Polizeiinspektion Hildesheim

POL-HI: Verkehrsunfallstatistik 2005 des Polizeikommissariats Alfeld einschließlich der Samtgemeinden Sibbesse, Freden und Duingen (in Klammern Zahlen aus 2004)

    Hildesheim (ots) - Im Jahr 2005 wurden von der Polizei Alfeld insgesamt 847 (896) Verkehrsunfälle aufgenommen und bearbeitet, davon 516 (509) im Bereich Alfeld, 111 (97) in Sibbesse, 98 (101) in Freden und 122 (94) in Duingen. Die Differenz in der Gesamtzahl aus 2004 ergibt sich aus der Tatsache, daß seit 2005 die Samtgemeinde Lamspringe nicht mehr zum Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariats Alfeld gehört.

    503 Unfälle ereigneten sich innerhalb geschlossener Ortschaften, 344 außerhalb.

    Leider verstarben 3 (1) Personen an den Folgen von Verkehrsunfällen.

    Die Zahl der Schwerverletzten ist mit 42 (45) leicht, die Zahl der Leichtverletzten mit 118 (160) erfreulich deutlich rückläufig.

    28 Radfahrer waren an Unfällen beteiligt, von ihnen wurden 3 schwer und 19 leicht verletzt.

    Weiterhin waren 12 Fußgänger an Verkehrsunfällen beteiligt, von denen wiederum 3 schwer und 7 leicht verletzt wurden.

    Besonders schwere Folgen waren auch bei den 27 registrierten sogenannten Baumunfällen zu verzeichnen. Dabei kam 1 Person ums Leben, 16 wurden schwer und 7 leicht verletzt.

    Ferner waren insgesamt 11 Kinder unter 14 Jahren an Unfällen beteiligt, davon 2 Radfahrer im Alter von 8 und 13 Jahren, 3 Fußgänger im Alter von 6, 7 und 8 Jahren sowie 6 Mitfahrer im Pkw. Acht der Kinder wurden dabei leicht, ein weiteres schwer verletzt. Die schwersten Unfallfolgen erlitten dabei die Kinder, welche als Mitfahrer im Pkw unterwegs waren und seitens der verantwortlichen Fahrzeugführer nicht oder unzureichend gesichert worden waren. Ein besonderer Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit wird daher auch 2006 in der Überwachung der Nutzung der vorgeschriebenen Nutzung der Rückhaltesysteme liegen.

    Das Ausbleiben von Schulwegunfällen ist sicherlich Ausfluß der polizeilichen Überwachungsstreifen durch häufige Schulwegüberwachung bis hin zur Ausbildung von Schülerlotsen - ein Projekt, welches erstmalig 2005 in Duingen durch Beamte des Kommissariats Alfeld erfolgreich erprobt und umgesetzt worden ist.

    Ebenfalls deutlich rückläufig ist mit 134 (168) die Zahl der Wildunfälle, was ebenfalls auf die Präventionsarbeit der Polizei in Zusammenarbeit mit Jägerschaft und Verkehrswacht zurückzuführen sein dürfte - so wurden an anerkannten Unfallbrennpunkten sogenannte Wildreflektoren angebracht.

    Auffällig ist allerdings der Anstieg der Unfallfluchten. Wurden im Jahr 2004 noch 134 Fälle verzeichnet, stieg die Zahl in 2005 auf 177 an. Davon wurden 37 Prozent der Fälle aufgeklärt. Besonders häufig ist in den Fällen ein Anstieg zu verzeichnen, wo   sich Unfallverursacher nach "kleineren Parkplatzremplern" aus dem "Staube" machten. Auch dieses Verhalten stellt ein unerlaubtes Verhalten vom Unfallort dar, wird strafrechtlich geahndet und kann die Entziehung des Führerscheins zur Folge haben.

    Alkohol war 2005 in 22 (27) Fällen unfallursächlich. Dem stehen 86 "ertappte" sogenannte "folgenlose" Trunkenheitsfahrten sowie 4 Fälle, in denen Autofahrer unter Drogeneinfluß ihr Fahrzeug lenkten, gegenüber. Auch wenn die Zahl der alkoholbedingten Unfälle rückläufig ist, wird die Polizei Alfeld auch in 2006 ihre Alkoholkontrollen weiter intensivieren - sind doch die unter Alkoholeinfluß verursachten Verkehrsunfälle weiterhin die mit den schwersten Unfallfolgen.

    Trotz weiterhin gestiegenen Kontrolldrucks gerade im Bereich der Geschwindigkeitsüberwachung (es wurden 600 Verwarnungen, 279 Bußgelder und 29 Fahrverbote verhängt) war nicht angepaßte Geschwindigkeit in 70 Fällen auch 2005 eine der Hauptunfallursachen. Weitere Unfallursachen waren Fehler beim Wenden und Rückwärtsfahren in 85 Fällen, Vorfahrtmißachtung in 38 Fällen und Fehler beim Abbiegen in 22 Fällen.

    Resümierend bleibt festzustellen, daß trotz gesunkener Unfallzahlen die Verkehrsüberwachung auch 2006  einer der Schwerpunkte polizeilicher Arbeit sein wird. Neben präventiven Tätigkeiten werden im repressiven Bereich Geschwindigkeitsüberwachung, Nutzung von Rückhaltesystemen sowie Alkohol- und Drogenkontrollen Schwerpunkt polizeilichen Handelns sein.

              Büsselmann, PHK
- LESD PK Alfeld      -


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