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07.05.2019 – 10:53

BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung

30 Jahre BAM Know-how für sichere Abfalldeponien

30 Jahre BAM Know-how für sichere Abfalldeponien
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Deponien müssen nach unten verlässlich abgedichtet sein, um Boden und Grundwasser vor einer Verunreinigung mit Schadstoffen zu schützen. Aktuell kommen dafür meist Geokunststoffe zum Einsatz. Für die Prüfung und Zulassung von Geokunststoffen, Polymeren und Dichtungskontrollsystemen für Deponien ist seit 30 Jahren die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) zuständig.

Zum Jubiläum veranstaltet die BAM für Behörden, Firmen und Forschungseinrichtungen, die im Fachbeirat sitzen, am 7. Mai einen Workshop zur Deponietechnik in Lüneburg. Neben Vorträgen steht auch eine Besichtigung der Zentraldeponie in Bardowick im Landkreis Lüneburg auf dem Programm. Dort ist die erste Dichtungsbahn aus Kunststoff eingebaut, die die BAM im Jahr 1989 zugelassen hat - und auch heute noch ihren Zweck erfüllt.

Aufgabe der BAM ist es zu prüfen, ob Geokunststoffe ihre Dichtungsfunktion in einer Deponie für mindestens 100 Jahre erfüllen können - so schreibt es die Deponieverordnung in Deutschland vor. "Geokunststoffe bieten einen hohen Widerstand gegenüber chemischen und biologischen Einflüssen und zeichnen sich so durch eine lange Haltbarkeit aus", erklärt Dr. Franz-Georg Simon, Leiter des Fachbereichs Schadstofftransfer und Umwelttechnologie. "Mit der Verwendung dieser Materialien lassen sich aufwendige und teure Sanierungsarbeiten auf Deponien vermeiden."

Zur Deponieabdichtung werden, je nach Anforderung in der Praxis, unterschiedliche Produkte genutzt. Dazu gehören beispielsweise Kunststoffdichtungsbahnen, Geotextilien oder Kunststoff-Dränelemente, die zum Sammeln und Ableiten von Niederschlägen dienen. Zur Sicherung von Böschungen werden auch Bewehrungsgitter aus Kunststoff eingesetzt. Die Baustoffe werden ressourcenschonend und mit gleichbleibenden Eigenschaften hergestellt; sie können auch in anderen Bereichen, zum Beispiel im Wasserbau, verwendet werden.

Weitere Informationen zu Kunststoffen in der Geo- und Umwelttechnik finden Sie hier: https://tes.bam.de/TES/Navigation/DE/Geo-und-Umwelttechnik/uebersicht-geo-und-umwelttechnik.html

Kontakt: 
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) 
Venio Quinque, M.A., LL.M./LL.B. 
Leiter Referat Unternehmenskommunikation 
T: + 49 30 8104-1002 
presse@bam.de 
www.bam.de


Über die BAM 

Die BAM gewährleistet Sicherheit in Technik und Chemie. 
Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) ist eine
Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und
Energie.

Die BAM forscht, prüft und berät zum Schutz von Mensch, Umwelt und Sachgütern.
Im Fokus aller Tätigkeiten in der Materialwissenschaft, der Werkstofftechnik und
der Chemie steht dabei die technische Sicherheit von Produkten und Prozessen.
Dazu werden Substanzen, Werkstoffe, Bauteile, Komponenten und Anlagen sowie
natürliche und technische Systeme von volkswirtschaftlicher Dimension und
gesellschaftlicher Relevanz erforscht und auf sicheren Umgang oder Betrieb
geprüft und bewertet. Die BAM entwickelt und validiert Analyseverfahren und
Bewertungsmethoden, Modelle und erforderliche Standards und erbringt
wissenschaftsbasierte Dienstleistungen für die deutsche Wirtschaft im
europäischen und internationalen Rahmen.

Sicherheit macht Märkte. 
Die BAM setzt und vertritt für Deutschland und seine globalen Märkte hohe
Standards für Sicherheit in Technik und Chemie zur Weiterentwicklung der
erfolgreichen deutschen Qualitätskultur "Made in Germany". 

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