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Frankfurter Rundschau: Trumps Schlachtrufe

Frankfurt (ots) - Mit jedem dieser Schlachtrufe zieht Trump rote Linien und setzt sich unter Zugzwang. Sollte Kim Jong-un auf die selbstmörderische Idee kommen, die USA mit militärischen Nadelstichen reizen zu wollen, muss Trump nach seiner eigenen Logik fast zwangsläufig mit militärischen Mitteln antworten. Alles andere machte ihn in seiner eigenen Anhängerschaft unglaubwürdig, und nur die zählt für Trump. Theoretisch könnte er natürlich anders handeln. So wie sein Vorgänger vor ein paar Jahren. Obama drohte dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad mit einem Militärschlag, verzichtete dann aber nach einigem Nachdenken darauf und ließ sich von den eigenen Leuten in Grund und Boden kritisieren. Obama hatte Größe. Trump hat sie nicht. Man wünschte sich in diesen gefährlichen Zeiten einen Mann von Format im Weißen Haus. Stattdessen sitzt da jemand, der gefährlich vor sich hinplappert.

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