Bundeskriminalamt

BKA: Ermittlungserfolg gegen Cyber-Kriminelle

Wiesbaden (ots) - Am 11.02.20214 nahm das Bundeskriminalamt (BKA) mit Unterstützung der Bundespolizei in Bad Nauheim einen 21-jährigen Mann fest. Gegen den Beschuldigten lag ein Europäischer Haftbefehl der niederländischen Behörden vor. Ihm werden gewerbsmäßiger Computerbetrug, die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung sowie der Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz vorgeworfen.

Dem Einsatz gingen umfangreiche Ermittlungen der niederländischen Polizeibehörden und des BKA voraus. Sie bestätigten den Verdacht, dass die Beschuldigten das illegale Internetverkaufsportal "Black Market Reloaded" (BMR) sowie dessen Nachfolger "Utopia" entwi-ckelten und administrierten. "BMR" und "Utopia" sind illegale Verkaufsplattformen der sogenannten "underground economy" im Internet, auf denen beispielsweise Drogen, illegale Schusswaffen, aber auch Kreditkartendaten oder kriminelle Dienstleistungen angeboten wurden.

Mit der Festnahme des deutschen Mitbetreibers der Seite "Utopia" wurden zugleich ein Server, der bei einer in Deutschland ansässigen Firma betrieben wurde, vom Netz genommen und damit die illegale Verkaufsplattform "Utopia" geschlossen.

In diesem Zusammenhang nahmen die niederländischen Behörden zeitgleich drei Beschuldigte fest und durchsuchten deren Wohnräume. Sowohl in den Niederlanden als auch in Deutschland konnten umfangreiche Beweismittel sichergestellt werden. Bei dem in Bad Nauheim Festgenommenen wurde auch ein sogenannter Bitcoin-Wallet mit circa 1.000 Bitcoins, was einem aktuellen Wert von rund 500.000 Euro entspricht, sichergestellt.

Nach der kürzlich erfolgten Schließung der illegalen Verkaufsplattform "Silkroad" durch das FBI ist damit eine weitere bedeutende Verkaufsplattform für illegale Waren durch die Straf-verfolgungsbehörden abgeschaltet worden.

Der 21-Jährige wurde bereits dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt, der die Haft anordnete. Das Auslieferungsverfahren wird von der Staatsanwaltschaft Gießen betrieben werden.

Weitere Auskünfte können derzeit nicht erteilt werden.

Rückfragen bitte an:

Bundeskriminalamt
Pressestelle

Telefon: 0611-551 3083
Fax: 0611-551 2323
www.bka.de

Original-Content von: Bundeskriminalamt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Bundeskriminalamt

Das könnte Sie auch interessieren: