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16.09.2010 – 12:30

Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1745) Betrügerischer Internethandel aufgeflogen

Feuchtwangen (ots)

Über ein Jahr hinweg bot ein 29-Jähriger aus dem südlichen Landkreis Ansbach im Internet Unterhaltungselektronik an. Hierbei kassierte er per Vorkasse, ohne jedoch die Ware auszuliefern.

Im Zeitraum von April 2009 bis April 2010 betrieb der junge Mann einen Internethandel mit Produkten aus dem Bereich der Unterhaltungselektronik. Hierbei bot er u.a. Spielkonsolen, Notebooks und vor allem die Smartphones der Fa. Apple teilweise zu sehr günstigen Konditionen an. Jedoch kamen die Produkte nur teilweise zur Auslieferung. In der Masse blieb er seinen Kunden den bereits gezahlten Kaufpreis schuldig. Von Januar bis März 2010 lieferte der 29-Jährige seinen Kunden jedoch nur noch diverse Ausreden, jedoch keine Ware.

Letztendlich stornierten jedoch seine Kunden die jeweiligen Kaufgeschäfte und erstatteten Anzeige bei der Polizei.

Allein in einem Fall sollten Apple iPhones im Wert von ca. 19.000 Euro geliefert werden. Der gutgläubige Käufer erhielt jedoch keines der gewünschten Smartphones.

Das Fachkommissariat der Kriminalpolizeiinspektion Ansbach leitete ein Strafverfahren wegen Warenbetrugs ein. Insgesamt über 60 Fälle im gesamten Bundesgebiet sowie dem angrenzenden europäischen Ausland konnte die ermittelnde Ansbacher Kriminalbeamtin dem Beschuldigten zuordnen. Hierbei behielt er Vorkassengelder im Gesamtwert von knapp 110.000 Euro unberechtigt ein, ohne die entsprechende Ware, in der Hauptzahl Mobiltelefone der Fa. Apple, ausgeliefert zu haben.

Ein Grund für seinen regen Handel dürfte darin begründet sein, dass er seine Ware in vielen Fällen weit unter dem Einkaufspreis veräußerte bzw. anbot.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ansbach erließ die zuständige Richterin am Amtsgericht Ansbach Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnung bzw. die Geschäftsräume des 29-Jährigen und seiner Steuerberaterin. Ende Mai 2010 durchsuchten dann Ansbacher Kriminalbeamten die beiden Objekte und konnten so zahlreiche Geschäftsunterlagen sicherstellen. Aus diesen Papieren ließen sich Geschäftsabläufe detailliert nachvollziehen.

Das Sammelverfahren konnte nun abgeschlossen und an die Staatsanwaltschaft übergeben werden.

Die Internetpräsenz des 29-Jährigen aus dem südlichen Landkreis Ansbach besteht nicht mehr.

Robert Schmitt/hu

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