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02.11.2018 – 12:23

WetterOnline Meteorologische Dienstleistungen GmbH

Messerscharfe Wolkenkante über Deutschland

Messerscharfe Wolkenkante über Deutschland
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Am Donnerstag bildete sich im Laufe des Tages eine markante Wolkenkante, die insbesondere in Bayern von vielen Menschen ungläubig bestaunt wurde. Satellitenaufnahmen zeigen, dass das Wetterphänomen von der Ostsee bis weit nach Afrika reichte. Wie kam es zu diesem Phänomen?

Messerscharfe Wolkenkante über Deutschland

Wetterphänomen reichte von der Ostsee bis nach West-Afrika

Am Donnerstag bildete sich im Laufe des Tages eine markante Wolkenkante, die insbesondere in Bayern von vielen Menschen ungläubig bestaunt wurde. Satellitenaufnahmen zeigen, dass das Wetterphänomen von der Ostsee bis weit nach Afrika reichte. Wie kam es zu diesem Phänomen?

Wolken zeigen unterschiedliche Luftmassen an

Die messerscharf ausgeprägte Wolkenkante reichte am Donnerstagabend von der Ostsee bis nach Algerien und Mali. "Für uns Meteorologen besonders interessant ist das Wolkenband, welches den Jet-Stream anzeigt.", sagt Matthias Habel von WetterOnline. Dabei handelt es sich um eine Zone mit besonders hohen Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 Stundenkilometern. Dieses Starkwindband legt sich üblicherweise leicht mäandrierend in einer West-Ost-Ausrichtung über die Nordhalbkugel der Erde. Piloten nutzen die hohen Windgeschwindigkeiten gerne, um die Flugzeit von Amerika nach Europa zu verkürzen und so auch Kerosin einzusparen.

Ausgebeulter Jet-Stream saugt Sahara-Staub auf

Aufgrund der aktuellen Wetterlage hat sich der Jet-Stream in den vergangenen Tagen weit nach Süden ausgebeult. Auf dem Atlantik strömt die Luft daher weit in Richtung Äquator, um erst über Mauretanien und Mali nach Osten einzudrehen und anschließend über Algerien, Tunesien und Italien wieder nach Norden in Richtung Skandinavien zu fließen. Über der Sahara kann die Luft dabei große Mengen Staub aufnehmen, an dem die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit zu Wolken kondensiert. In der Folge entstand am Donnerstag das mehr als 4000 Kilometer lange Wolkenband.

Westwind führt trockene Luft heran

Unmittelbar an den nördlichen Bereich des Wolkenbandes schloss sich über Deutschland und Italien eine Zone an, in der Westwind herrschte. In diesem Bereich fehlte der Sahara-Staub. Die Luft war zudem kälter und trockener, so dass sich keine Wolken bilden konnten. Die Wolkenkante zeigte am Donnerstag somit eindrucksvoll an, wo in der Höhe die trockenen und klaren Westwinde auf die feuchteren und mit Staub angereicherten Südwinde des Jet-Streams trafen.

Wie die Wolken in den kommenden Tagen ziehen erfährt man immer aktuell bei www.wetteronline.de, ebenso über die WetterOnline App oder den WetterOnline WhatsApp Service.

WetterOnline

WetterOnline wurde 1996 von Inhaber und Geschäftsführer Dr. Joachim Klaßen in Bonn gegründet und ist heute mit www.wetteronline.de der größte Internetanbieter für Wetterinformationen in Deutschland. Neben weltweiten Wetterinformationen gehören redaktionelle Berichte und eigene Apps zum Angebot. Die WetterOnline App ist in über 40 Ländern vertreten und warnt die User aktiv vor drohenden Unwettern. Ein Team von über 100 Experten arbeitet mit hochwertiger Technik an Wetterprognosen für die ganze Welt.

Bildmaterial

- Bildunterschrift: Die Wolkenkante sieht aus wie mit dem Messer abgeschnitten. 
   
- Bildnachweis:Matthias Henze / WetterOnline / WetterMelder Deutschland (bei 
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Die Verwendung des Bildes ist ausschließlich im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung gestattet!

Gerne stehen Ihnen die Wetter-Experten von WetterOnline unter presse@wetteronline.de für Interviews zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Matthias Habel
Diplom-Geograph 
Leiter Unternehmenskommunikation

T +49 228 55937-929
E matthias.habel@wetteronline.de

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Bild: 20181102_PM_WetterOnline_Wolkenkante_Teaser2.png

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