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Osteopathie bei Tinnitus – Spannungen lösen, Zusammenhänge verstehen

Osteopathie bei Tinnitus – Spannungen lösen, Zusammenhänge verstehen
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Tinnitus zählt zu den häufigsten Ursachen dauerhafter Ohrgeräusche und kann den Alltag erheblich beeinträchtigen. Weil Hintergründe oft komplex sind, lohnt sich ein Blick auf mögliche funktionelle Zusammenhänge im Kopf-, Kiefer- und Nackenbereich. Die Osteopathie setzt genau hier an: Sie unterstützt dabei, Spannungen zu erkennen, Wechselwirkungen zu verstehen und individuelle Beschwerden gezielt zu regulieren.

Pfeifen, Summen, Rauschen – ein Tinnitus kann Betroffene stark belasten. Besonders dann, wenn die Geräusche dauerhaft bestehen und sich nicht mehr „abschalten“ lassen. Neben medizinischen Behandlungsansätzen kann auch die Osteopathie unterstützen, funktionelle Zusammenhänge zu erkennen und Spannungen im Kopf-, Kiefer- oder Nackenbereich zu regulieren.

Wenn der Körper aus dem Gleichgewicht gerät

Viele Menschen nehmen Tinnitus als rein „ohrbezogenes“ Problem wahr. Aus osteopathischer Sicht lohnt sich jedoch ein Blick auf den gesamten Körper: Verspannungen im Nacken, eine eingeschränkte Kieferbewegung oder fasziale Spannungen im Kopf-Hals-Bereich können sich über Nerven- und Gefäßverbindungen auf das Innenohr auswirken.

„Wir betrachten den gesamten Menschen – mit all seinen funktionellen Strukturen und mentalen Faktoren“, erklärt Godehard Stoll, Vorstandsmitglied im Bundesverband Osteopathie e.V. – bvo. „Oft finden wir die Ursache nicht dort, wo die Beschwerden auftreten, sondern in umliegenden Strukturen, die den Tinnitus beeinflussen können.“

Wie eine osteopathische Behandlung bei Tinnitus ablaufen kann

Am Anfang steht ein ausführliches Gespräch über Beschwerden, Vorerkrankungen und eventuelle Belastungen. Danach folgt die Untersuchung – ausschließlich mit den Händen. Dabei ertasten Osteopathen Spannungen oder Bewegungseinschränkungen, insbesondere im Bereich von Schädel, Kiefer, Nacken und Brustkorb.

Die Behandlung selbst erfolgt mit speziellen Techniken, die die Beweglichkeit verbessern und Spannungsmuster lösen sollen. „Gerade im Kopf- und Halsbereich arbeiten wir sehr feinfühlig“, erklärt Stoll. „Wenn sich Strukturen wieder freier bewegen können, berichten viele Patienten, dass sich der Tinnitus verändert – etwa leiser wird oder weniger präsent ist.“

Nach Stolls Erfahrung zeigen einige Betroffene bereits nach wenigen Sitzungen eine Entlastung bei begleitenden Beschwerden wie Nackenverspannungen oder Kieferdruck. „Wichtig ist aber auch, dass Patienten selbst etwas beitragen. Dann verstärken sich in der Regel die positiven Effekte“, so Stoll.

Was Betroffene selbst tun können

Ergänzend zur Behandlung können kleine Alltagsmaßnahmen unterstützen – vor allem, wenn Stress, Muskelverspannungen oder eine angespannte Kieferhaltung eine Rolle spielen.

„Alles, was Spannung reduziert, hilft meist auch dem Tinnitus – etwa regelmäßige Bewegung oder kurze Atemübungen über den Tag verteilt“, betont Stoll.

Infokasten

Tinnitus – Fakten und Zusammenhänge

Was hören Betroffene?

Geräusche wie Pfeifen, Summen oder Rauschen ohne äußere Schallquelle.

Wie häufig kommt Tinnitus in Deutschland vor?

Etwa jeder vierte Erwachsene erlebt im Laufe seines Lebens Ohrgeräusche, rund 10 % sind dauerhaft betroffen.

Wann spricht man von chronischem Tinnitus?

Wenn die Geräusche länger als drei Monate bestehen.

Was sind typische Begleiter?

Schwindel, Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder Konzentrationsprobleme.

Was sind mögliche Auslöser?

Lärmbelastung, Verspannungen im Nacken oder Kiefer, Durchblutungsstörungen, Stress.

Wie sieht der osteopathische Ansatz aus?

Untersuchung von Kopf-, Kiefer- und Halsregion auf Spannungen oder Bewegungseinschränkungen; Behandlung mit sanften manuellen Techniken zur Förderung der Durchblutung und Regulation des vegetativen Nervensystems.

Weitere Informationen für Ihre Leser oder zur Themenanregung finden Sie in unserem Blog „Osteopathie News“ ► bit.ly/BVO-Blog.

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Pressekontakt:

Jacqueline Damböck

presse@bv-osteopathie.de

Anschrift:

Bundesverband Osteopathie e.V. – bvo

Markgrafenstr. 39

95680 Bad Alexandersbad

Tel.: 09232 88 12 624

www.bv-osteopathie.de | Social Media: @bvo.osteopathie

Christine Berek, 1. Vorsitzende | Vereinsregister Hof Nr. VR 200394

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