Polizeipräsidium Frankfurt am Main

POL-F: 060929 - 1038 Flughafen: "Fremdenführer" hinterließ "Visitenkarte"

    Frankfurt (ots) - Wegen des Verdachts des Diebstahls zum Nachteil einer Chinesin ist am vergangenen Donnerstag ein wohnsitzloser 48 Jahre alter Mann bei der Ausreise im Flughafen festgenommen worden.

    Der mutmaßliche Dieb hatte die Frau am vergangenen Sonntag vor ihrem Hotel, wo sie für eine Nacht eingecheckt hatte, kennen gelernt und angeboten, ihr bis zum Abflug am Abend Frankfurt zu zeigen. Dieses Angebot nahm die Asiatin dankend an. Anschließend brachte der Mann die Frau noch zum Flughafen. Als der 48-Jährige nach einem angeblichen Gang zur Toilette nicht mehr zurückkehrte, stellte die junge Frau entsetzt fest, dass ihr firmeneigenes Laptop sowie 2.500 Euro verschwunden waren. Sie begab sich daraufhin sofort zum 19. Polizeirevier, erstattete eine Anzeige und konnte den Beamten auch gleich ein Foto des mutmaßlichen Diebes mitliefern, das sie im Laufe des Tages von dem Mann gemacht hatte. Leichtsinnigerweise hatte er während der Führung durch Frankfurt auch das Haus gezeigt, in dem er wohnte. Zusammen mit den Beamten fuhr die Geschädigte das Innenstadtgebiet ab und konnte letztendlich ein Männerwohnheim im Bahnhofsgebiet herausdeuten. Anhand des Lichtbildes erkannte eine Sozialarbeiterin den 48-Jährigen wieder. Der Mann habe kurz zuvor überstürzt das Haus verlassen und sei seitdem nicht mehr gesehen worden, erklärte die Frau. Eine Überprüfung ergab, dass gegen den Mann ein Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft und ein Bewährungswiderruf vorlagen. Daraufhin wurde sofort eine Fahndung eingeleitet. Am Donnerstag meldete sich dann die Bundespolizei und teilte mit, sie habe den Beschuldigten festgenommen, als dieser sich im Abflugterminal 2 an der Passkontrolle vorbei schleichen wollte und daraufhin überprüft wurde. Er hatte ein Flugticket für Shanghai via Dubai bei sich. Bei den von ihm mitgeführten Gegenständen konnten der Laptop, die Firmenunterlagen sowie persönliche Gegenstände der Chinesin gefunden werden. In seiner Vernehmung präsentierte der Beschuldigte den Beamten eine abenteuerliche Geschichte. Es handele sich nämlich um ein Missverständnis, meinte der Mann. Er habe die Sachen der Chinesin lediglich zur Aufbewahrung bekommen und wollte diese selbstverständlich der Frau persönlich zurückgeben. Deswegen habe er vorgehabt nach Shanghai zu fliegen, um ihr die Gegenstände dort persönlich zu übergeben. Er kenne zwar nur ihren Vornamen "Lin", aber über die Rezeption des Frankfurter Hotels, wo die Frau abgestiegen war, hätte man sofort gewusst, wer Lin sei.

    Jetzt gilt es nur für den Beschuldigten nur noch den Haftrichter von seiner abenteuerlichen Geschichte zu überzeugen. Aber ob dies jedoch gelingt, darf bezweifelt werden(Karlheinz Wagner/ 069/755-82115)

    Rufbereitschaft hat Herr Wagner, Telefon 0173-6597905


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