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09.08.2019 – 09:23

Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis

POL-MK: Rollende Zeitbomben stillgelegt

POL-MK: Rollende Zeitbomben stillgelegt
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Lüdenscheid (ots)

Gestern überprüften Polizeibeamte in Lüdenscheid-Dickenberg ein in Bulgarien zugelassenes Autotransportgespann. Dem schlechten ersten Eindruck folgte die entsprechende Kontrolle.

Auffällig war, dass nur drei der vier Räder des Anhängers den Boden berührten. Das vierte Rad hing in der Luft (Foto). Der Grund: Die Achse war stark verbogen. Dem bulgarischen Fahrer war dieser Zustand wohl bekannt, da er den Beamten zu verstehen gab, dass alle vier Räder auf dem Boden sind, wenn zwei PKW auf dem Anhänger stehen würden. Doch das war nicht alles, was hier im Argen war.

Neben der defekten Lenkung war ein Reifen derart abgefahren, dass er kurz vor dem Platzen stand (Foto). Eine Bremsscheibe war gerissen. Funktionierende Beleuchtung? Fehlanzeige. Die Beamten zogen einen Sachverständigen zu Rate. Der bestätigte die akute Verkehrsgefährdung und legte das Gespann sofort still. Die Weiterfahrt wurde untersagt. Insgesamt standen 84 Mängel auf dem Untersuchungsbericht.

Der betroffene Fahrer hatte zwischenzeitlich einen Kollegen informiert, der ihn und sein fahruntüchtiges Gespann in Lüdenscheid abholen sollte. Wenige Stunden später war dieser Kollege tatsächlich in Lüdenscheid eingetroffen und bereit zur Abfahrt. Auch dieses Gespann nahmen die Beamten unter die Lupe. Auch hier lagen erschreckende Mängel am LKW und Anhänger vor.

Die Hinterräder des Abschleppwagens schliffen im Kotflügel. Der tragende Rahmen war mehrfach durchrostet und an anderen Stellen unsachgemäß geschweißt. Die Bremse des Anhängers funktionierte gar nicht. Die Achshalterungen waren gerissen. Auch in diesem Fall urteilte der Sachverständige, dass eine Verkehrsgefährdung vorlag. Die zweite Stilllegung erfolgte.

Beide Fahrer hinterlegten eine so genannte Sicherheitsleistung über 210 EUR zur Deckung der Kosten des Bußgeldverfahrens. Die jeweiligen Halter bekommen jeweils einen Bußgeldbescheid über 300 EUR nach Bulgarien zugestellt.

Rückfragen bitte an:

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Telefon: +49 (02371) 9199-1220 oder 1221
E-Mail: pressestelle.maerkischer-kreis@polizei.nrw.de
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