Polizei Düren

POL-DN: 06081801 Falsche Kontrolleure unterwegs

    Düren (ots) - Die Polizei warnt vor Trickdieben, die sich am Donnerstagmittag Zugang in die Wohnung einer Seniorin verschaffen konnten und deren Schmuck stahlen.

    Gegen 12.00 Uhr hatten zwei Männer ein Mehrfamilienhaus in der Schenkelstraße durch die unverschlossene Haustür betreten. Dort klingelten sie an der Wohnung einer 78 Jahre alten Frau und schwindelten ihr vor, dass sie als Mitarbeiter eines regionalen Versorgungsunternehmens die Wasserrohre im Bad zu überprüfen hätten. Die arglose Dürenerin ließ die beiden Unbekannten, die keine Legitimation vorwiesen sondern mit einem Schreibbrett fleißige Geschäftigkeit vortäuschten, in ihre Wohnräume eintreten. Im Badezimmer drehte einer der Täter dann die Hähne auf und lenkte die Geschädigte damit ab. Als die Frau mißtrauisch wurde, weil der falsche Kontrolleur ständig die Badezimmertür schließen wollte und sein "Mitarbeiter" nicht mit im Bad war, verwies sie die Männer der Wohnung. Unmittelbar danach bemerkte die Rentnerin, dass der kurze Aufenthalt in der Wohnung den Männern gereicht hatte, einen Schmuckkoffer aufzufinden und zu plündern. Die Höhe des Schadens kann derzeit noch nicht beziffert werden.

    Beide Täter haben der Beschreibung zufolge ein "Vollmondgesicht". Der ältere der beiden Gesuchten ist etwa 40 Jahre alt, korpulent und hat mit sehr kurzen, dunkelblonden Haaren eine "glatzköpfige Erscheinung". Er war mit einem gemusterten Hemd und vermutlich einem dunkelgrauen Anzug bekleidet. Der zweite Täter soll etwas jünger sein. Seine Größe wird auf 175 cm geschätzt. Auf dem Kopf trug er eine dunkelblaue Baseballkappe mit dem Emblem "NY".

    Sachdienliche Hinweise werden an die Einsatzleitstelle der Polizei in Düren unter Telefon 0 24 21/949-245 oder während der Bürodienstzeiten an das zuständige Kriminalkommissariat unter Telefon 0 24 21/949-660 erbeten.

    Das Vortäuschen einer amtlich erscheinenden Eigenschaft an der Haustür ist ein altbekannter Trick, mit dem Täter insbesondere bei lebensälteren Geschädigten den Einlass in die Wohnräume erreichen wollen. Einmal in den Zimmern aufhältig, wird jede nur denkbare Möglichkeit der Ablenkung eingesetzt, um häufig einem Mittäter die Suche nach Wertsachen zu ermöglichen. Oft bemerken die Geschädigten den Diebstahl erst, wenn die Personen sich bereits wieder entfernt haben.

    Die Polizei rät:

    Fordern Sie von Amtspersonen oder Beauftragten einer Firma einen Ausweis und nehmen Sie sich vor dem Einlass Zeit für eine sorgfältige Prüfung des Dokuments.

    Im Zweifel rufen Sie bei der entsendenden Institution an; suchen Sie die Telefonnummer aber selbst heraus.

    Lassen Sie nur die Handwerker ein, die Sie selbst bestellt haben, oder die von der Hausverwaltung angekündigt wurden.

    Sollten Sie sich unsicher fühlen, ziehen Sie Nachbarn hinzu.

    Gegen zudringliche Besucher notfalls auch energisch wehren (laute Ansprache, Hilferuf).

    Hinweise der Polizei über das richtige Verhalten bei Gefahren an der Haustür erhalten Ratsuchende gerne auch beim Kommissariat Vorbeugung unter der Telefon-Nummer 02421/949-845.


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