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BKA: Interpol-Generalsekretär Ronald K. Noble zu Gesprächen im BKA

    Wiesbaden (ots) - Ronald K. Noble, Generalsekretär der Internationalen Kriminalpolizeilichen Organisation (IKPO-Interpol), trifft sich am heutigen Mittwoch in Wiesbaden mit BKA-Präsident Dr. Ulrich Kersten. Im Vordergrund der Zusammenkunft steht die inhaltliche Abstimmung über die zukünftige strategische Ausrichtung der IKPO-Interpol.

    Die IKPO-Interpol bietet Strafverfolgungsbehörden von derzeit 181 Mitgliedstaaten ein Kooperationsnetz zur gegenseitigen Unterstützung bei der Verbrechensbekämpfung und dient als Plattform für den polizeilichen Nachrichten- und Informationsaustausch. Der Übermittlung weltweiter Fahndungsersuchen nach flüchtigen Straftätern kommt dabei eine Kernfunktion zu.

    Mit einem vergleichsweise hohen Anteil von 7-8 % am gesamten Interpol- Nachrichtenaustausch gehört Deutschland zu den Haupt- Nutzern dieser Organisation und beteiligt sich durch die Vertretung in verschiedenen Gremien maßgeblich an ihrer Ausgestaltung. So vertritt BKA-Präsident Dr. Kersten seit November 2000 die Region Europa als Delegierter im Exekutivkomitee von Interpol. Er hat darüber hinaus den Vorsitz in einem Unterausschuss übernommen, der sich mit der strategischen Entwicklung der Organisation befasst und Schwerpunkte der künftigen Tätigkeiten von Interpol festlegen soll.

    Die Ereignisse des 11. September 2001 unterstreichen die Notwendigkeit, die IKPO an die Entwicklung globaler Kriminalitätsphänomene anzupassen und erforderten auch bei Interpol eine Schwerpunktsetzung im Bereich der Terrorismus-Bekämpfung. Dies hat zu der strategischen Überlegung geführt, die traditionelle Funktion von Interpol als Nachrichtenmittler zu erweitern und die Organisation in den Bereichen der Datensammlung und Datenverarbeitung stärker als weltweites Kompetenzzentrum auszubauen. Um einen möglichst reibungslosen und technisch sicheren Daten- und Informationsaustausch unter den Interpol-Mitgliedern zu ermöglichen, steht derzeit der Aufbau eines neuen Kommunikationssystems ganz oben auf der Interpol-Agenda.

    Weitere Schwerpunkte setzt die Organisation bei den Deliktsfeldern Menschenhandel, Schleusungskriminalität, Finanzstraftaten (Geldwäsche), Internet- und Drogenkriminalität sowie bei der Bekämpfung der Organisierten Kriminalität und der Zielfahndung nach international flüchtigen Straftätern. Auf allen Gebieten bietet Interpol seinen Mitgliedsstaaten Hilfe durch Expertenwissen, Ausbildungsmöglichkeiten und Ermittlungsunterstützung an.

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