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Zwischen hohen Preisen und neuen Krisen

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Zwischen hohen Preisen und neuen Krisen

Jahresbilanz 2025: Verbraucherzentrale NRW sieht wachsenden Handlungsbedarf bei Energie, Preisen und Verbraucherschutz

Untergeschobene Verträge, Ärger mit Zahlungsdienstleistern oder hohe

Energierechnungen: Bei rund 372.000 Anliegen war die Verbraucherzentrale NRW im vergangenen Jahr erneut eine wichtige Anlaufstelle, um Verbraucherrechte durchzusetzen oder unberechtigten Forderungen einen Riegel vorzuschieben. Auch die Informations- und Bildungsangebote stießen auf großes Interesse: Über 55 Millionen Klicks auf die Online-Informationen, rund 5 Millionen Nutzer:innen des Fakeshop-Finders sowie mehr als 175.000 Teilnehmende an Veranstaltungen der Verbraucherzentrale NRW bestätigen den hohen Bedarf an unabhängiger Beratung und verlässlicher Orientierung. Verbraucher:innen sehen sich zunehmend mit komplexen Problemen konfrontiert – von digitalen Vertragsfallen bis hin zu steigenden Lebenshaltungskosten. Mit Sorge beobachtet die Verbraucherzentrale NRW deshalb mögliche Auswirkungen des Iran-Konflikts auf Energiepreise, Mobilitätskosten und die allgemeine Preisentwicklung.

Auch 2025 verzeichnete die Verbraucherzentrale NRW einen hohen Beratungsbedarf. Allein 37 Prozent der rund 372.000 Anliegen betrafen Probleme rund um Kauf-, Dienst- und Werkverträge – insbesondere ungewollte Vertragsabschlüsse sowie Schwierigkeiten beim Online-Shopping. „Käufe oder Buchungen finden heute überwiegend digital statt. Wenn Anbieter nur noch per KI-gesteuertem Chatbot oder Kontaktformular erreichbar sind oder gar nicht reagieren, sind viele Verbraucher:innen überfordert“, sagt Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW. „Hier setzen wir verstärkt mit unseren Beratungs- und Informationsangeboten an.“

Energie bleibt drängendes Verbraucherthema

Mit 19 Prozent weiterhin auf Platz 2 der Anfragenstatistik im vergangenen Jahr: Probleme rund um die Energieversorgung. Zwar haben sich die Energiemärkte gegenüber den Krisenjahren teilweise stabilisiert, viele Haushalte kämpfen jedoch weiterhin mit hohen Abschlägen, Nachzahlungen oder Unsicherheiten bei Tarifwechseln. „Die Folgen der Energiekrise sind für viele noch nicht vorbei. Das zeigt unter anderem der deutliche Anstieg der von Energiesperren bedrohten oder betroffenen Menschen, die zu uns in die Beratung kommen. Sie wissen nicht, wo sie das Geld für die gestiegenen Kosten hernehmen sollen“, erläutert Schuldzinski. „Der Iran-Konflikt und seine Folgen könnte die Preise erneut hochtreiben und damit die Schwierigkeiten weiter verstärken.“ Gleichzeitig wächst bei Verbraucher:innen der Wunsch, sich unabhängiger von fossilen Energieträgern zu machen und damit der Informationsbedarf rund um Photovoltaik sowie Wärmepumpen. „Mit unserem umfangreichen Online-Angebot rund um Energiewende und Fördermöglichkeiten begegnen wir dieser Nachfrage“, erläutert der Vorstand der Verbraucherzentrale NRW. „Zusätzlich bieten unsere Energieberater:innen kostenlose Beratungsgespräche und Vorträge zu den Themen an.“

Internationale Krisen wirken bis in den Alltag

Nicht nur die Auswirkungen des Iran-Konfliktes auf kurzfristig steigende Gas- und Ölpreise beobachtet die Verbraucherzentrale NRW mit Sorge. „Es zeichnet sich ab, dass auch die Lebensmittel erneut teurer werden. Dabei kostet schon heute der Lebensmitteleinkauf 37 Prozent mehr als 2020. Das stellt viele Verbraucher:innen vor große finanzielle Probleme“, unterstreicht Schuldzinski. Besonders betroffen seien Haushalte mit geringem Einkommen, die bereits in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich stark unter steigenden Lebenshaltungskosten gelitten hätten.

Entlastung und Planungssicherheit schaffen

„Hier sehen wir die Politik in der Pflicht: Verbraucherschutz bedeutet gerade in Krisenzeiten, Menschen vor Überforderung zu schützen. Wir fordern deshalb die Senkung der Stromsteuer und gezielte Unterstützung für besonders belastete Haushalte“, erklärt Wolfgang Schuldzinski.

Weiterführende Informationen:

  • Jahresbericht 2025 der Verbraucherzentrale NRW als pdf
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40215 Düsseldorf
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