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18.06.2018 – 14:55

Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Schleuser auf Inntalautobahn gestoppt - Syrer müssen Untersuchungshaft antreten

Bundespolizeidirektion München: Schleuser auf Inntalautobahn gestoppt - Syrer müssen Untersuchungshaft antreten
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A 93 / Rosenheim (ots)

Am Samstag (16. Juni) hat die Bundespolizei bei Grenzkontrollen auf der Inntalautobahn (A93) zwei mutmaßliche Schleuser festgenommen. Die beiden Syrer werden beschuldigt, sechs Landsleute illegal über die deutsch-österreichische Grenze gebracht zu haben.

Der Fahrer des Wagens mit schwedischer Zulassung wies sich mit einem syrischen Reisepass und einer schwedischen Aufenthaltsgenehmigung aus. Sein 27-jähriger Beifahrer, ebenfalls syrischer Staatsangehöriger, verfügte über einen in Schweden ausgestellten Flüchtlingspass und einem zugehörigen Visum. Die übrigen sechs Fahrzeuginsassen konnten den Kontrollbeamten hingegen nicht die erforderlichen Einreisepapiere aushändigen.

Vor dem Hintergrund des Vorwurfs der Schleuserei gaben sich Fahrer und Beifahrer zunächst arglos. Die ersten Nachforschungen der Bundespolizisten erhärteten jedoch den Verdacht. Bei beiden Männern wurden mehrere verfälschte Papiere aufgefunden. Die Durchsuchung des 27-Jährigen brachte zudem einen Umschlag mit 1.900 Euro ans Licht. Ob es sich dabei um den Schleuserlohn handelt, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Die Staatsanwaltschaft beantragte für den Fahrer und den Beifahrer jeweils die Untersuchungshaft. Diesem Antrag entsprach das Rosenheimer Amtsgericht. Die Männer wurden auf richterliche Anordnung hin in unterschiedliche Justizvollzugsanstalten gebracht. Sie werden sich voraussichtlich schon bald wegen Einschleusens von Ausländern und Verschaffens falscher amtlicher Ausweise verantworten müssen. Die geschleusten Personen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen an eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet.

Rückfragen bitte an:

Rainer Scharf (MSc)
Bundespolizeiinspektion Rosenheim
Burgfriedstraße 34 - 83024 Rosenheim
Telefon: 08031 80 26 2200
E-Mail: bpoli.rosenheim.oea@polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim liegt an der Schnittstelle
zweier Hauptschleuserrouten, der Balkan- und der Brennerroute. In
einem rund 200 Kilometer langen Abschnitt des
deutsch-österreichischen Grenzgebiets begegnen die etwa 420
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der illegalen Migration und gehen
vor allem gegen die Schleusungskriminalität vor. Der bahn- und
grenzpolizeiliche Verantwortungsbereich erstreckt sich auf die
Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen
sowie auf die Stadt und den Landkreis Rosenheim. Auf über 410
Bahnkilometern und in etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten sorgen die
Bundespolizisten zwischen Chiemsee und Zugspitze für die Sicherheit
der Bahnreisenden. Weitere Informationen zur Bundespolizei erhalten
Sie unter www.bundespolizei.de oder oben genannter Kontaktadresse.

Original-Content von: Bundespolizeidirektion München, übermittelt durch news aktuell

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