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Frankfurter Rundschau: Pressestimme zu Steuerhinterziehung

Frankfurt (ots) - Die Frankfurter Rundschau kommentiert die Debatte über Steuerhinterziehung:

Legt man politisch-ethische und nicht nur strafrechtliche Maßstäbe an, dann ließe sich das, was Uli Hoeneß, Alice Schwarzer und Politiker wie André Schmitz tun, besser mit "Diebstahl" beschreiben. Sie stehlen dem Staat, was ihm nach den geltenden, demokratisch legitimierten Spielregeln zusteht. Was aber der Staat nicht hat, das kann er auch nicht ausgeben: Er kann keine Lehrer bezahlen, kein Geld für Integrationskurse ausgeben. Die Steuerhinterzieher stehlen also vielen Menschen die Chance auf eine soziale Entwicklung.

Der öffentliche Aufschrei über die prominenten Chancen-Diebe geht einher mit der zunehmenden Ungerechtigkeit bei Einkommen und Besitz in Deutschland. Es geht nicht einfach nur um 100 000 Euro oder eine Million, die Manager oder Autorinnen beiseiteschaffen. Es geht um die Konsequenzen ihres Tuns.

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Kira Frenk
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