Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Alles nur Zufall? Bundespolizei nimmt mutmaßliche Schleuser nahe Oberaudorf fest

Die Bundespolizei hat nahe Oberaudorf zwei mutmaßliche Schleuser festgenommen. Die beiden Männer waren mit einer vierköpfigen Familie unterwegs.
Die Bundespolizei hat nahe Oberaudorf zwei mutmaßliche Schleuser festgenommen. Die beiden Männer waren mit einer vierköpfigen Familie unterwegs.

Oberaudorf / Rosenheim (ots) - In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (17. Oktober) hat die Bundespolizei im Rahmen von Grenzkontrollen auf der Landstraße zwischen Niederndorf bei Kufstein und Oberaudorf zwei mutmaßliche Schleuser festgenommen. Die beiden Deutschen werden beschuldigt, vier Personen mit dem Pkw illegal über die deutsch-österreichische Grenze gebracht zu haben.

Bei der Kontrolle fiel den Bundespolizisten zunächst auf, dass sich in dem Fahrzeug mit fünf Sitzplätzen insgesamt sechs Insassen befanden. Es waren vier Erwachsene und zwei Minderjährige. Fahrer und Beifahrer, 48 und 50 Jahre alt, händigten den Beamten deutsche Personalausweise aus. Die anderen Mitfahrer hatten keine Papiere dabei. Eigenen Angaben zufolge handelt es sich um eine Familie, wobei die Frau die aserbaidschanische, der Mann und die Kinder die türkische Staatsangehörigkeit haben. Der Vater erklärte in der Dienststelle der Rosenheimer Bundespolizei, dass er sich mit seiner Familie auf der Flucht befände. Für die organisierte Schleusung, die unter anderem mit Bussen und Taxis durchgeführt worden wäre, habe er in der Türkei 16.500 Euro zahlen müssen.

Fahrer und Beifahrer schilderten, ihre Begleiter während einer Urlaubsreise mit unbestimmtem Ziel an einer nicht mehr genau zu bestimmenden Tankstelle zufällig getroffen zu haben. Sie hätten die vierköpfige Gruppe auf deren Bitte hin mitgenommen. Untereinander hätten sie sich gut verständigen können. Die zwei in Nordrhein-Westfalen gemeldeten Deutschen stammen ursprünglich aus der Türkei. Bei ihnen wurden insgesamt mehrere tausend Euro aufgefunden. Das Geld wurde vorübergehend sichergestellt. Nach Abschluss aller erforderlichen bundespolizeilichen Maßnahmen ist die Familie an eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet worden. Der Fahrzeugführer und sein Beifahrer konnten die Heimreise antreten. Sie werden sich voraussichtlich schon bald wegen Einschleusens von Ausländern zu verantworten haben.

Rückfragen bitte an:

Rainer Scharf (MSc)
Bundespolizeiinspektion Rosenheim
Burgfriedstraße 34 - 83024 Rosenheim
Telefon: 08031 80 26 2200
E-Mail: bpoli.rosenheim.oea@polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim liegt an der Schnittstelle
zweier Hauptschleuserrouten, der Balkan- und der Brennerroute. In
einem rund 200 Kilometer langen Abschnitt des
deutsch-österreichischen Grenzgebiets begegnen die etwa 420
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der illegalen Migration und gehen
vor allem gegen die Schleusungskriminalität vor. Der bahn- und
grenzpolizeiliche Verantwortungsbereich erstreckt sich auf die
Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen
sowie auf die Stadt und den Landkreis Rosenheim. Auf über 370
Bahnkilometern und in etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten sorgen die
Bundespolizisten zwischen Chiemsee und Zugspitze für die Sicherheit
der Bahnreisenden. Weitere Informationen zur Bundespolizei erhalten
Sie unter www.bundespolizei.de oder oben genannter Kontaktadresse.

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