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08.07.2019 – 15:40

Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Gefälschter Ausweis unter BH versteckt - Rosenheimer Bundespolizei nimmt Migranten wegen offenkundiger Urkundendelikte fest

Bundespolizeidirektion München: Gefälschter Ausweis unter BH versteckt - Rosenheimer Bundespolizei nimmt Migranten wegen offenkundiger Urkundendelikte fest
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Rosenheim / A93 (ots)

Die Bundespolizei hat am Montag (8. Juli) einen Syrer beim Rosenheimer Amtsgericht vorgeführt. Der 20-Jährige hatte vergeblich versucht, Bundespolizisten bei der Grenzkontrolle auf der Inntalautobahn mit einem gefälschten Ausweis zu täuschen. Mit einer falschen Identitätskarte war auch eine somalische Busreisende unterwegs. Die 24-Jährige wollte die Fälschung, die sie unter ihrem BH versteckt hatte, nach Deutschland schmuggeln.

Am Sonntagnachmittag kontrollierte die Bundespolizei am Autobahn-Parkplatz Kranzhorn die Fahrgäste eines in Italien zugelassenen Fernreisebusses. Bei der Überprüfung der Papiere eines jungen Mannes, stellte sich rasch heraus, dass das vorgezeigte italienische Dokument eine "glatte" Fälschung ist. Wegen des Verdachts der Urkundenfälschung musste der syrische Staatsangehörige den Bus, mit dem er in Richtung München unterwegs war, verlassen und den Bundespolizisten zur Dienststelle nach Rosenheim folgen. Aufgrund der klaren Beweislage beantragte die Staatsanwaltschaft bei Gericht die Durchführung eines beschleunigten Verfahrens. Bereits am Montag wurde der festgenommene Syrer vom Rosenheimer Amtsgericht zu einer Geldstrafe in Höhe von insgesamt 450 Euro verurteilt und anschließend nach Österreich zurückgewiesen.

Eine Afrikanerin, die ebenfalls mit einem falschen Ausweis im Reisebus nach München fahren wollte, hatte unmittelbar nach der grenzpolizeilichen Kontrolle das Land wieder zu verlassen. Die Somalierin gab gegenüber den Kontrollbeamten zunächst an, keine Dokumente mitzuführen. Als eine Bundespolizistin die Frau durchsuchte, kam allerdings eine italienische Identitätskarte zum Vorschein. Die Karte konnte sogleich als Fälschung entlarvt werden. In der Rosenheimer Dienststelle gab die festgenommene Migrantin an, mithilfe von Schleusern über Griechenland nach Italien gebracht worden zu sein. Dort habe sie von den Schleppern für zusätzliche 600 Euro den falschen Ausweis und die Busfahrkarte bekommen. Sie erklärte zudem, bereits nach ihrer Ankunft in Griechenland registriert worden zu sein. Die Bundespolizei verweigerte der somalischen Staatsangehörigen die Einreise und wies die Frau nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen nach Österreich zurück.

Rückfragen bitte an:

Rainer Scharf
Bundespolizeiinspektion Rosenheim
Burgfriedstraße 34 - 83024 Rosenheim
Telefon: 08031 80 26 2200
E-Mail: bpoli.rosenheim.oea@polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim liegt an der Schnittstelle
zweier Hauptschleuserrouten, der Balkan- und der Brennerroute. In
einem rund 200 Kilometer langen Abschnitt des
deutsch-österreichischen Grenzgebiets begegnen die etwa 420
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der illegalen Migration und gehen
vor allem gegen die Schleusungskriminalität vor. Der bahn- und
grenzpolizeiliche Verantwortungsbereich erstreckt sich auf die
Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen
sowie auf die Stadt und den Landkreis Rosenheim. Auf über 370
Bahnkilometern und in etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten sorgen die
Bundespolizisten zwischen Chiemsee und Zugspitze für die Sicherheit
der Bahnreisenden. Weitere Informationen zur Bundespolizei erhalten
Sie unter www.bundespolizei.de oder oben genannter Kontaktadresse.

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