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20.09.2019 – 15:00

Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Mutmaßliche Schleuser fahren im Bus mit - Iraker wollen Verwandtschaft von Griechenland nach Deutschland bringen

Bundespolizeidirektion München: Mutmaßliche Schleuser fahren im Bus mit - Iraker wollen Verwandtschaft von Griechenland nach Deutschland bringen
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Rosenheim / A93 (ots)

Ermittlungen der Rosenheimer Bundespolizei haben am Freitag (20. September) offenbar zur Aufklärung einer Schleuseraktion geführt. Zwei Iraker werden beschuldigt, die illegale Einreise von sechs Landsleuten mit einem Fernreisebus organisiert zu haben.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag stoppten Bundespolizisten bei Grenzkontrollen auf der A93 nahe Kiefersfelden einen Reisebus mit italienischen Kennzeichen. Zwei Fahrgäste, die ursprünglich aus dem Irak stammen, wiesen sich mit deutschen Flüchtlingspässen aus. Beide Männer konnten den Beamten außerdem jeweils eine Aufenthaltserlaubnis für Deutschland aushändigen. Sechs ihrer Landsleute im Bus waren hingegen ohne die Papiere unterwegs, die für den geplanten Aufenthalt in der Bundesrepublik erforderlich gewesen wären. Wie sich herausstellte, hatten die irakischen Staatsangehörigen in Griechenland bereits Asyl beantragt.

Nach ersten Erkenntnissen der Rosenheimer Bundespolizisten stehen die Migranten in einem verwandtschaftlichen Verhältnis zu den mutmaßlichen Schleusern, die in Nordrhein-Westfalen gemeldet sind. Die zwei Männer im Alter von 23 und 26 Jahren räumten schließlich ein, die Busfahrt in die Wege geleitet zu haben und ihre Verwandten bereits in Griechenland abgeholt zu haben. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnten beide ihre Reise fortsetzen. Sie müssen sich aber voraussichtlich schon bald wegen Einschleusens von Ausländern verantworten. Die sechs Geschleusten im Alter zwischen 14 und 22 Jahren wurden wegen ihres unerlaubten Einreiseversuchs angezeigt und anschließend nach Österreich zurückgewiesen.

Rückfragen bitte an:

Yvonne Oppermann | Rainer Scharf
Pressestelle Bundespolizeiinspektion Rosenheim
Burgfriedstraße 34 | 83024 Rosenheim
Telefon: 08031 80 26 2200
E-Mail: bpoli.rosenheim.oea@polizei.bund.de


Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim liegt an der Schnittstelle
zweier Hauptschleuserrouten, der Balkan- und der Brennerroute. In
einem rund 200 Kilometer langen Abschnitt des
deutsch-österreichischen Grenzgebiets begegnen die etwa 420
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der illegalen Migration und gehen
vor allem gegen die Schleusungskriminalität vor. Der bahn- und
grenzpolizeiliche Verantwortungsbereich erstreckt sich auf die
Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen
sowie auf die Stadt und den Landkreis Rosenheim. Auf über 370
Bahnkilometern und in etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten sorgen die
Bundespolizisten zwischen Chiemsee und Zugspitze für die Sicherheit
der Bahnreisenden. Weitere Informationen zur Bundespolizei erhalten
Sie unter www.bundespolizei.de oder oben genannter Kontaktadresse.

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