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Frisches Grün im Garten: So wächst Fertigrasen richtig an
Ein frisch verlegter Rasen bringt sofort sichtbares Grün in den Garten und wertet Beete, Wege und Sitzbereiche optisch auf, doch ob aus dem gelieferten Fertigrasen eine dichte und belastbare Gartenfläche wird, entscheidet sich vor allem in den ersten Tagen nach der Lieferung.
Fertigrasen ist ein lebendes Produkt und sollte nach der Anlieferung möglichst noch am selben Tag auf die vorbereitete Gartenfläche gebracht werden, da sich der Rasen in der Rolle erwärmen, Feuchtigkeit verlieren und bei sonnigem Wetter schnell an Vitalität einbüßen kann. Damit die Verlegung im Garten ohne unnötige Unterbrechungen gelingt, sollten letzte Bodenarbeiten, das Ausrichten der Fläche und das Bereitlegen der Werkzeuge bereits vor der Lieferung abgeschlossen sein.
Beim Ausrollen werden die Bahnen dicht an dicht gelegt, ohne sie stark zu ziehen oder zu dehnen, damit später keine sichtbaren Fugen entstehen. Sinnvoll ist eine Verlegung im Verband, bei der die Stoßkanten versetzt angeordnet werden und keine durchgehenden Kreuzfugen entstehen, die schneller austrocknen oder das Rasenbild unruhig wirken lassen. Besonders an Beeträndern, Wegen und kleinen Gartenecken lohnt sich sorgfältiges Arbeiten, weil saubere Anschlüsse später für ein ruhiges, gepflegtes Gesamtbild sorgen.
Mit einer Rasenwalze für den nötigen Bodenkontakt sorgen
Das Walzen ist mehr als ein optischer Arbeitsschritt. Es sorgt dafür, dass der Rollrasen gleichmäßigen Kontakt zum vorbereiteten Gartenboden erhält und sich die einzelnen Bahnen besser mit der vorbereiteten Fläche verbinden. Mehr Informationen zu Bodenvorbereitung für Rasenverlegung auf Baumpflege-und-Garten.de. Bleiben Hohlräume zwischen Rasen und Untergrund, können die jungen Wurzeln nicht zuverlässig in die Bodenschicht einwachsen. Außerdem trocknen solche Bereiche schneller aus, was sich später durch helle Stellen oder ein ungleichmäßiges Rasenbild bemerkbar machen kann.
Erst durch den gleichmäßigen Bodenschluss entsteht die Voraussetzung dafür, dass Wasser aus Rasenbahn und Untergrund zusammengeführt wird, die Anwachszone feucht bleibt und sich die Wurzeln stabil entwickeln können. Gerade auf frisch vorbereiteten Gartenflächen hilft die Rasenwalze dabei, kleinere Unebenheiten auszugleichen und den neuen Rasen sicher an den Gartenboden anzulegen, ohne ihn unnötig zu belasten.
Beim Walzen kommt es vor allem auf ein gleichmäßiges und maßvolles Vorgehen an:
- die Rasenfläche sollte direkt nach dem Verlegen einmal längs und einmal quer angewalzt werden
- die Walze sollte nicht zu schwer sein, damit der Gartenboden nicht unnötig verdichtet wird
- sichtbare Hohlstellen oder lockere Bereiche sollten besonders sorgfältig angedrückt werden
- nach dem Walzen sollte sofort gründlich gewässert werden, damit Rasenbahn und Untergrund gut durchfeuchtet sind.
Dabei darf die Gartenfläche nicht unnötig verdichtet werden. Ziel ist nicht, den Boden hart zu pressen, sondern die Grasnarbe fest und gleichmäßig an den Untergrund anzulegen. Nach dem Walzen folgt direkt die gründliche Bewässerung.
Wichtig ist, dass nicht nur die grüne Oberfläche nass wirkt, sondern dass Feuchtigkeit auch den Gartenboden unter dem Rasen erreicht.
Die ersten Wochen sind entscheidend für das richtige Anwachsen
Besonders in den ersten zwei bis drei Wochen braucht der neue Fertigrasen Aufmerksamkeit. Obwohl die Rasenfläche im Garten sofort geschlossen aussieht, ist sie noch nicht fest mit dem Untergrund verwachsen. Die jungen Wurzeln dürfen in dieser Phase nicht austrocknen, weshalb der Boden unter den Rasenbahnen gleichmäßig feucht bleiben sollte. Bei mildem, wechselhaftem Wetter reicht oft eine regelmäßige Bewässerung pro Tag, bei Sonne, Wind oder höheren Temperaturen kann es nötig sein, morgens und abends zu gießen.
Zu viel Wasser ist allerdings ebenfalls problematisch. Bilden sich im Garten Pfützen oder fühlt sich die Rasenfläche schwammig an, sollte die Wassermenge reduziert werden, damit keine dauerhaft nasse, sauerstoffarme Bodenschicht entsteht. Damit der Rollrasen richtig anwachsen kann, braucht er in dieser Phase gleichmäßige Feuchtigkeit, aber keine Staunässe.
Auch beim Betreten ist Zurückhaltung gefragt. Ein vorsichtiger Zugtest zeigt, ob die Wurzeln bereits im Boden greifen. Häufig ist eine erste vorsichtige Nutzung nach etwa 10 bis 14 Tagen möglich, bis Kinder, Gartenmöbel oder regelmäßige Wege über die Rasenfläche wieder unproblematisch sind, vergeht jedoch meist etwas mehr Zeit.
Baumpflege und Garten Inhaber: Pawel Kowalczyk Münsingerstr. 4 13597 Berlin Tel.: 030 33604374 Mail: kontakt@baumpflege-und-garten.de Web: https://www.baumpflege-und-garten.de