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Schwäbische Zeitung: Rassisten gemeinsam bekämpfen - Kommentar zum Hass in Sozialen Netzwerken

Ravensburg (ots) - Soziale Netzwerke sind etwas Wunderbares. Die Kommunikation zwischen den Menschen hat unterm Strich zu- und nicht abgenommen, seit es Facebook gibt. Und mit alten Freunden in Kontakt zu bleiben, war noch nie so einfach. Doch es gibt Schattenseiten, wie etwa die rechtsradikale Hetze. Facebook wird derzeit überschwemmt von ausländerfeindlichen Postings. Das reicht von dumpfen Nazi-Sprüchen bis zur Aufforderung zur Gewalt.

Klar ist, dass die Meinungsfreiheit in diesem Land so weit wie möglich ausgelegt werden muss - in vielen Fällen sogar weiter als es bislang geschieht. Denn sie ist die Grundlage einer freiheitlichen Gesellschaft. Klar ist aber auch, dass Beleidigungen, Hetze und Aufrufe zu Straftaten nicht unter die Meinungsfreiheit fallen, sondern ein Fall für den Staatsanwalt sind.

Facebook selbst hat es nicht leicht, in dem ganzen Wust an Mitteilungen mal hier, mal da als Zensor aufzutreten. Da bewegt sich die Firma auf dünnem Eis, und ein soziales Netzwerk lebt von der maximal freien Meinungsäußerung.

Aber wo, wenn nicht in sozialen Netzwerken, kann es gelingen, den Rassisten gemeinschaftlich entgegenzutreten. Beiträge melden, konsequentes "Entfreunden" und klare Kante gegen rechtsradikale Sprüche - nur so können die sozialen Netzwerke wieder der wunderbare Treffpunkt werden, der sie eigentlich sind.

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