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Baumpflege und Garten: Pflegemaßnahmen an Bäumen während der Vegetationsperiode
Physiologische Prozesse von Bäumen sind von externen Faktoren abhängig, darunter die vorherrschende Jahreszeit. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Spätherbst: Vor dem Laubfall im Herbst transportiert der Baum seine Energiereserven in den Stamm und die Wurzeln. Diese Reserven bestehen aus Zucker und Stärke, in der Baumpflege Assimilate genannt. Während der kalten Monate ruhen das Wachstum und die natürlichen Abwehrmechanismen nahezu vollständig.
Das Frühjahr beginnt mit dem Austrieb der Blätter die Vegetationsperiode. Dadurch arbeiten die Photosynthese und damit auch der Stoffwechsel des Baumes auf Hochtouren. Genau dieser Zeitraum ist für einen Baumschnitt besonders gut geeignet. In dieser aktiven Phase verfügt der Baum über ausreichend Energie und Hormone für seine Abwehrmechanismen. Er kann Schnittwunden schnell mit neuem Gewebe reparieren. Dadurch schützt er sich effektiv gegen das Eindringen von Pilzen oder Bakterien.
Abschottung und Überwallung von Schnittwunden
In der Vegetationsperiode nach der Winterruhe ist der Stoffwechsel der Bäume sehr aktiv. Durch die Photosynthese in den Blättern stehen dem Baum also ausreichend Energie und Hormone zur Verfügung, um Wunden zu heilen. Deshalb ist dieser Zeitpunkt besonders geeignet, um einen Baum zu schneiden.
Die Wundabwehr erfolgt dabei auf zwei Wegen:
- Innerer Schutz: Der Baum schottet das gesunde Holz ab und schützt es vor Fäulnis und Erregern
- Äußerer Schutz: Am Schnittrand bildet sich Kallusgewebe, um die Fläche zu überwallen
Ein Baumschnitt im Frühling fördert die Vitalität des Baumes. Durch den Schnitt gelangt mehr Licht und Luft in die Krone. Das stärkt die Photosynthese und verbessert die Verteilung der Nährstoffe. Zudem lassen sich durch das Schneiden der Bäume Fehlentwicklungen wie reibende Äste oder instabile Gabelungen (Zwiesel) frühzeitig korrigieren. So bleibt die natürliche Form der Krone stabil. Ein weiterer Vorteil ist, dass Totholz im Frühling leicht zu erkennen ist. Abgestorbene Äste tragen im Gegensatz zu gesunden Trieben kein Laub. Das Entfernen bruchgefährdeter Äste dient der Verkehrssicherheit und beugt Sturmschäden vor. Bei vielen Baumarten fördert der Schnitt zudem die Blütenbildung. Da Konkurrenztriebe entfernt werden, fließen die Nährstoffe gezielt in die kräftigen Blüten- und Fruchttriebe.
Die Bedingungen für Schnittarbeiten hängen von der Baumart, dem Gesundheitszustand und dem Standort ab. Zum Beispiel kann die Vegetationsperiode in Hamburg zu einer anderen Zeit einsetzen als anderorts, sodass der Baumschnitt auch danach ausgerichtet werden sollte. Wichtig bleibt, dass er ein bestimmtes Ziel verfolgt und auf die individuellen Baumbedürfnisse abgestimmt ist. Weitere Informationen zu diesem Thema unter
www.baumpflege-und-garten.de/baumschnitt/fruehling-optimaler-zeitpunkt-baumschnitt-hamburg/.
Regionale Einflüsse auf den Zeitpunkt für den Baumschnitt
Der Beginn der Wachstumszeit ist regional unterschiedlich. Das Klima am jeweiligen Standort hat insofern einen Einfluss, als dass dauerhafte Temperaturen über 5° Celsius notwendig sind, damit Pflanzen in die Vegetationsperiode übergehen. Im maritimen Klima steigen die Temperaturen nach dem milden Winter zwar langsamer, dafür aber kontinuierlicher zum Frühling an. Im Hinblick auf Städte wie Hamburg ist es demnach möglich, dass der Baumschnitt bereits zu einem früheren Zeitpunkt erfolgen kann. Dennoch entscheiden vor allem die aktuellen Wetterbedingungen des jeweiligen Jahres über die genaue Planung.
Abschließend müssen in der Baumpflege noch die rechtlichen Vorgaben beachtet werden: Die Hamburger Baumschutzverordnung erlaubt schonende Pflege- und Formschnitte das ganze Jahr über. Für starke Rückschnitte ist jedoch vorab eine Ausnahmegenehmigung nötig. Das Bundesnaturschutzgesetz verbietet radikale Schnitte an Bäumen außerhalb von gärtnerisch genutzten Flächen im Zeitraum vom 1. März bis zum 30. September, um Tiere während der Brutzeit zu schützen.
Baumpflege und Garten Inhaber: Pawel Kowalczyk Münsingerstr. 4 13597 Berlin Tel.: 030 33604374 Mail: kontakt@baumpflege-und-garten.de Web: https://www.baumpflege-und-garten.de