazu, denn gerade die Zeit an der frischen Luft bietet dem 27-Jährigen einen guten Ausgleich zu seiner Arbeit als IT-Projektmanager in Eschborn und seiner Hilfsorganisation Global Micro Initiative e.V. (GMI).

Seit September 2014 setzt sich Schüßler mit GMI für in Armut lebende Menschen in Südostasien ein, um ihnen ein Leben oberhalb der Armutsgrenze zu ermöglichen. Zusammen mit Silvia Schüßler und Marion Schwierz gründete er den gemeinnützigen Verein mit Sitz in Hösbach, der bis heute mehr als 1000 Menschen in Thailand, Indonesien und auf den Philippinen die Chance auf ein selbst bestimmtes Leben gegeben hat.

Von der Idee zur eigenen Hilfsorganisation

Als er im Alter von 19 Jahren nach seinem Abitur zwei Jahre lang mit einer Hilfsorganisation in Südostasien unterwegs war, sahen Spaziergänge bei Schüßler ganz anders aus. In den Slums von Manila und Olongapo auf den Philippinen kam er zum ersten Mal mit extremer Armut in Berührung. „Ich lernte Menschen kennen, die sich um die Abfälle von Fast-Food-Restaurants stritten und die in ihrer Verzweiflung sogar ihre eigenen Kinder verkauften, um den Rest der Familie ernähren zu können“, erzählt der gebürtige Hösbacher, während er den Schotterpfad entlanggeht. „Aber ich traf auch Menschen, die gute Ideen dazu hatten, ihre Situation zu verbessern. Ihre Armut hinderte sie jedoch daran, diese Ideen in die Tat umzusetzen. Genau darum suchte ich nach einer Möglichkeit, sie zu unterstützen.“

Sein Spaziergang führt Schüßler zwischen Feldern hindurch, als er weiter von seiner Hilfsorganisation berichtet: „Für mich war es wichtig, einen Weg zu finden, wie ich den Menschen helfen konnte, ohne dass sie von der Hilfe anderer abhängig werden.“ Nach einiger Recherche stieß er auf das Konzept der Mikrokredite. Er entwickelte ein eigenes Mikrokreditprogramm, das kleine Kredite mit Schulungen und Beratungen der Teilnehmenden verbindet. „Das Ziel ist es, die Situation der Menschen langfristig zu verbessern und ihnen dabei zu helfen, sich selbstständig eine bessere Zukunft aufzubauen“, erklärt er. Unterstützung erhielt Schüßler sowohl aus seinem studentischen als auch familiären Umfeld – so entstand GMI.

Von einer kleinen Wellblechhütte am Strand zu einer richtigen Wohnung und Erfolg

An eine der ersten Mikrokreditnehmerinnen auf den Philippinen erinnert sich Schüßler gerne zurück. „Catherine erhielt von uns einen Mikrokredit von 80 Euro, um ihren eigenen Laden zu eröffnen. Gemeinsam mit ihrem Mann, der Tochter, Schwester und den Eltern lebte sie auf engstem Raum in einer bescheidenen Hütte am Strand – ohne richtigen Fußboden, Abwasser oder einer Toilette“, erzählt er, als er den Schotterpfand verlässt und in eine Straße geht, vorbei an verschiedenen Einfamilienhäusern. „Zwar scheiterte Catherines Laden nach kurzer Zeit, aber sie hatte immer neue Ideen und betrieb schließlich eine erfolgreiche Schneiderei. Es hat mich sehr berührt, als ich einige Jahre später in ihrer neuen, größeren Wohnung saß und sie mir ganz stolz ihre Waschmaschine zeigte. Diese hatte sie sich mit dem Gewinn aus ihrer Schneiderei gekauft. Das hat mir gezeigt, wie jemand über die Jahre mit ein paar Hundert Euro von einer kleinen Wellblechhütte am Strand zu einer richtigen Wohnung und Erfolg kommen konnte. Und das Beste: Catherine hat sich nicht mehr als armen Menschen gesehen, sondern als erfolgreiche Unternehmerin.“

Mittlerweile ist Schüßler wieder bei seiner Wohnung angelangt. Der Spaziergang ist zu Ende, die Mittagspause fast vorbei. Bevor er sich wieder seiner hauptberuflichen IT-Projektarbeit zuwendet, will sich der junge Gründer noch ein paar Berichte von GMIs Partnerorganisationen über die Mikrokreditnehmer anschauen. Für seine Hilfsorganisation nutzt Schüßler gerne jede freie Minute. Langfristig möchte er die Arbeit von GMI in Südostasien, vor allem in Indonesien, ausbauen. Die Suche nach einer weiteren Partnerorganisation auf Lombok hat er bereits begonnen.

Text: Nira Fecher GMI Presse-Team

Spendenkonto:

Global Micro Initiative e.V.
Raiffeisen-Volksbank Aschaffenburg e. G.
IBAN DE38 7956 2514 0000 4739 01
BIC: GENODEF1AB1

Kontakt:

Silvia Schüßler, Öffentlichkeitsarbeit
Global Micro Initiative e.V.
Vorstandsvorsitzender Tobias Schüßler
Weißenbergerstraße 6
63768 Hösbach
www.global-micro-initiative.de 
Silvia.Schuessler@global-micro-initiative.de
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