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Deutschlands Fußballer sind raus, Bremens Roboter sind Weltmeister

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Deutschlands Fußballer sind raus, Bremens Roboter sind Weltmeister

Deutschlands Fußballer sind raus, Bremens Roboter sind Weltmeister: Das gemeinsame Team der Universität Bremen und des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) gewinnt die Weltmeisterschaft im Roboterfußball im südkoreanischen Incheon. Mit einer neuen Roboterplattform setzt B-Human seine Erfolgsgeschichte fort.

Der zwölffache Weltmeister B-Human hatte über Jahre hinweg das Feld in der RoboCup Standard Platform League geprägt. Diese Liga wurde nun gemeinsam mit der bisherigen Humanoid League zur neuen Humanoid Soccer League zusammengeführt. Erstmals trat B-Human dabei mit einer neuen Roboterplattform an, dem humanoiden Roboter Booster K1 von Booster Robotics.

Die neue Humanoid Soccer League ist in die drei Divisionen Small, Middle und Large gegliedert. Sie unterscheiden sich durch Größe und Gewicht der eingesetzten Roboter. B-Human trat gemeinsam mit 15 weiteren Teams in der Middle Division an. Diese kann als Nachfolgerin der bisherigen Standard Platform League betrachtet werden, da derzeit alle teilnehmenden Teams dieselbe Roboterplattform einsetzen.

Deutlich größere und schnellere Roboter

Der Booster K1 ist deutlich größer und schneller als der zuvor eingesetzte Roboter NAO. Dadurch werden die Spiele erheblich dynamischer. Alle Teams verwenden Bewegungsabläufe, die mithilfe von Deep Reinforcement Learning trainiert wurden. Während viele Teilnehmer auf Bewegungen zurückgriffen, die vom Hersteller der Roboter bereitgestellt werden, entwickelte B-Human eigene Lösungen für das Laufen, Schießen und Aufstehen. Dies verschaffte dem Team einen entscheidenden Vorteil. Die Arbeiten auf diesem Gebiet führten zudem zu einem wissenschaftlichen Beitrag, der beim abschließenden RoboCup Symposium vorgestellt wurde.

In der Middle Division setzte sich das Bremer Team in allen acht Spielen durch. Sowohl in der Vorrunde als auch im Halbfinale gewann B-Human mit deutlichem Vorsprung. Im Durchschnitt erzielte das Team 9,2 Tore pro Spiel und ließ lediglich 0,4 Gegentore zu.

Im Finale traf B-Human auf die HTWK Robots der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig. Das Leipziger Team hatte im vergangenen Jahr den Weltmeistertitel in der Kid Size Division der Humanoid League gewonnen. B-Human entschied das Finale mit 6:0 für sich.

Neben dem Weltmeistertitel wurde B-Human für seine langjährigen Beiträge zur Software Infrastruktur des Wettbewerbs mit dem Best Software Award ausgezeichnet.

Weltpremiere: erstes elf gegen elf Fußballspiel

Nach Abschluss des offiziellen Wettbewerbs war das Team zudem an einer Weltpremiere beteiligt. B-Human und die HTWK Robots trugen das erste elf gegen elf Fußballspiel zwischen humanoiden Robotern in der Geschichte des RoboCup aus. Gespielt wurde auf einem deutlich größeren Feld. Dort konnte das Bremer Team besonders von seinem ausgefeilten Passspiel profitieren, das bereits in den vergangenen Jahren ein wichtiger Baustein des Erfolgs war. Gespielt wurde eine Halbzeit, die B-Human mit 4:0 gewann.

Über B-Human

B-Human ist ein gemeinsames Projekt der Universität Bremen und des DFKI-Forschungsbereichs Cyber-Physical Systems unter der Leitung von Prof. Dr. Rolf Drechsler. Mit zahlreichen nationalen und internationalen Titeln zählt das Team zu den erfolgreichsten in der Geschichte des RoboCup.

Das Team in Incheon bestand aus zehn Studierenden der Universität Bremen und einem Doktoranden. Wissenschaftlich betreut wurde es dort von Dr. Thomas Röfer (DFKI-Forschungsbereich Cyber-Physical Systems) und Dr. Tim Laue (Arbeitsgruppe Multisensorische Interaktive Systeme, Universität Bremen).

Hauptsponsor ist seit 2017 die Firma CONTACT Software, ein führender Anbieter von Lösungen für den Produktprozess und die digitale Transformation. Weitere Unterstützer sind cellumation, Ubica Robotics, JUST ADD AI, sowie Alumni der Universität Bremen e.V.

Weitere Informationen:

https://2026.robocup.org/

https://www.b-human.de/index.html

https://www.uni-bremen.de

Fragen beantworten:

Dr. Thomas Röfer

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI)

Forschungsbereich Cyber-Physical Systems

Tel.: +49 421 218 64200

E-Mail: Thomas.Roefer@dfki.de

Dr. Tim Laue

Universität Bremen

Fachbereich Mathematik und Informatik

Tel.: +49 421 218 64209

E-Mail: tlaue@uni-bremen.de

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI)

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Tel.: +49 421 178 45 4111

E-Mail: communications-hb@dfki.de

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