Polizeiinspektion Harburg

POL-WL: ++ Die Kriminalpolizei Reinbek bittet um Mithilfe - Navi-Auswertung und Stehlgut weisen auf Taten im Landkreis Harburg hin ++

POL-WL: ++ Die Kriminalpolizei Reinbek bittet um Mithilfe -
Navi-Auswertung und Stehlgut weisen auf Taten im Landkreis Harburg hin ++
Sichergestellter Ring

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Buchholz (ots) - Presseinfo der Kripo Reinbek - bitte für die Samstagsausgabe! -:

Die Kriminalpolizei Reinbek aus Schleswig - Holstein bittet um Mithilfe der Bevölkerung in den Landkreisen Harburg und Stade. Anlass für den Fahndungsaufruf sind Ermittlungen wegen des Verdachts des Wohnungseinbruchdiebstahls und der gewerbsmäßigen Hehlerei.

Die unter Federführung der Staatsanwaltschaft Lübeck laufenden Ermittlungen begannen Ende November 2013. Zwei chilenische Staatsangehörige, 29 und 32 Jahre alt, wurden in der Ortschaft Barsbüttel, unmittelbar angrenzend zu Hamburg, von einer Anwohnerin bemerkt, als sie sich ohne ersichtlichen Grund auf einem Grundstück aufhielten. Die Frau verständigte die Polizei über den Notruf 110; die alarmierten Beamten konnten die beiden verdächtigen Personen sodann in der Nähe des Grundstücks in einem gestohlenen PKW feststellen und vorläufig festnehmen.

Das Kraftfahrzeug wurde im Oktober 2013 bei einem Wohnungseinbruch in Hamburg entwendet. Im Wagen konnte zudem ein wertvolles Ölgemälde festgestellt werden, welches im November 2013 bei einem Wohnungseinbruch in Bremen gestohlen worden ist. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Lübeck erließ das Amtsgericht Reinbek Haftbefehle gegen die beiden Männer; sie befinden sich derzeit in der JVA Lübeck.

Im Zuge der weiteren Ermittlungen wurde ein im gestohlenen Wagen aufgefundenes Navigationsgerät ausgelesen; daraus wurde ersichtlich, dass die Gemeinde Tostedt und andere Gemeinden in Niedersachsen eingegeben und wahrscheinlich auch aufgesucht worden sind. Zudem konnten in einer Wohnung in Hamburg, die als Aufenthaltsort von beiden Tatverdächtigen genutzt worden ist, etwa 100 Gegenstände aufgefunden werden, die möglicherweise aus strafbaren Handlungen, z.B. Wohnungseinbruchdiebstählen, stammen könnten. Bei den Gegenständen handelt es sich teilweise um individuellen und wertvollen Goldschmuck, Armbanduhren, Ringe und Ketten. Übereinstimmend zum Navigationsgerät konnte ein Taschenmesser bei den oben benannten Gegenständen festgestellt werden, welches den Aufdruck ESSO, K.-M.Rohde, 21255 Tostedt, Tel. 04182/213 98, hat (siehe Anlage als PDF).

In dem Ermittlungsverfahren der Kripo Reinbek werden aktuell Zusammenhänge zu einem Strafverfahren in der Republik Österreich geprüft. Dort wurde einer in Untersuchungshaft befindlichen Person ein Ring mit der Gravur "Manfred24.04.64" von einem der hier bekannten Tatverdächtigen übergeben.

Sämtliche von der Polizei beschlagnahmte Gegenstände können über die Internetseite www.securius.eu.com (im Feld Suchbegriff) Reinbek (eingeben) eingesehen werden.

Die Ermittler halten es für wahrscheinlich, dass die in Haft befindlichen Personen Wohnungseinbruchdiebstähle im Zeitraum 01.08.2013 bis zum 20.11.2013 begangen haben könnten. Die Kriminalpolizei bittet um Mitteilung, wer Angaben zur Herkunft der Gegenstände machen kann. Mitteilungen bitte an die Kriminalpolizei Reinbek, Tel. 040/ 727 707 0, jede andere Polizeidienststelle oder reinbek.kpast@polizei.landsh.de.

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## Hinweis der PI Harburg: ##

Derzeit werden im zuständigen Fachkommissariat aus einer Serie von Einbrüchen durch eine weitere chilenische Bande (siehe folgende Presseinfo v. 10.02.2014) rund 1000 Stücke Stehlgut katalogisiert. Einige hundert sichergestellte Gegenstände, die bislang keinem Einbruch zugeordnet werden konnten, sollen ebenfalls im Internet präsentiert werden. Geschädigte werden dort prüfen können, ob ihre gestohlenen Gegenstände dabei sind.

Presseinfo vom 10.2.2014:

++ Dutzende Wohnungseinbrüche im norddeutschen Raum aufgeklärt - Ermittlungsgruppe "Nord" fasst chilenische Einbrecherbande ++

Buchholz - Buchholz. Ein schwerer Schlag gegen Wohnungseinbrecher gelang Ermittlern der Ermittlungsgruppe "Nord" in Buchholz am letzten Freitagabend, als die Kriminalisten aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg um 20 Uhr in Hamburg-Rahlstedt vier Chilenen im Alter von 25 bis 61 Jahren festnahmen. Die Südamerikaner werden für eine Vielzahl von Haus- und Wohnungseinbrüchen in den drei Ländern verantwortlich gemacht. "Besonders die sehr gute länderübergreifende Zusammenarbeit führte letztlich zum Ermittlungserfolg", kommentiert ein leitender Ermittler das Fahndungsergebnis.

Im Herbst letzten Jahres waren die vier 25, 27, 56 und 61 Jahre alten Chilenen nach Deutschland eingereist und waren in Rahlstedt bei einer 57-jährigen hier lebenden Chilenin untergekommen. Aus der Wohnung heraus operierte das Quartett fortan im Hamburger Umland. Besonders die A 1 und die A 24, aber auch stark befahrene Bundesstraßen führten die Tatverdächtigen zu ihren Tatorten, die zum Beispiel im Bereich Tostedt, in Elsdorf im Landkreis Rotenburg, im Umland von Lüneburg oder rund um Ratzeburg im Herzogtum Lauenburg lagen. Auch Hamburg und vermutlich ebenso den Bremer Bereich suchten die Einbrecher auf.

Eine der ersten Taten registrierten die Ermittler Ende November letzten Jahres in Drestedt nahe Buchholz in der Nordheide. Hier stiegen die Täter während der Tageszeit in ein Haus an der Bahnhofstraße ein und stahlen einen Tresor, Sparbücher, Schmuck und Uhren. Was die Täter nicht wussten: Der Buchholzer spezialisierten Tatortgruppe gelang es, eine ganze Reihe von Spuren bei einer intensiven Tatortabsuche zu sichern, die später für die Überführung der Bande noch wichtig werden sollte. Viele dieser Spuren stimmten mit anderen Tatorten überein, fanden die Ermittler heraus. Es ergab sich eine Serie über die drei Nord-Länder.

Dazu kam ein weiteres Puzzlestück: Ein Hamburger Autovermieter hatte einen dunkelblauen Kia Shuma mit Berliner Kennzeichen an einen 27-jährigen Chilenen vermietet. Das Auto wurde nicht zurückgegeben. Als der Vermieter es in Hamburg auffand, flüchtete der Mieter mit dem Fahrzeug und überfuhr dabei noch fast den Autovermieter. Das Fahrzeug konnte sichergestellt werden und bildete einen weiteren Ermittlungsbaustein.

Die nun gegründete Ermittlungsgruppe "Nord" fahndete intensiv nach den Tätern. Es gelang immer mehr Bausteine zusammenzufügen, so dass die Fahnder davon ausgehen, dass mehr als 40 Taten auf das Konto der Einbrecherbande gehen. Zwischendurch nutzten die Täter einen grünen Mini mit Münchener Kennzeichen und einen schwarzen Fiat Seicento mit einem gestohlenen Hamburger Kennzeichen, fanden die Ermittler jetzt heraus.

Am Freitag fuhren drei Männer des Einbrecher-Quartetts erneut auf Diebestour. Inzwischen waren die Ermittler der EG "Nord" den Tätern ganz dicht auf den Fersen. Dabei nutzten die Kriminalisten alle operativen Möglichkeiten, um der Einbrecher habhaft zu werden. Erneut kam es in Schwarzenbeck zu zwei Wohnungseinbrüchen, die der Polizei gemeldet wurden. Fahndungskräfte aus Lüneburg und Hamburg unterstützten die Beamten aus Buchholz im weiteren Verlauf.

Auf der BAB 24 sichteten Spezialkräfte der Polizei den im September in Hamburg bei einem Einbruch gestohlenen blauen VW-Touran erstmals. Als die drei Einbrecher mit dem Diebesgut aus Schwarzenbeck in die Rahlstedter Wohnung zurückkehrten, schlugen die Einsatzkräfte um 20 Uhr zu und drangen schlagartig in die Wohnung der Chilenin ein. Darin fanden die Beamten neben den vier Tatverdächtigen und der als vermutliche Logistikerin tätigen Wohnungsgeberin umfangreiches Diebesgut aus zahlreichen Wohnungseinbrüchen, das mit einem Polizei-Transporter abgefahren werden musste.

Die Polizei geht davon aus, dass mittels des Stehlgutes der Einbrecherbande noch weitere Taten zugeordnet werden können, zumal auch zahlreiche gesicherte Spuren an Tatorten nun gezielt auf Übereinstimmung überprüft werden können. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stade, die das Verfahren bereits frühzeitig begleitete, wurden vom Amtsgericht Stade Haftbefehle gegen die vier Tatverdächtigen erlassen. Diese befinden sich nun in einer Justizvollzugsanstalt in Niedersachsen. Die Polizei in Buchholz geht davon aus, dass die weiteren Ermittlungen noch Monate in Anspruch nehmen werden.

Rückfragen bitte an:

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Pressestelle
Detlev Kaldinski

Telefon: 04181/285-0
E-Mail: pressestelle@pi-harburg.polizei.niedersachsen.de
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