Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e.V.
PayPal-Panne: So reagiert man richtig
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PayPal-Panne: So reagiert man richtig
Drei Fragen an Bankenexperte David Riechmann
Seit mehreren Tage verunsichert der Zahlungsausfall bei dem amerikanischen Online-Bezahlsystem tausende Nutzer:innen. Der Bankenexperte der Verbraucherzentrale NRW erklärt, was Betroffene jetzt wissen sollten.
Was kann ich tun, wenn ich vom Zahlungsausfall betroffen bin?
Wer PayPal nutzt, sollte derzeit regelmäßig das PayPal-Konto und das Girokonto auf unberechtigte Abbuchungen und auf den Status offener Zahlungen prüfen. Wenn das PayPal-Konto im Minus ist, sollte man nicht nervös werden. Hier dürfte in vielen Fällen Abwarten ausreichen. Wir gehen davon aus, dass der Einzug in den nächsten Tagen (?) nochmals erfolgt. Kosten sollten den Betroffenen keine entstehen. Es kann auch vorkommen, dass Händler die Ware wegen der Verzögerungen der Gutschrift aufgrund der Störung bei PayPal nicht verschicken. Das sollte aber nicht das Problem der Kundschaft sein. In diesen Fällen sollte man Händler zur Erfüllung des Vertrages bzw. zum Senden der Ware auffordern.
Wie kann ich doppelte Zahlungen vermeiden?
Sofern das eigene PayPal-Konto im Minus ist, sollte man nicht sofort das Guthaben aufladen. Sonst zahlt man bei parallel laufender Lastschrift doppelt auf das Paypal-Konto ein. Das Geld fehlt dann möglicherweise auf dem Girokonto für andere Ausgaben. Weiterhin gilt: Kontobewegungen prüfen und insbesondere schauen, dass die abgebuchten Beträge den Kaufpreisen entsprechen und keine weiteren Kosten wie Rücklastschrift mit abgebucht werden.
Wie kann ich bei unberechtigten Abbuchungen reagieren?
Bei unberechtigten Buchungen sollte man diesen unmittelbar gegenüber PayPal widersprechen. Sollten daraus Kontobelastungen - etwa per Lastschrift - entstehen, kann man die Lastschrift bei seiner Hausbank zurückbuchen lassen. Das ist bis zu 13 Monate nach Belastung möglich, wenn man keinen Abbuchungsauftrag erteilt hat. Bei Fragen sollten Betroffene den offiziellen PayPal-Kundenservice kontaktieren. PayPal verschickt derzeit Hinweise an Nutzer:innen, allerdings ohne eine direkte Verlinkung. Bei ähnlichen Mails, vor allem mit angeblichen Links zu PayPal, ist deshalb Vorsicht geboten, da Betrüger:innen die konfuse Lage gerne für Phishing-Mails ausnutzen.
Weitere Informationen:
- Mehr zum PayPal-Chaos gibt es hier: www.verbraucherzentrale.nrw/node/110281
- Mehr zur europäischen PayPal-Alternative „Wero“: www.verbraucherzentrale.nrw/node/97042
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