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Geldanlage: Banken schöpfen Pfandbriefpotenzial nicht aus

Berlin (ots) - Die Banken in Deutschland riskieren, den Nachfrageboom bei Pfandbriefen nicht voll auszuschöpfen. Allein bei Immobiliendarlehen für Privatkunden bleibt derzeit ein zusätzliches Verbriefungspotenzial von 20 Prozent ungenutzt. Der Grund: Die Institute arbeiten bei der Ermittlung von Beleihungswerten zu ineffizient. Zudem erschweren unvollständige und unzureichende Dokumente die Festsetzung von Immobilienwerten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Marktbeobachtung der Unternehmensberatung Cofinpro.

"Verbesserungen lassen sich vor allem im Kundengespräch erzielen, um erforderliche Unterlagen bereits frühzeitig im Prozess zu vervollständigen", sagt Martin Beigel, Experte für Bankprozesse bei Cofinpro. "In der Praxis führt eine zu späte Prüfung der Dokumente häufig zum Ausschluss von Immobilien aus dem Deckungsstock. Die Methoden zur Beleihungswertermittlung dürften künftig auch verstärkt im Fokus externer Prüfer stehen. Denn Wirtschaftsprüfer und Bankenaufsicht sind darauf bedacht, die weltweit anerkannte Güte des deutschen Pfandbriefs zu erhalten."

Vor diesem Hintergrund sind Dokumente wie beispielsweise Grundbuchauszüge, Bauzeichnungen oder Berechnungen über die Wohnfläche für eine ordnungsgemäße Ermittlung des Beleihungswerts unverzichtbar. Verfehlt ein Institut die strengen Kriterien der gesetzlichen Vorschriften (BelWertV), darf eine Immobilie nicht als Sicherheit im Deckungsstock verwendet werden. Das wirtschaftliche Risiko liegt auf der Hand: Jede Immobilie, die nicht in den Deckungsstock eingeht, erhöht die Refinanzierungskosten der Bank. Darüber hinaus verringern sich die verfügbaren Kreditsicherheiten. Dies wirkt sich negativ auf die Einhaltung der seit Basel III verschärften Eigenkapitalregeln aus.

"Abhilfe schafft eine abteilungsübergreifende Einbindung in die Pfandbriefprüfung", erläutert Martin Beigel. "Im Optimalfall findet die Kontrolle auf vollständige und qualitativ ausreichende Unterlagen bereits während der Kreditzusage statt. Dafür sind klare und verbindliche Richtlinien sowie leistungsfähige Prozesse und IT-Systeme notwendig, um zusätzliche Belastungen im Vertrieb zu minimieren. Dazu gehört beispielsweise auch der Zugriff auf externe Datenquellen, die Immobilienbewertungen zusätzlich erleichtern. Dies trägt maßgeblich zur Optimierung des Deckungsstockvolumens bei."

Über Cofinpro (www.cofinpro.de)

Cofinpro unterstützt Deutschlands führende Finanzdienstleister bei 
der Verbesserung von Geschäftsprozessen. Zu den Kunden zählen große 
private Bankhäuser ebenso wie Sparkassen und genossenschaftlich 
organisierte Institute. Gegründet 2007 als mitarbeitergetragene 
Aktiengesellschaft beschäftigt die Unternehmensberatung inzwischen 
rund 80 Bank- und Technologieexperten. Standorte sind in Berlin, 
Frankfurt am Main, Karlsruhe und München.


 

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