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Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP)

BDP-Pressemitteilung: 80 Jahre BDP – in Zeiten multipler Krisen hat die Psychologie als Profession enorm an Bedeutung gewonnen

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Pressemitteilung

80 Jahre BDP – in Zeiten multipler Krisen hat die Psychologie als Profession enorm an Bedeutung gewonnen

Berlin, 10.06.2026: Die dreitägige Jubiläumstagung hat vor allem eines gezeigt: Psychologie kann in allen gesellschaftlichen Bereichen maßgeblich dabei unterstützen, Strategien im Zusammenhang mit den vielfältigen aktuellen Herausforderungen zu entwickeln. Genau das braucht es, um wichtige Veränderungsprozesse in Politik und Gesellschaft anzustoßen.

Mit dem Vortrag „Gerechtigkeitserleben und soziale Verantwortung“ eröffnete Prof. Dr. Elisabeth Kals die Tagung mit vielen weiteren Fachimpulsen aus den unterschiedlichen Anwendungsfeldern der Psychologie. Und entfachte mit diesem gerechtigkeitspsychologischen Blickwinkel den Diskurs zum Wechselspiel zwischen Individuum und Gesellschaft und der Rolle sowie den Gestaltungsmöglichkeiten der Psychologie.

Insgesamt lenkten rund 30 Veranstaltungen den Fokus auf so wichtige gesellschaftsrelevante Themen wie die Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt, Bildung und Kindeswohl, die Digitalisierung, Arbeitssicherheit, die psychotherapeutische Versorgung sowie Verbraucherschutz in der Psychologie. Auch die Belastungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel und Umweltkatastrophen, globalen Krisenherden und Kriegen, einer zunehmenden gesellschaftlichen Spaltung, Armut oder Migration fanden Beachtung.

„In Zeiten multipler Krisen und teilweise rasanter Veränderungen in allen Lebensbereichen hat die Psychologie als Profession enorm an Bedeutung gewonnen. Der Bedarf an einer professionellen, seriösen und vertrauensvollen psychologischen und psychotherapeutischen Versorgung in der Bevölkerung ist deutlich gestiegen, denn sie bietet Hilfestellung bei der Bewältigung von Krisen und Entwicklung neuer Strategien im Umgang mit den persönlichen sowie globalen Herausforderungen“, erläutert BDP-Präsidentin Thordis Bethlehem in ihrer Eröffnungsrede.

Das Jubiläum hat noch einmal mehr gezeigt: Psychologie hilft! Vor diesem Hintergrund nimmt der BDP als Berufsverband seinen Auftrag sowie auch die ethische Verpflichtung hinzusehen, zu verstehen, einzuordnen und mitzugestalten weiterhin sehr ernst. Es ist höchste Zeit für politische und gesellschaftliche Veränderungen. Und die Stärkung der psychischen Gesundheit, für mehr Resilienz, Gemeinwohl und Veränderungsbereitschaft in der Gesellschaft wird im Zusammenhang mit Lösungsansätzen für die großen Herausforderungen unserer Zeit von zentraler Bedeutung sein.

Relevant war der Diskurs auch im Hinblick auf die geplanten strukturpolitischen innerverbandlichen Entwicklungen. Klar ist, auch weiterhin macht sich der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) als größte bundesweit agierende Interessenvertretung des Berufstandes für die Interessen von Psycholog*innen in Deutschland stark, beteiligt sich am gesellschaftlichen Diskurs und bringt wissenschaftlich fundierte politische Positionen in Gesetzgebungsverfahren ein.

Ein weiteres Highlight des Jubiläums war der Verbändegipfel zur Psychologie im Arbeitsschutz mit dem BDP sowie der 1. Vizepräsidentin Prof. Dr. Annett Kluge von der DGPs, Prof. Dr. Sabine Rehmer und Prof. Dr. Jan Dettmers vom Vorstand des Fachverbands PASiG, Dr. Christian Felten von der Basi und dem VDSI-Vorstand Silvester Siegmann. Diese und weitere Veranstaltungen wie die Politikwerkstätten „Psychologie im Kindergarten“ und „Die doppelte Klimakrise - meteorologisch und gesellschaftlich“ zeigen die große Bandbreite an Initiativen und Kooperationen des BDP. Weitere Fachimpulse gab es aus den Bereichen Wirtschafts-, Sport- und Verkehrspsychologie sowie Freiberufliche und Angestellte Psycholog*innen.

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 80jährigen Verbandsjubiläum erhielt Prof. Dr. Wolfgang Schubert für seine Verdienste um die Verkehrspsychologie die Goldene Ehrennadel des BDP. Während der Zeit als Vorsitzender der BDP-Sektion Verkehrspsychologie war er an der erstmaligen Erwähnung von Diplom-Psycholog*innen in der Gesetzgebung zur Fahrerlaubnisprüfung beteiligt sowie auch an der Entwicklung des Zertifikats „Psycholog*in für Verkehrspsychologie (BDP). In seiner Zeit bei der Dekra baute Prof. Dr. Schubert zudem ein flächendeckendes Netzwerk von Begutachtungsstellen für Fahreignung auf. Der derzeitige Vorsitzende der Sektion Verkehrspsychologie hielt die Laudatio im Rahmen des Jubiläums-Festaktes.

Für ihren Einsatz im Bereich klinisch-psychologischer Belange wurde Ruth Curio das Ehrenzeichen des BDP verliehen. Über 25 Jahre prägte Ruth Curio die politische Arbeit der Fachgruppe „Klinische Psychologie im Allgemeinkrankenhaus“ mit und vertritt bis heute die Interessen in der Bundesarbeitsgemeinschaft Psychosoziale Versorgung im Allgemeinkrankenhaus (BAG-PAV).

Unter dem Motto „Elbe in Berlin“, an die Gründung im Restaurant Hoppe am Hamburger Elbstrand erinnernd, lud der Verband zum Gesellschaftsabend und entspannten Ausklingen auf das Restaurantschiff Van Loon: Ein Dank an Mitarbeitende und Kooperationspartner*innen und ein Hochleben von Solidarität, Unterstützung, Wirksamkeit, Gemeinsamkeit und Vielfalt, die der Verband seit 80 Jahren erleben darf.

Ihre Ansprechpartnerin:

Bettina Genée

Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Phone: +49 176 58868222

Mail: presse@bdp-verband.de">presse@bdp-verband.de

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP) vertritt die beruflichen Interessen der niedergelassenen, selbständigen und angestellten/ beamteten Psychologinnen und Psychologen aus allen Tätigkeitsbereichen. Als der anerkannte Berufs- und Fachverband der Psychologinnen und Psychologen ist der BDP Ansprechpartner und Informant für Politik, Medien und Öffentlichkeit. Der BDP wurde vor über 75 Jahren am 5. Juni 1946 in Hamburg gegründet. Heute gehören dem Verband rund 11.000 Mitglieder an.

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