Bundeskriminalamt

BKA: BKA WARNT VOR NEUER BETRUGSMASCHE - Neuer Modus Operandi von "Timesharing"-Betrügern

    Wiesbaden (ots) - Dem Bundeskriminalamt sind in jüngster Zeit über 30 Fälle einer neuen Betrugsmasche im Zusammenhang mit "Timesharing" bekannt geworden. Dabei sind die Täter an verkaufswillige Timesharing- Inhaber herangetreten und haben vorgegeben, Kaufinteressenten für deren Timesharing-Rechte zu kennen. Neu ist, dass sie sich u.a. als Mitarbeiter tatsächlich existierender Firmen oder Anwaltskanzleien in den USA ausgegeben haben, die angeblich mit Notaren in Spanien zusammenarbeiten. Ein Verkauf ist jedoch in keinem der Fälle zustande gekommen - die Täter hatten es vielmehr auf Geldzahlungen für angebliche Notarleistungen abgesehen.

    Viele Deutsche haben in Spanien Nutzungsrechte für Wohnimmobilien ("Timesharing") über mehrere Jahre erworben. Diese dürfen - je nach Vertrag - während bestimmter Wochen eines Jahres bewohnt werden. Unaufgefordert treten nun vermehrt Personen an verkaufswillige Timesharing-Inhaber heran und geben zum Beispiel vor, einer renommierten Anwaltskanzlei in den USA anzugehören und für eine Niederlassung dieser Firma in Spanien zu arbeiten.

    Dabei teilen sie mit, dass sie einen Kaufinteressenten für das Timesharing-Recht haben. Die Namen existierender Kanzleien oder Unternehmen werden jedoch missbräuchlich verwendet und dienen lediglich dazu, dem Geschäft einen legalen "Anschein" zu verleihen.

    Die Betrüger behaupten, dass vor der Geschäftsabwicklung eine "Validitätsurkunde" für das Timesharing-Recht ausgestellt werden müsse. Die Kosten für die Validitätsurkunde sowie für die angebliche Eintragung im Grundbuch, die zwischen 1.500 Euro und 8.000 Euro liegen, soll der Verkaufsinteressent tragen.

    Das BKA warnt dringend davor, Zahlungen für angebliche Validitätsurkunden oder Steuerforderungen zu überweisen, da es höchstwahrscheinlich nicht zu einem Verkauf des Ferieneigentums kommt.

    Das Bundeskriminalamt rät: Erstatten Sie bei entsprechenden Verdachtsfällen umgehend Anzeige bei Ihrer örtlichen Kriminalpolizei!


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