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24.05.2019 – 10:30

Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (710) Schlag gegen internationale Betrüger-Bande

Mittelfranken/Ansbach (ots)

Seit über einem Jahr ermittelt die Ansbacher Kriminalpolizei mit der eigens errichteten Ermittlungskommission (EKO) "Goldmünze" im Bereich des Phänomens "falsche und betrügerische Gewinnversprechen". Nun gelang es, eine Tatverdächtige festzunehmen.

Die meist im Seniorenalter befindlichen Opfer werden telefonisch davon in Kenntnis gesetzt, dass sie einen hohen Bargeldbetrag gewonnen haben. Vor Auszahlung des Gewinns muss jedoch eine Gebühr entrichtet werden. Im weiteren Verlauf werden die Opfer durch geschickte Gesprächsführung dazu gebracht, vermeintlichen "Notaren" hohe Geld- oder Wertgegenstände zu übergeben.

Nach umfangreichen und länderübergreifenden Ermittlungen gelang es der EKO "Goldmünze" in enger Abstimmung mit den Staatsanwaltschaften Ansbach und Nürnberg-Fürth, eine Tatverdächtige zu identifizieren. Die 56-jährige Frau aus Oberfranken wird verdächtigt, in mehreren Fällen bundesweit als Geldabholerin fungiert zu haben. Hierbei gab sie sich als Notarin aus. Nach vorliegenden Erkenntnissen erhielt sie zur Tatbegehung Anweisungen von einem "Callcenter" aus dem Ausland. Die in Empfang genommenen Bargeldbeträge wurden durch die 56-Jährige dann auf ausländische Bankkonten transferiert.

Am Dienstag, dem 14.05.2019, gelang es im Rahmen kriminaltaktischer Maßnahmen, die Tatverdächtige zu identifizieren. Im Verlauf der weiteren Maßnahmen konnte die 56-Jährige in Nordrhein-Westfalen auf frischer Tat festgenommen werden. Die Tatverdächtige nahm hier von einem weiteren Betrugsopfer mehrere Tausend Euro in Empfang. Die 56-Jährige wird zudem verdächtigt, in mindestens sieben Fällen als Geldabholerin agiert und entsprechende Bargelder in das Ausland transferiert zu haben. Der bislang bekannte Schaden wird auf mindestens 200.000 Euro geschätzt.

Der Ermittlungsrichter erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth Haftbefehl gegen die Tatverdächtige. Die Ermittlungen zur Identifizierung und Festnahme der Hintermänner werden weiterhin mit hohem Aufwand durch die EKO "Goldmünze" betrieben.

Michael Petzold/n

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