Alle Storys
Folgen
Keine Story von Frankfurter Rundschau mehr verpassen.

Frankfurter Rundschau

DGB-Vorsitzende Fahimi: "Die Unternehmen dürfen sich jetzt nicht verstecken"

Frankfurt (ots)

Die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds, Yasmin Fahimi, blickt in der Energiekrise mit gemischten Gefühlen auf den Winter und das Frühjahr. "Meine Sorgen sind groß, aber etwas kleiner als vor einigen Wochen", sagte die DGB-Vorsitzende der Frankfurter Rundschau (Samstagsausgabe). Sie rief die Ampel-Koalition dazu auf, eine zweite Abschlagszahlung auf den Weg zu bringen, zusätzlich zu jener im Dezember.

Um "Unschärfen" bei künftigen Entlastungspaketen zu verhindern, solle die Bundesregierung außerdem Direktzahlungen per Steuer-ID ermöglichen, um zielgenau alle Bürgerinnen und Bürger des Landes zu erreichen. "Wenn man in Zukunft nicht mehr nach dem Prinzip 'Schnelligkeit vor Genauigkeit' operieren will, dann muss das Finanzministerium dieses Vorhaben beschleunigen", sagte die Gewerkschafterin der FR. Man diskutiere mit der Bundesregierung zudem über eine Erweiterung des Kurzarbeitergeldes - das allerdings an Standortbedingungen geknüpft sein müsse, "damit Unternehmen nicht im Winter Steuergeld mitnehmen, im Frühjahr dann aber trotzdem Standorte schließen".

Die Unternehmen forderte Fahimi auf, Beschäftigte zu qualifizieren und Betriebe auf die klimaneutrale Zukunft vorzubereiten. "Die Unternehmen müssen jetzt mitziehen, sie dürfen sich nicht verstecken und mit Verweis auf die Krise Standorte schließen", sagte die 54-Jährige, die seit Mai an der Spitze des Deutschen Gewerkschaftsbundes steht.

Pressekontakt:

Frankfurter Rundschau
Ressort Wirtschaft
Telefon: 069/2199-3989

Original-Content von: Frankfurter Rundschau, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Frankfurter Rundschau
Weitere Storys: Frankfurter Rundschau
  • 26.10.2022 – 17:23

    Lösungen statt Streit

    Frankfurt (ots) - Rauft Euch zusammen, möchte man dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und Kanzler Olaf Scholz zurufen. Denn es ist nicht hilfreich, sondern besorgniserregend, wenn sich die Spitzen der beiden führenden Nationen der Europäischen Union streiten wie die Kesselflicker, statt die Probleme zu lösen. Es wird den vielbeschworenen deutsch-französischen Motor und die Mitarbeit der anderen EU-Staaten brauchen, damit Europa nach der kaum überstandenen ...

  • 25.10.2022 – 18:01

    Steinmeiers Mission

    Frankfurt (ots) - Steinmeier hat seinen Besuch in Kiew nun vor allem zum Symbol der deutschen Solidarität mit dem angegriffenen Land erklärt. Das ist lobenswert, ebenso die mitgebrachte humanitäre Hilfe und der Appell, dass deutsch-ukrainische Städtepartnerschaften ein wichtiger Weg sind, den Menschen im Kriegsgebiet durch die kalte Jahreszeit zu helfen. Doch wenn man sich die Laufbahn des einst anerkannten Diplomaten Frank-Walter Steinmeier in Ruhe vor Augen führt, ist ...