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01.12.2021 – 08:39

Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Beamte erkennen Mann als Dieb wieder
Polizeiinterner Fahndungsflyer wird 67-Jährigem zum Verhängnis

Bundespolizeidirektion München: Beamte erkennen Mann als Dieb wieder / Polizeiinterner Fahndungsflyer wird 67-Jährigem zum Verhängnis
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München (ots)

Am Dienstag (30. November) konnte ein Dieb anlässlich von Hausrechtsmaßnahmen durch Bundespolizisten am Hauptbahnhof "wiedererkannt" werden. Der 67-Jährige hatte am 7. Oktober einen Rucksack entwendet und konnte - dank ausgewerteter Bilder aus der Videoaufzeichnung und polizeiinterner Fahndungsflyer - nun von einem Bundespolizisten wiedererkannt werden.

Im Rahmen einer Hausrechtsmaßnahme von Mitarbeitern der Deutsche Bahn Sicherheit wurde ein 67-jähriger Portugiese gegen 13:00 Uhr zur Wache der Bundespolizei gebracht. Auf der Wache stellte sich heraus, dass der Mann, der im Münchner Norden wohnt, die gleiche Kleidung trug, wie ein Mann, der am 7. Oktober im Hauptbahnhof einen Rucksack entwendet und sich in Richtung U-Bahn fortbewegt hatte. Bilder des Diebes waren auf einem polizeiinternen Fahndungsflyer in der Wache der Bundespolizei hinterlegt.

Bei dem Portugiesen wurde ein Atemalkoholgehalt von 2,3 Promille gemessen. Nach Konfrontation mit den Diebstahlsvorwürfen gab er zu verstehen, dass seine Lebensgefährtin, auf seine Anweisung hin, den Rucksack am 11. Oktober 2021 beim städtischen Fundbüro abgegeben hat. Durch eine Streife der Bundespolizei konnte der Rucksack samt Inhalt beim Fundbüro ausfindig gemacht werden. Derzeit ist es noch Gegenstand der Ermittlungen woher der zeitliche Verzug in der Übergabe an das Fundbüro kommt.

Ferner gilt es noch zu ermitteln, in wie weit die Angaben, dass die 71-jährige Lebensgefährtin, portugiesische Staatsangehörige, tatsächlich nach den Anweisungen des Polizeipflichtigen gehandelt hat, der Wahrheit entsprechen.

Der Rucksack gehört einer 34-jährigen Deutschen. Diese war am Nachmittag des 7. Oktobers mit dem ICE aus Nürnberg gekommen und hatte das Gepäckstück in einem Cafe-Shop im Hauptbahnhof abgestellt, wo es entwendet worden war. Die Videoaufzeichnungen bestätigten ihre Schilderungen und gaben bei einer Sichtung durch die Bundespolizei auch die Tathandlung wieder. Darauf war auch der Täter zu erkennen.

Als sich die Frau von Tisch und Rucksack entfernte, um einen weiteren Kaffee zu ordern, nutzte der Dieb die gebotene Chance, den rund vier Minuten unbeaufsichtigten Rucksack an sich zu nehmen und den Cafe-Shop zügig zu verlassen. Scheinbar hatte die Frau aus Zirndorf aber den Rucksack vergessen, denn ohne ihn zu vermissen verließ sie wenig später den Cafe-Shop und begab sich zu Gleis 11 zu einem Anschlusszug.

Pikant am Rande, dass sie den Dieb am Querbahnsteig passierte, ihren auf seinem Rücken befindlichen Rucksack aber nicht sah. Im Rucksack befanden sich ein E-Book der 34-Jährigen sowie ein Wärmebildgerät ihres Vaters und neben Kleidungsstücken auch mehrere Bücher. Gesamt wert rund 1.830 Euro.

Die Staatsanwaltschaft ordnete für den 67-Jährigen, der neben 2.150 Euro Bargeld auch Flugtickets für sich und seine Frau für Anfang Dezember nach Portugal mit sich führte, eine Sicherheitsleistung in Höhe von 800 Euro an.

Eine durchgeführte Vernehmung des Portugiesen, der von den Sicherheitskräften wegen des Durchwühlens mehrerer Abfalleimer mitgenommen worden war, musste abgebrochen werden, nachdem er sich zunehmend aggressiv und aufbrausender verhielt.

Die Bundespolizei bittet Reisende auf ihre Wertsachen und Gepäckstücke aufzupassen. Immer wieder bestätigen Videoaufzeichnungen wie leicht es manche Reisende Dieben machen. Oft wird "die Gunst der Stunde genutzt".

Allen, die Gepäckstücke oder sonstige Gegenstände "finden", wird empfohlen diese schnellstmöglich und unverzüglich einem Fundbüro zuzuführen bzw. amtliche Stellen zu informieren. Nur so räumt man einen möglichen Verdacht der Hehlerei aus.

Rückfragen bitte an:

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Wolfgang Hauner
Bundespolizeiinspektion München
Denisstraße 1 - 80335 München
Telefon: 089 515 550 1102
E-Mail: bpoli.muenchen.oea@polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion München ist zuständig für die
polizeiliche Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der
Anlagen der Deutschen Bahn und im größten deutschen S-Bahnnetz mit
über 210 Bahnhöfen und Haltepunkten auf 440 Streckenkilometern. Zum
räumlichen Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion München
gehören drei der vier größten bayerischen Bahnhöfe. Er umfasst neben
der Landeshauptstadt und dem Landkreis München die benachbarten
Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Dachau, Ebersberg, Erding,
Freising, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech und Starnberg.

Sie finden unsere Wache im Münchner Hauptbahnhof unmittelbar neben
Gleis 26. Das Revier befindet sich im Ostbahnhof in München und der
Dienstsitz für die nichtoperativen Bereiche mit dem Ermittlungsdienst
befindet sich in der Denisstraße 1, rund 700m fußläufig vom
Hauptbahnhof entfernt. Zudem gibt es Diensträume in Pasing und
Freising.

Telefonisch sind wir rund um die Uhr unter 089 / 515550 - 1111 zu
erreichen. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.bundespolizei.de oder oben genannter Kontaktadresse.

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